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VDL investiert weiter in Trübbach

Die VDL ETG Switzerland AG plant umfassende Erneuerungen und investiert Millionen. Ein erstes neues Bearbeitungs-Center für 3,5 Millionen Franken wird anfangs Jahr die Produktion aufnehmen.
Katharina Rutz
Die VDL-Mitarbeiter freuen sich über das neue Maschinen-Center: (von links) Peter Bärtsch, Reto Rüttimann, Michael Blaas, Reto Zimmermann, Michael Bollhalder, Baha Akyel, John Piggen (CEO) und Daniel Kohler. (Bild: Katharina Rutz)

Die VDL-Mitarbeiter freuen sich über das neue Maschinen-Center: (von links) Peter Bärtsch, Reto Rüttimann, Michael Blaas, Reto Zimmermann, Michael Bollhalder, Baha Akyel, John Piggen (CEO) und Daniel Kohler. (Bild: Katharina Rutz)

Im September 2017 stand John Piggen, Geschäftsführer der VDL ETG Switzerland AG, noch in einer alten, leeren Maschinenhalle. Heute erscheint die Halle in neuem Glanz und das riesige Fräs- und Drehcenter zum Bearbeiten von Grossbauteilen nimmt die Hälfte des Platzes ein. «Die ersten Musterteile haben wir bereits hergestellt. Nun gilt es, die Mitarbeiter mit der Maschine vertraut zu machen und sie daran auszubilden», sagt John Piggen. Im Fachjargon nennt sich dies «die Maschine muss eingefahren» werden.

Anfang Januar sollen dann auf dem neuen Bearbeitungs-Center die ersten Kundenaufträge produziert werden können. «Wir haben bereits einige Aufträge», freut sich Piggen. Das holländische Mutterhaus VDL Groep hat mit der neuen Maschine 3,5 Millionen Franken in den Schweizer Standort investiert. Es handelt sich dabei um die ersten nennenswerten Investitionen seit zehn Jahren. VDL Groep hat das Unternehmen, das seine Wurzeln in der Maschinenfabrik von Oerlikon Balzers hat und vor allem für Vakuumtechnik bekannt ist, vor dreieinhalb Jahren übernommen.

Umfassende Investitionen sind geplant

Bereits sind weitere Investitionen in den Standort geplant. «Ein weiteres ähnliches Bearbeitungs-Center für etwas kleinere Bauteile ist bestellt», sagt John Piggen. Die rund zwei Millionen Franken teure Maschine soll im April 2019 geliefert werden. Zudem will VDL ETG Switzerland AG in den Bereich Vakuumlöten, den Messraum, die Reinigung und die dazugehörenden Qualifizierungsanlagen investieren. Auch die Software und IT-Infrastruktur muss erneuert werden, um der verstärkten Automatisierung in der Produktion gerecht zu werden. «Allerdings kaufen wir auch noch eine konventionelle Drehmaschine neu. Diese ersetzt eine Maschine aus dem Jahr 1964, da wir immer noch Produkte herstellen, die nur damit effizient gefertigt werden können. Die Teile werden immer noch nach einem Plan aus den Sechziger-Jahren hergestellt», erzählt John Piggen.

«All die geplanten Investitionen sind nötig, um am Ball zu bleiben, sonst verlieren wir den Anschluss», sagt der Geschäftsführer. «Wir haben vieles nachzuholen, was in den letzten zehn Jahren versäumt wurde.»

Die Trendwende ist geschafft

Dennoch: Aufs Geratewohl investiert auch die VDL Groep nicht. «Wir haben die Auslastung und Produktivität im letzten Jahr steigern können. Die Trendwende ist deutlich spürbar», sagt der Geschäftsführer. «Diese Firma war wie ein Brillant unter einer dicken Staubschicht.» Doch dank der treuen Kunden und der ausgezeichneten Mitarbeiter gehöre dieses Kapitel nun der Vergangenheit an. John Piggen zeigt sich zufrieden mit dem aktuellen Geschäftsgang. Übermütig wird er aber dennoch nicht. «Wir wollen lieber klein und fit bleiben. So können wir dem Markt folgen und unsere Chancen ergreifen», sagt er.

Qualifizierte Fachkräfte sind Mangelware

Zurzeit beschäftigt das Unternehmen 135 Mitarbeiter. «Wir würden noch einige qualifizierte Fachkräfte einstellen, vor allem im CNC-Produktionsbereich», sagt er. Doch sei es schwierig solche zu finden. Auch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung behält John Piggen kritisch im Auge. Der Bedarf an Produkten für den Halbleitersektor sei zwar nach wie vor sehr hoch, doch könne sich dies auch wieder ändern. Deshalb arbeitet die VDL ETG Switzerland AG auch daran seine Produkte und Märkte zu diversifizieren. «So könnte die Trübbacher Vakuumtechnik noch vermehrt in der Beschichtungsbranche oder im analytischen Bereich zum Einsatz kommen», so John Piggen.

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