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Strategie für Stadt Buchs: «Verdichten, aber nicht um jeden Preis»

Beim ersten Infoanlass zur Revision der Ortsplanung der Stadt Buchs erläuterten die drei Referenten am Dienstag im BZB, warum diese nötig ist und was damit erreicht werden soll.
Hanspeter Thurnherr
Wie soll sich die Stadt Buchs künftig entwickeln? Die Revision der Ortsplanung stellt in den nächsten Jahren die Weichen. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Wie soll sich die Stadt Buchs künftig entwickeln? Die Revision der Ortsplanung stellt in den nächsten Jahren die Weichen. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

«Es geht darum, die Reglemente der Stadt, welche die Ortsplanung betreffen, innert nützlicher Frist an die neuen Gesetze von Bund und Kanton anzupassen», sagte einleitend Stadtpräsident Daniel Gut. 2010/11 habe man den Masterplan erarbeitet, 2011 den Richtplan revidiert und später die Teilzonenpläne überarbeitet. Gleichzeitig habe aber der Bund das neue Raumplanungsgesetz (RPG) in Kraft gesetzt, das zu einem neuen Kantonalen Planungs- und Baugesetz führte. Deshalb müsse nun die Stadt mit einer Gesamtrevision die Zonenplanung und das Baureglement an diese neuen Gesetze anpassen.

«Lernen mit den Gemeinden»

Raumplaner Armin Meier vom Büro Strittmatter Partner AG und Ralph Etter, Leiter des kantonalen Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG), erläuterten abwechselnd, warum es Raumplanung braucht, was sich durch die neuen Gesetze ändert und wie der Revisionsprozess ablaufen soll.

Gemäss Ralph Etter hat sich der Lebensraum durch Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum, aber auch durch das Pendeln (mehr Verkehrsinfrastruktur) und steigenden Raumanspruch beim Wohnen verändert. «Die Siedlungen sind in die Fläche gewachsen.» Auf diese Zersiedelung reagiert das vom Schweizer Stimmvolk angenommene RPG. Die konkrete Umsetzung sei für den Kanton «ein Lernen mit den Gemeinden». Mit griffigen Bestimmungen bei der Begrenzung des Siedlungsgebietes, bei Siedlungsentwicklung und Bauzonendimensionierung, bei der Abstimmung von Siedlung und Verkehr sowie beim Kulturlandschutz will man dem RPG gerecht werden. Wie Armin Meier präzisierte, legt der Kanton die Grössen für die Gesamtentwicklung fest. Neu ist die ÖV-Entwicklung eine wichtige Grösse. Und Neueinzonungen seien erst nach «konsequenter Mobilisierung» der bestehenden Baulandflächen möglich.

Buchs ist ein Regionalzentrum

Ralph Etter beschrieb, wo das Raumkonzept des Kantons die Stadt Buchs einordnet: «als Regionalzentrum und Ortschaft im urbanen Verdichtungsraum». Die Strategie setze für die Stadt unter anderem auf eine qualitativ hochstehende Verdichtung – «aber keine Verdichtung um jeden Preis» –, auf attraktive Flächen für wettbewerbsfähige Wirtschaftszweige, oder sehe sie als Bildungs-, Gesundheits- und Kulturzentrum für das Einzugsgebiet. Etter zeigte an Beispielen, wo und wie gewisse Entwicklungen sinnvoll sein könnten.

Armin Meier erklärte, welche Bauvorschriften im kantonalen Baugesetz geändert haben. Bisher steckten Normen wie Geschossigkeit, Grenzabstand, Gesamthöhe und Gebäudelängen den Rahmen ab. Neu gibt es keinen Grenzabstand und keine Ausnützungsziffer mehr. Das Baugesetz regelt auch das Verhältnis zum Nachbarn, wobei es um die Frage des «vernünftigen Masses» gehe.

Bevölkerung kann mitwirken

Beim ganzen Revisionsprozess der Ortsplanung kann die Buchser Bevölkerung stufengerecht mitwirken, wie Daniel Gut erläuterte. Vorgesehen sind dazu regelmässige Infoveranstaltungen, ein «Sounding Board» (unterschiedliche Personen aus der Bevölkerung beurteilen die Vorschläge der Projektgruppe), spezielle Quartieranlässe sowie Mitwirkungsverfahren zu den Richt- und Nutzungsplänen. Dieser Prozess soll in der ersten Hälfte 2021 abgeschlossen sein.

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