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Verein für Abfallentsorgung investiert 10,4 Millionen in die Zukunft

Die Delegierten des Vereins für Abfallentsorgung (VfA) haben am Donnerstag drei Anträgen zugestimmt, darunter der Erschliessung des Fernwärmenetzes für die Liechtensteinische Gasversorgung.
Thomas Schwizer
Das Fernwärmenetz Schaan wird über die bestehende Energiebrücke erschlossen. (Bild: Thomas Schwizer)

Das Fernwärmenetz Schaan wird über die bestehende Energiebrücke erschlossen. (Bild: Thomas Schwizer)

Trotz umfangreicher Revisionsarbeiten im Jahr 2017 konnte der VfA den Ertrag um 0,7 Mio. auf 40,4 Millionen Franken steigern. 23 Mio. (+0,4 Mio.) erwirtschaftete er aus der Annahme der Abfälle, 14,8 Mio. (+0,1 Mio.) aus dem Verkauf von Wärme, Dampf und Strom.

Der Gesamtaufwand für Unterhalt und Reparaturen betrug 15,8 Mio Franken (+1,8 Mio.). An grösseren Arbeiten wurden im Jahr 2017 ausgeführt: die Grossrevisionen der Öfen 2 und 3, die Sanierung des Wäschers 2 und der Einbau einer Oxidationsluftanlage sowie die Revision des Ofens 1 und der Ersatz des Elektrofilters 1, der ein Highlight darstellte.

2017 machten Kehricht und Lieferungen aus Industrie und Sortieranlagen 70 Prozent der Jahreslieferungen von 238017 Tonnen aus. (Grafik: sgt)

2017 machten Kehricht und Lieferungen aus Industrie und Sortieranlagen 70 Prozent der Jahreslieferungen von 238017 Tonnen aus. (Grafik: sgt)

Der erhöhte Unterhalts- und Ersatzaufwand führte zu einem geringeren Cashflow von 6,1 Mio. Franken (–1,7 Mio.). Dieser muss statutengemäss für Abschreibungen verwendet werden, wie VfA-Präsident Guido Germann an der Delegiertenversammlung ausführte.

Im Budget für 2018 wird mit einem Cashflow von 8,8 Mio. Franken gerechnet. Nach Abschreibungen weist der VfA per Ende 2017 ein Anlagevermögen von 13,5 Mio. und ein langfristiges Fremdkapital von 13 Mio. Franken aus. Die Jahresrechnung 2017 und das Budget 2018 wurden einstimmig gutgeheissen.

Wärmeenergie ersetzt 23 Millionen Liter Heizöl

In seinen Ausführungen stellte Germann fest: «Der VfA ist in einer guten Position.» Die Erträge seien breit abgestützt, die Anlagen weitgehend abgeschrieben.

Urs Brunner, Vorsitzender der Geschäftsleitung, zeigte auf, dass der VfA noch über genügend Wärmeenergie verfügt, die sinnvollerweise für die Energieproduktion verwendet werden könnte. 2017 ersetzten die Fernwärme- und Prozessdampflieferungen aus der KVA in Buchs 23 Millionen Liter Heizöl. Die KVA Buchs sei im schweizweiten Vergleich beim Energienutzungsgrad sehr gut positioniert, hielt Brunner fest.

Investitionen von 10, 4 Millionen gutgeheissen

Die Delegierten genehmigten einstimmig drei Investitionsaufträge. In die Erneuerung des Prozess- und Leitsystems mit Kommandoräumen werden 5,72 Mio. Franken investiert. Damit können auch in Zukunft die Funktionalität und Sicherstellung des Betriebs der Anlagen in der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) gewährleistet werden.

Für die Optimierung der Stromabgabe durch die Aufheizung der Heisswasserspeicher mit überschüssigem Strom wurden 2,845 Mio. Franken bewilligt. Mit diesem Projekt sollen die Stromlieferungen so gesteuert werden, dass ein Malus möglichst vermieden werden kann.

Mit dem dritten bewilligten Antrag und einer Investition von 1,815 Mio. Franken wird das Fernwärmenetz Schaan über die bestehende Energiebrücke für die Liechtensteinische Gasversorgung erschlossen. Diese wird die Fernwärme aus der Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) Buchs beziehen.

Weitere hohe Investitonen in Sicht

Eine Anregung für tiefere Anlieferpreise in der KVA wurde verworfen, auch weil weitere hohe Investitionen in Sicht sind. So steht spätestens Ende 2020 die Erstellung einer neuen Schlackenaufbereitungsanlage für eine weitergehende Ausscheidung der Nichteisen-Metalle an, wie VfA-Präsident Guido Germann ausführte. Das Projekt ist aufgrund der neuen Verordnung über die Vermeidung und Entsorgung von Abfällen nötig.

Dafür muss derzeit mit Investitionen von 15 bis 20 Mio. Franken gerechnet werden. Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist aus Germanns Sicht ungenügend, weshalb er aus Sicht des VfA auf eine Korrektur der vom Bund verlangten Anpassungen hofft.

Bis im Herbst des laufenden Jahres soll die separate Erschliessung des Kompostierwerks Ceres realisiert werden. Mit diesem Projekt soll der Verkehr auf dem Rheindamm entflechtet werden. Es wird mit Kosten von 620000 Franken gerechnet. Diese Summe fällt in die Kompetenz des Vorstands. Wegen des Radweges auf dem Rheindamm wird das Tiefbauamt des Kantons St. Gallen daran einen Beitrag von 65 Prozent leisten. Die Restkosten von 217000 Franken tragen der VfA (75 Prozent) und das Rheinunternehmen (25 Prozent). Letzteres wird gleichzeitig mit der separaten Erschliessung des Kompostierwerks durch den VfA die Interventionspiste realisieren.

6,45 Prozent mehr Bezüger von Fernwärme

Buchs  Im Jahr 2017 konnte der Verein für Abfallentsorgung (VfA) die Zahl der Bezüger von Fernwärme um 71 auf 1171 steigern. Allein in Grabs werden 50 Liegenschaften neu mit Fernwärme versorgt.

Im vergangenen Jahr haben weitere 24 Liegenschaften in Buchs auf den Bezug von Fernwärme umgestellt, das Gebiet Chlini Grof bis Schützenweg und Rietlistrasse wurde neu ans Netz angeschlossen. 2017 wurden in Grabs zusätzliche 50 Liegenschaften beliefert, womit hier Ende Jahr total 278 Fernwärmebezüger verzeichnet waren (+21,92 Prozent). In den kommenden Jahren werden in Grabs weitere Anschlüsse erwartet.

In Buchs und Grabs wurden insgesamt per Ende des vergangenen Jahres 1171 Fernwärmebezüger versorgt, das sind 71 mehr als im Vorjahr (+ 6,45 Prozent). Der Gesamtanschlusswert stieg im Jahr 2017 um 2,44 Prozent auf 66588 kW.

Die Bauabrechnung des Fernwärmenetzes Grabs schloss letztlich mit 16,84 Mio. um 5,7 Prozent tiefer ab als der im 2012 genehmigte Rahmenkredit von 17,8 Mio. Franken vorsah. Die Anschlussleistung ist zudem um 3,4 Prozent höher ausgefallen als erwartet. Der Kanton St. Gallen hat an das Projekt Fördergelder von 670000 Franken zugesichert.

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