Grabs: Aus einem Bäcker wurde ein Kaminfeger

Nach anspruchsvoller und mehrjähriger Ausbildung mit entsprechender Prüfung ist Simon Grässli nun eidg. dipl. Kaminfegermeister. Er übt seinen Beruf im Grabser Gemeindegebiet aus.

Hansruedi Rohrer
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Simon Grässli hat sein Berufsziel als eid. dipl. Kaminfegermeister erreicht und freut sich auf die weitere Arbeit und den Kontakt mit der einheimischen Kundschaft. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Simon Grässli hat sein Berufsziel als eid. dipl. Kaminfegermeister erreicht und freut sich auf die weitere Arbeit und den Kontakt mit der einheimischen Kundschaft. (Bild: Hansruedi Rohrer)

Ursprünglich hat Simon Grässli einen anderen Beruf gewählt, die Lehre in Grabs absolviert und auch abgeschlossen, nämlich den des Bäcker-Konditors. Doch eine Mehl-Allergie machte die Berufsaussichten des jungen Mannes zunichte. Dann folgte die militärische Ausbildung als «Durchdiener» und mit Absolvierung der Unteroffiziersschule.

Nachher schnupperte er erst einmal einen Monat lang im Arbeitsbetrieb des Kaminfegers – bei seinem Vater Paul Grässli. Das gefiel dem Junior, und der Entschluss war bald gefasst: «Ich mache noch die Lehre als Kaminfeger.» Er wechselte damit vom «weissen» zum «schwarzen» Beruf. «Das habe ich nicht bereut», sagt er heute. Nach der Kaminfegerlehre jedoch bildete sich Simon Grässli im Metier fortwährend weiter. Schliesslich entschloss er sich, auch die Meisterprüfung zu absolvieren.

Grässli arbeitet weiterhin im elterlichen Betrieb

Bis zum Ziel, nämlich den Titel als eidg. dipl. Kaminfegermeister zu erreichen, sei eine anspruchsvolle weitere Ausbildung nötig gewesen, erklärt Simon Grässli. 35 Module und praktische Prüfungen mussten da angegangen und absolviert werden. In rund fünf Jahren konnte Simon Grässli diese Modulausbildung abschliessen. «Jetzt ist ein grosser Druck weg», erwähnt der junge Grabser Kaminfegermeister, der nun einen prallen Rucksack voll fachtechnisches Wissen sein Eigen nennt und einsetzen kann. Auch ist er froh, dass ihn Eltern und Kollegen so toll unterstützen.

Nebst der periodischen Reinigung und Kontrolle der Öl-, Gas- und wieder vermehrten Holz/-Pellet-Öfen ist heute auch die Zusammenarbeit mit weiteren verschiedenen Energieträgern wichtig. «Der Kaminfeger ist immer noch ein gesuchter Beruf», erklärt Simon Grässli, der weiterhin im elterlichen Betrieb in Grabs arbeiten möchte. Doch jetzt ist er auch berechtigt, Lehrlinge auszubilden.

Beitrat zur Brandverhütung und zum Umweltschutz

Ein «Botschafter des Glücks» ist auch Simon Grässli. Denn saubere Kamine und Öfen helfen zum Beispiel, Brände zu verhüten. Damit leistet der Kaminfeger mit seiner Arbeit einen Beitrag zur Brandverhütung und auch zum Umweltschutz. Und eines weiss Grässli sicher: «In Grabs und am Grabserberg gibt es noch eine urchige und sehr freundliche Kundschaft.»