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Luca Egloff hat viel investiert und zu wenig Ertrag erzielt - nun tritt er zurück

Luca Egloff hat den Rücktritt vom Spitzensport gegeben. Als Grund nennt der Grabser die sportlichen Leistungen, die in einem Missverhältnis zum Aufwand und der eigenen Erwartungshaltung stehen.
Robert Kucera
Genug der Enttäuschungen: Luca Egloff vom SC Grabserberg tritt von der Skisprung-Bühne ab. (Archivbild: Robert Kucera)

Genug der Enttäuschungen: Luca Egloff vom SC Grabserberg tritt von der Skisprung-Bühne ab. (Archivbild: Robert Kucera)

«Wenn man so viel investiert und so wenig Erfolgserlebnisse hat, geht das an die Substanz», sagt Skispringer Luca Egloff. Jahrelang kämpfte der 23-Jährige vergeblich um den Anschluss an die Weltspitze. «Die Erwartungen waren gross. Doch die Leistungen klein», ist er enttäuscht. Nun zieht er einen Schlussstrich und tritt zurück.

«Von Jahr zu Jahr ging der Glaube immer mehr verloren, es an die Weltspitze zu schaffen», sagt Egloff. Damit meint der Grabser Top-Ten-Plätze im Weltcup. «Immer darum kämpfen zu müssen, in den zweiten Durchgang zu kommen, ist kein Ziel.» Doch selbst an dieser Hürde ist er stets gescheitert. Wie sein drei Jahre älterer Bruder Pascal holte er nie Weltcup-Punkte. In der Statistik belegen Egloffs sogar denselben Rang – als Bestresultat ist Platz 33 vermerkt.

«Ich habe es genossen, an der WM dabei zu sein»

In der zweiten Saisonhälfte hat von aussen betrachtet nichts auf einen Rücktritt hingedeutet. Zwar nahm Luca Egloff mittlerweile an den drittklassigen FIS-Springen teil, doch dort erzielte er gute Ergebnisse. Via Continental-Cup folgte sogar ein steiler Aufstieg – zur Selektion für die Nordische Ski-WM in Seefeld. «Ich habe es genossen, an den Weltmeisterschaften dabei zu sein. Doch am Grundsatzentscheid änderte das nichts. Wegen eines positiven Moments hat sich meine Enttäuschung nicht verändern können», hält Egloff fest.

Frust machte sich demnach nicht nur auf der obersten Stufe seines Sports bemerkbar. Auch im Continental-Cup oder FIS-Cup klaffte zwischen Anspruch und Leistung eine Lücke. Auch im mentalen Bereich hinterliess dies Spuren. Das Springen in den unteren Klassen sei, wie Egloff versichert, nicht viel anders als im Weltcup. «Ausser dass man seinen Sport an einem Ort betreibt, an dem man gar nicht sein will.»

«Ich habe mehr Positives als Negatives erlebt»

Mit ausschliesslich negativen Gefühlen dreht Luca Egloff dem Skispringen nicht den Rücken zu. «Ich habe mehr Positives als Negatives erlebt», blickt er zurück. Er hat während seiner Aktivzeit viel erleben dürfen: Weltcups, Einsätze beim Skifliegen, zwei Weltmeisterschaften (2015 Falun, 2019 Seefeld), vier Junioren-Weltmeisterschaften und eine Teilnahme am European Youth Olympic Festival in Liberec. «Und ich habe wichtige Sachen lernen können wie Selbstdisziplin und Organisation», hebt der Grabser hervor, der als bestes Ergebnis einen fünften Rang im Sommer Grand Prix in Almaty (Kasachstan) nennt, den er im September 2015 realisierte.

Ein besonderer Moment hat sich aber erst kürzlich in Innsbruck ereignet. Denn dort fand anlässlich der Nordischen Ski-WM der Bewerb auf der grossen Schanze statt. «Der Gewinn der WM-Bronzemedaille von Kilian Peier ist definitiv ein Highlight. Ich kenne ihn seit zehn Jahren und mag es ihm sehr gönnen.» Doch nun gehen die beiden Weggefährten, beide haben Jahrgang 1995, getrennte Wege.

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