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Buchs: Regierungsrat Mächler fordert Sanierung der «Villa Durchzug»

Bestehende Gebäude sollen saniert und neue Bauten entsprechend den Vorschriften erstellt werden. Dieses ehrgeizige Ziel hat sich der Kanton St. Gallen vorgenommen und am Montag an der Hochschule NTB vorgestellt.
Adi Lippuner
Regierungsrat Marc Mächler (links) und Marcel Sturzenegger, Leiter kantonale Energie im Amt für Energie und Wasser. (Bild: Adi Lippuner)

Regierungsrat Marc Mächler (links) und Marcel Sturzenegger, Leiter kantonale Energie im Amt für Energie und Wasser. (Bild: Adi Lippuner)

Auf Einladung des Fördervereins IES (Institut für Energiesysteme) an der Interstaatlichen Hochschule für Technik in Buchs (NTB) referierte am Montagabend Regierungsrat und Vorsteher des Baudepartements, Marc Mächler, unterstützt von Marcel Sturzenegger, Leiter Energie des Amts für Wasser und Energie, zum Thema «St. Galler Energiepolitik – Einsichten und Ansichten». Dabei wurde deutlich, dass auf die Hauseigentümer im Kanton St. Gallen wichtige Änderungen zukommen.

Von 22 Liter auf 4,8 Liter reduziert

Ganz klar betonte Marc Mächler, dass auch nach Inkraftsetzen der Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich (MuKEn), der Einsatz fossiler Energieträger möglich sei. Allerdings begleitet von anderen Massnahmen wie der Dämmung von Dach und Fassade und dem Einsatz neuer Fenster, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Der Referent verwies in diesem Zusammenhang auf Falschmeldungen, welche im Zusammenhang mit den bevorstehenden Änderungen der Vorschriften verbreitet wurden.

Dank Forschung und Technik sei in den letzten Jahren bereits viel erreicht worden, so Mächler:

«1975 wurden pro Quadratmeter Gebäudefläche 22 Liter fossile Energie verbraucht, 2018 sind es 4,8 Liter. Bei 80 Prozent der Neubauten haben wir Resultate, wie sie sein sollen, auch ein Teil der bestehenden Gebäulichkeiten sind auf gutem Weg.»

Die grosse Herausforderung seien die verbliebenen rund 40 Prozent der Gebäude, welche unter der Bezeichnung «Villa Durchzug» laufen. «Da werden auf die Eigentümer Kosten zukommen und wir wissen schon heute, dass sich der Hauseigentümerverband für Übergangsfristen starkmacht.» In diesem Zusammenhang wurde auch erwähnt, dass bestehende Heizanlagen – die Ausnahmen bilden Elektrozentralheizungen – nicht ausgetauscht werden müssen, solange diese ihre Funktion erfüllen.

Teilweise braucht es viel Überzeugungsarbeit

Sowohl Marcel Sturzenegger als auch Marc Mächler betonten, dass Hauseigentümer längerfristig denken und planen müssen. In der Fragerunde ging es um das Verhalten von Pensionskassen, welche teilweise nur sehr schwer von energetischen Sanierungsmassnahmen überzeugt werden können. «In Rapperswil konnten wir eine sehr erfolgreiche Sanierung durchführen», so Sturzenegger. Und Mächler doppelte nach:

«Ich bin Vizepräsident einer Pensionskasse und werde mich erkundigen, wie das Verhalten bei Sanierungen ist.»

Auch der Informationsaustausch zwischen Kanton und Gemeinden, bezüglich Zustand der Gebäude wurde angesprochen. Marcel Sturzenegger dazu: «Jeder Heizungsersatz ist melde- oder bewilligungspflichtig und die MuKEn sehen vor, dass die Informationen über die Baubewilligungsgesuche laufen.»

Wichtige Unterstützung

Die Beiträge des Fördervereins für das Institut für Engergiesysteme (IES) werden alljährlich für verschiedene Projekte gesprochen. Professor Stefan Bertsch informierte an der HV, was mit den Geldern erreicht wurde und welche Aufgaben im laufenden Jahr bevorstehen. Dabei wurde deutlich, dass der internationale Austausch der Studierenden sowohl für den Standort Buchs als auch für Ausbildungsstätten in den umliegenden Ländern und in Übersee äusserst wertvoll ist.

Im Berichtsjahr hat der Förderverein drei Projekte, unter anderem die Tieftemperatur-Anlage, mit der bis minus 50 Grad erreicht werden kann, unterstützt. Gemäss Präsident Urs Brunner, er führte speditiv durch die Versammlung, damit im zweiten Teil genügend Zeit für das Referat von Regierungsrat Marc Mächler und die daran anschliessende Diskussion blieb, sind auch im Budget 2019 Beiträge für das IES vorgesehen. So sollen für den Eigenverbrauchsrechner, für verschiedene Projekte, Kolloquien und die Weiterbildung von Dozenten rund 22 000 Franken zur Verfügung gestellt werden. Der Förderverein finanziert sich durch seine Mitgliederbeiträge, welche aktuell bei gut 27 000 Franken liegen. Das Vermögen, per Ende 2018 beträgt rund 127 000 Franken und soll, wie Urs Brunner betonte, nicht gehortet, sondern für wichtige IES-Projekte eingesetzt werden. (adi)

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