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Verkehrssituation beanstandet: Neue Hürde für Wärmeverbund Büelriet in Sevelen

Zusammen mit der Casa Sevellun soll der Wärmeverbund Büelriet realisiert werden. Der Gemeinderat zog an der Rechnungsgemeinde den Kreditantrag aber zurück, weil in einer Vorprüfung Anpassungen verlangt werden.
Thomas Schwizer
Der Gemeinderat wird die Planung des Holzschnitzel-Wärmeverbunds Büelriet überarbeiten, denn die Verkehrssituation beim geplanten Neubau der Casa Sevellun wurde in der Vorprüfung beanstandet. (Symbolbild: Nana De Carmo)

Der Gemeinderat wird die Planung des Holzschnitzel-Wärmeverbunds Büelriet überarbeiten, denn die Verkehrssituation beim geplanten Neubau der Casa Sevellun wurde in der Vorprüfung beanstandet. (Symbolbild: Nana De Carmo)

Gemeindepräsident Roland Ledergerber gab am Dienstagabend an der Bürgerversammlung vor 104 Stimmberechtigten bekannt, dass der Kreditantrag für den Wärmeverbund Büelriet von 1,033 Millionen Franken vorerst zurückgezogen wird. Es bleibe damit bei den am 27.November 2018 von der Bürgerschaft genehmigten 710000 Franken.

Der Gemeinderat hatte der Rechnungsgemeinde ein angepasstes Gutachten vorgelegt. Nach Abschluss des Vorprojektes Casa Sevellun hatte sich nämlich gezeigt, dass die Annahmen für die Integration des Verbundes in dieses Projekt nicht realistisch sind.

Vorprüfung beanstandet Verkehrssituation

Die Vorprüfung durch den Kanton habe ergeben, dass die Zu- und Wegfahrt für die Lieferung der Holzschnitzel nicht wie vorgesehen möglich ist, informierte der Gemeindepräsident.

Der Rat habe deshalb, nach der Drucklegung der Rechnungsbroschüre, den Rückzug seines Kreditantrags für den Wärmeverbund beschlossen. Er wolle eine bewilligungsfähige Lösung vorlegen und allenfalls einen alternativen Standort für die Wärmeverbund-Zentrale prüfen.

Kostenoptimierung für Casa Sevellun

Auch Gemeinderätin Claudia Billet informierte über die beanstandete Verkehrssituation bei der Casa Sevellun. Gemäss Vorprüfung liege die Ausfahrt der Tiefgarage auf der «verkehrten Seite». Zudem habe sich bei der detaillierten Erarbeitung gezeigt, dass die Neubau-Kosten 1,5 Millionen Franken über jenen im Vorprojekt liegen würden. Eine Kostenoptimierung sei im Gange, erklärte Billet.

Der für den 19. Mai vorgesehene Abstimmungstermin über den Kredit Casa Sevellun lasse sich nicht einhalten, denn eine saubere Planung sei wichtig. Mehr Infos zu den Projekten Casa Sevellun und Wärmeverbund Büeltriet kündigten Billet und Ledergerber für eine Infoveranstaltung am 30. April an.

Einstimmiges Ja zur Rechnung 2018

Einstimmig Ja sagte die Bürgerschaft zur Rechnung 2018 mit 3,036 Millionen Franken Überschuss, der in die Reserven fliesst. Wegen anstehender Investitionen steige die Abschreibungsquote an. Deshalb sei es wichtig, dass die Gemeinde Ende 2018 über rund 15 Millionen Reserven verfüge, so der Gemeindepräsident.

Die Versammlung hiess auch den Antrag von Alfred Eggenberger gut, das Wasserwerk solle einen Brunnen mit Trinkwasser auf Hüseren erstellen.

Schliesslich informierte Feuerwehrkommandant Christian Hagmann über die Vorbereitung für die Zusammenlegung der Feuerwehren Wartau, Sevelen und Buchs in einem Zweckverband. Entsprechende Anträge sind an den Bürgerversammlungen 2020 geplant.

Zwei Gutachten genehmigt

Gemeinderat Christian Gerhard, Präsident der EW-Betriebskommission, erläuterte Gutachten und Antrag für das Anpassungs- und Erweiterungsprojekt Kommunikationsnetzzentrale. Damit würden die technische Voraussetzungen zur Abdeckung des steigenden Bedarfs an Bandbreite geschaffen. Die Kommunikations-Nutzungsgebühren müssten wohl nicht erhöht werden. Der Bruttokredit von 592000 Franken wurde einstimmig und diskussionslos genehmigt.

Ebenfalls einstimmig genehmigte die Bürgerversammlung den Brutto-Baukredit von 592000 Franken für das Wasserversorgungsprojekt «Quellableitung Plätsch–Windegg». Damit werde die Trink- und Löschwasserversorgung für die Zukunft sichergestellt, betonte Gerhardt. Er kündigte an, dass sich aufgrund der Investitionen der letzten Jahre in die Wasserversorgung eine moderate Erhöhung der Nutzungsgebühren für das Jahr 2020 abzeichnet.

Mit Wärmeverbund viel Heizöl einsparen

Gemeinderätin Ursula Wunder Novotny stellte auf Antrag der FDP-Ortspartei Energiekennzahlen der Gemeinde Sevelen als Energiestadt vor. Mit diversen Massnahmen werden unter anderem die Senkung des Verbrauchs fossiler Brennstoffe und die Begrenzung des Stromverbrauchs angestrebt. Als konkretes Beispiel, das von 2015 bis 2019 umgesetzt worden ist, nannte sie die Renovation des Schulhauses Rans, durch die jährlich 2800 Franken Energiekosten gespart werden. Mit dem Wärmeverbund Büelriet könnten nach Realisierung aller drei Etappen knapp 64000 Liter Heizöl pro Jahr eingespart werden. Allein durch die erste Etappe würden 15000 Liter weniger verbraucht. Auch mit der Umstellung der Wasserlieferung auf das Standardprodukt Wasser Schweiz nehme die Gemeinde ihre Vorbildfunktion wahr. Die bisherigen und geplanten Massnahmen verursachen pro Einwohner Mehrkosten von 3 Franken pro Jahr. (ts)

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