Verkehrsversuch bei der Rheinbrücke Vaduz–Sevelen: Flexible Mittelspur soll Rückstaus am Abend vermindern

Vom 24.August bis am 2.Oktober wird beim Rheinübergang Vaduz–Sevelen ein Verkehrsversuch mit einer flexiblen Spurbewirtschaftung durchgeführt. Das teilte das Fürstentum Liechtenstein gestern Donnerstag mit.

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Jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr wird ab dem 24.August die zweite Fahrspur von Vaduz her in Richtung Sevelen doppelt geführt.

Jeweils von 16.30 bis 18.30 Uhr wird ab dem 24.August die zweite Fahrspur von Vaduz her in Richtung Sevelen doppelt geführt.

Bild: Heini Schwendener

(wo) Mit der Optimierung der Rheinübergänge, die Bestandteil des Agglomerationsprogramms Werdenberg-Liechtenstein sind, soll die Kapazität der grenzquerenden Verkehrsachsen erhöht werden. Die dreispurige Rheinbrücke Vaduz–Sevelen wird zurzeit mit zwei Fahrbahnen in Richtung Liechtenstein und einer Spur in Richtung Schweiz betrieben.

Für den Verkehrsabfluss während den Spitzenstunden am Abend in Richtung Autobahn und Sevelen steht demzufolge nur eine Spur zur Verfügung. Das führt beim Feierabendverkehr zum Teil zu erheblichem Rückstau. Die beiden Fahrbahnen von der Schweiz in Richtung Liechtenstein sind dagegen in dieser Zeit nicht ausgelastet.

System mit Unterschieden bei zeitlicher Belastung

Mit dem Ansatz, die Mittelspur entsprechend dem Verkehrsaufkommen individuell in unterschiedlicher Fahrtrichtung zu nutzen, soll die aktuelle Situation entschärft werden. Die heutige, dreispurige Rheinbrücke ist jedoch nur ein Teil dieses Rheinübergangs.

Mit insgesamt fünf Verkehrsknoten auf beiden Seiten des Rheins und unterschiedlichen zeitlichen Belastungen ist das System sehr komplex. Die Strecken für mögliche Spurwechsel sind zudem sehr kurz.

«Deshalb lässt sich auch in Simulationen nicht genau abschätzen, wie sich die abendliche Nutzung der Mittelspur als Fahrbahn Richtung Autobahn auf das umgebende Strassensystem auswirken wird und ob damit eine merkbare Entlastung erzielt werden kann»

heisst es in der Mitteilung weiter.

Im Hinblick auf die laufenden Planungsarbeiten für die Optimierung des Rheinübergangs wird die Wirkung der Spurbewirtschaftung getestet. Die Versuche beschränken sich auf die abendlichen Verkehrsspitzen von 16.30 bis 18.30 Uhr. Es werden zwei Verkehrsregimes untersucht.

Zwei Verkehrsregimes werden getestet

Im ersten wird die Optimierung für den Verkehr auf dem Rheindamm von Triesen her getestet. Er erhält eine eigene Fahrspur auf der Brücke, was die Einfahrt erleichtern soll. Die Verflechtung mit dem Verkehr aus Vaduz erfolgt auf der Rheinbrücke.

Im zweiten wird die Zollstrasse ab Einmündung der Wuhrstrasse zweispurig in Richtung Sevelen geführt. Die für den Verkehrsversuch nötigen Verkehrsumleitungen werden mit Signalisationstafeln, mobilen Abschrankungen etc. erfolgen.

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