Ehemalige Schüler versammelten sich erstmals im neuen Landwirtschaftlichen Zentrum

Bei der ersten Tagung mit gegen 300 Personen hat der Speisesaal des Landwirtschaftlichen Zentrums die Bewährungsprobe bestanden. Eine speditive HV und das abwechslungsreiche Programm kamen gut an.

Adi Lippuner
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Fröhlicher Auftritt mit Unterhaltungswert: Das Kinderjodelchörli Grabs sang und jodelte. (Bild: Bilder: Adi Lippuner)
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Volle Bude: Der Speisesaal am LZSG Salez hat sich bewährt.

Fröhlicher Auftritt mit Unterhaltungswert: Das Kinderjodelchörli Grabs sang und jodelte. (Bild: Bilder: Adi Lippuner)

Bis vor einem Jahr war die Moststube auf dem Olma-Gelände in St.Gallen jeweils Tagungsort des Vereins ehemaliger Schüler und Schülerinnen St. Galler Landwirtschafts- und Hauswirtschaftsschule (VESTG). Mit der Eröffnung des Neubaus am Landwirtschaftlichen Zentrum LZSG in Salez hat sich dies nun geändert. Erstmals trafen sich am Sonntag gegen 300 Personen in Speisesaal und sehr zur Freude der LZSG-Verantwortlichen verlief die Bewährungsprobe positiv.

Vor allem die Ehrungen haben bei dieser Zusammenkunft einen wichtigen Stellenwert. Im Mittelpunkt standen die Frauen und Männer, welche ihre Schulzeit vor 25 und 50 Jahren absolvierten. Präsidentin Elisabeth Graf führte speditiv durch die Hauptversammlung. Im Jahresbericht liess sie die zahlreichen Aktivitäten, welche den Mitgliedern während des Jahres geboten wurden, nochmals aufleben. Auch fürs laufende Jahr steht wieder einiges auf dem Programm und die Ankündigung, dass Anfang Jahr eine grosse Reise nach Chile geplant ist, sorgte für Überraschung.

Jahresrechnung schliesst mit leichtem Minus

Anita Künzle präsentierte die Jahresrechnung, die bei Einnahmen von knapp 39000 Franken und Ausgaben von gut 41000 Franken mit einem Verlust von rund 2700 Franken abschloss. Begründet wurde dies mit zusätzlichen Ausgaben für Geschenke, welche den Jubilaren, die auch Vereinsmitglieder sind, abgegeben werden.

Das Eigenkapital beträgt per 31. Dezember 2018 noch rund 92700 Franken. Insgesamt hat der Verein 3633 Mitglieder, aufgeteilt in drei Kategorien. Da sind einmal die 1507 «normalen Mitglieder», welche den Vereinsbeitrag von 20 Franken, der auch im laufenden Jahr gleich bleibt, entrichten. Dazu kommen 854 «administrative Mitglieder», das sind ehemalige Freimitglieder, die jährlich zehn Franken bezahlen und dafür regelmässig Post vom Verein erhalten. Dazu kommen noch insgesamt 1272 ehemalige Freimitglieder, welche nicht aktiv bearbeitet werden. «Das heisst, die erhalten keine Post, können sich aber jederzeit, mit der Entrichtung des Postbeitrages wieder aktivieren lassen», wie Elisabeth Graf betonte.

Die etwas komplizierte Aufteilung der Mitglieder resultiert aus der Tatsache, dass vor zehn Jahren die Fusion des Vereins der ehemaligen Schüler und der ehemaligen Schülerinnen erfolgte und seither auf den Status «Freimitglieder» verzichtet wird.

Gemütlichkeit und fröhliche Unterhaltung

Die Bewährungsprobe bestand das Küchen- und Serviceteam mit der speditiven Versorgung der 300 Gäste. Gut gestärkt konnte das Nachmittagsprogramm genossen werden. Der Auftritt des Kinderjodelchörli Grabs, Leitung Margrit Scherrer, brachte frischen Wind in den Speisesaal. Die fröhlichen Lieder und Naturjodel begeisterten die Anwesenden und ohne eine Zugabe durften die Kinder und Jugendlichen die Bühne nicht verlassen.

Aus dem Simmental angereist war Martin Sumi. Der Komödiant und Musiker hatte einige Überraschungen im Gepäck. Er spazierte durchs Publikum, erzählte aus dem Leben, hatte Witze auf Lager und überzeugte mit seiner musikalischen Ader. Mitsingen, Schunkeln und Lachen, das begeisterte die Anwesenden. Zwei Beispiele aus seinem Repertoire:

«Ich gehe nächste Woche als Velomechaniker ins Bundeshaus, dann kann ich denen jeden Tag den Rücktritt erklären.»

Oder zu den Bergen im Berner Oberland: «Hier gibt es zahlreiche Beispiele, die ich im Publikum finde, so die Schynige Platte – dabei strich er einem Mann ‹fast oben ohne› über den Kopf, die Silberhörner, den Wildstrubel und das Schreckhorn habe ich auch gesehen.»