Von drei ausgebüxten Rindern in Sennwald fehlt auch nach einer Woche noch immer jede Spur, zwei wurden tot gefunden

Drei der fünf vor einer Woche ausgebüxten Rinder von Bauer Peter Büchel werden noch immer vermisst. Verschiedene Suchaktionen im Berggebiet von Sennwald waren bisher erfolglos.

Heini Schwendener
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Im Gebiet der Littenwand stürzten zwei Rinder zu Tode, von den übrigen drei Tieren fehlt noch immer jede Spur.

Im Gebiet der Littenwand stürzten zwei Rinder zu Tode, von den übrigen drei Tieren fehlt noch immer jede Spur.

Bild: Heini Schwendener

Für Sonntag hatten zwei Personen Peter Büchel ihre Hilfe angeboten. Wegen des Nebels und der Nässe im steilen Gebiet, wo die Tiere vermutet werden, entschlossen sie sich aber, die Suche gar nicht erst zu starten. Peter Büchel erklärt auf Anfrage des W&O:

«Das wäre einfach zu gefährlich gewesen, wir wollten nicht auch noch unser Leben riskieren.»

Die Ungewissheit nagt an ihm: Können die Rinder doch noch gefunden werden? Sind sie tot oder liegen irgendwo verletzt und können nicht weiter?

Verlust schmerzt finanziell und emotional

Ganz hat Peter Büchel die Hoffnung noch nicht aufgegeben, seine vermissten Tiere irgendwann doch noch zu finden, «denn die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt». Der Verlust seiner fünf Rinder schmerzt ihn, nicht nur finanziell, der Schaden beläuft sich auf etwa 12000 bis 13000 Franken, sondern auch emotional. Der Landwirt sagt: «Das gibt ein Januarloch, denn dann wären die Rinder schlachtreif.»

Warum seine Tiere am Dienstag, 9. Juni, mitten in der Nacht von ihrer Weide in Sennwald ausgebüxt und dann Richtung Alp Rohr geflüchtet sind, wird wohl immer ein Rätsel bleiben. Ein Tier ist noch am gleichen Tag über die Littenwand abgestürzt und konnte tot geborgen werden, ein anderes konnte im gleichen Gebiet ebenfalls tot lokalisiert, aber noch nicht geborgen werden.

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