Der Vorstand der Historisch-Heimatkundlichen Vereinigung der Region Werdenberg hat zwei neue Mitglieder

Die Mitglieder der Historisch-Heimatkundlichen Vereinigung Region Werdenberg stimmten brieflich ab. Die Versammlung fand also in historisch einzigartigem Format statt.

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Die Mitglieder stimmten brieflich ab.

Die Mitglieder stimmten brieflich ab.

Susann Basler
«Ungewöhnliche Zeiten brauchen ungewöhnliche Lösungen.»

(pd) So kommentierte ein Vorstandsmitglied die aussergewöhnlichen Massnahmen, welche die Historisch-Heimatkundliche Vereinigung der Region Werdenberg (HHVW) angesichts der Coronakrise ergreifen musste. Denn auch der historische Verein blieb von den Auswirkungen der Pandemie nicht verschont: Eigentlich wäre am 28. April geplant gewesen, im Buchserhof die alljährliche Mitgliederversammlung durchzuführen. Aber als sich die Schweiz Mitte März in den Lockdown begab, war an eine Durchführung der Mitgliederversammlung im gewohnten Rahmen nicht mehr zu denken.

Aus diesem Grund fasste der Vorstand Ende April den Beschluss, anstelle der ordentlichen Mitgliederversammlung eine briefliche Abstimmung zu den Geschäften des Vereinsjahres 2019 sowie den vom Vorstand vorgesehenen Traktanden durchzuführen.

Vorstand konnte Positives berichten

Die Abstimmungsergebnisse wurden am 4. Juni bei der Vorstandssitzung des HHVW bekanntgegeben. Auch diese Sitzung musste gemäss der aktuellen Lage mit entsprechenden Gesundheitsvorkehrungen durchgeführt werden.

Folglich trafen sich die Mitglieder im grossräumigen, altherrschaftlichen Gerichtssaal des Restaurants Traube in Buchs, wo sich die einzelnen Mitglieder, unter Beachtung der Abstandsregeln, im ganzen Raum verteilen konnten. Ein Vorstandsmitglied war aufgrund von Terminkollision von Bern aus per Videokonferenz zugeschaltet.

Aber ungeachtet der Verzögerungen und Ausnahmemassnahmen konnte der Vorstand Positives in Hinblick auf das vergangene Vereinsjahr berichten. Mit Blick auf die Jahresrechnung kann der Verein mit Gesamteinnahmen von 12980 Franken einen Einnahmenüberschuss von gut 6300 Franken verbuchen. Der Einnahmenüberschuss des Werdenberger Jahrbuchs wird mit rund 5500 Franken ausgewiesen und, wie bereits im vorhergehenden Jahr, in den Fonds Publikationen eingelegt.

Neben der Herausgabe des Werdenberger Jahrbuches gelang es dem Verein 2019 mit der Mundarterzählung «Gliach, aber uugliachlig» des Seveler Arztes Heinrich Gabathuler erstmals seit acht Jahren wieder eine Begleitpublikation herauszugeben.

Leitungsgremium hat zwei neue Mitglieder

Stephani Schmidt

Stephani Schmidt

PD

Letztlich darf der HHVW auch zwei neue Mitglieder in seinem Vereinsvorstand begrüssen. Nach längerem Suchen für eine Ergänzung des Leitungsgremiums wurde der Verein schliesslich in Stephani Schmidt und Elias Quaderer fündig.

Mit der seit 30 Jahren im Werdenberg wohnhaften Stephani Schmidt gewinnt der Verein eine erfahrene Juristin mit regem historischem Interesse, die bereits seit ihrer Pensionierung 2019 das Ortsarchiv Grabs tatkräftig unterstützt.

Elias Quaderer

Elias Quaderer

PD

Elias Quaderer aus Schaan studiert im vierten Mastersemester an der Universität Zürich Geschichte und Politikwissenschaften und hegt eine grosse Faszination für Verflechtungen, Austauschbeziehungen und wechselseitige Einflüsse zwischen den Regionen Ostschweiz, Liechtenstein und Vorarlberg, in wirtschaftlicher wie auch politischer Hinsicht.

Somit befindet sich die Historisch-Heimatkundliche Vereinigung der Region Werdenberg, trotz turbulenten Zeiten und aussergewöhnlichen Massnahmen, auf bestem Kurs.