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VAT sieht positive Signale: Abschwächung der Nachfrage hat Tiefpunkt wohl erreicht

Der Auftragseingang des Vakuumventile-Herstellers ist im ersten Quartal 2019 erneut gesunken. Die Führung geht aber davon aus, dass der Tiefpunkt erreicht sein könnte. Kurzarbeit ist noch maximal bis Ende September möglich.
Thomas Schwizer
Im ersten Quartal 2019 verzeichnete die VAT eine vermehrte Kundennachfrage nach neuen Produkten. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Im ersten Quartal 2019 verzeichnete die VAT eine vermehrte Kundennachfrage nach neuen Produkten. (Bild: Gian Ehrenzeller/Keystone)

Im ersten Quartal 2019 hat die börsenkotierte VAT Gruppe einen Auftragseingang von 127,8 Millionen Franken erzielt, wie sie am Dienstag bekannt gab. Das sind 5 % weniger als im vierten Quartal 2018 und satte 40,5 % weniger als im ersten Quartal 2018.

Der Nettoumsatz liegt im ersten Quartal 2019 mit 127,7 Millionen Franken 14,2 % unter dem Vorquartal und 35,4 % tiefer als vor einem Jahr.

Rückgang fällt nur noch moderat aus

Die seit Mitte 2018 anhaltende Marktabschwächung in der Halbleiter- und Displayindustrie habe sich fortgesetzt, stellt die VAT in ihrem Quartalsbericht fest. Das Unternehmen deutet den moderateren Rückgang bei Auftragseingang und Nettoumsatz so, dass der Tiefpunkt der schwächeren Nachfrage erreicht sein könnte.

Im mit Abstand umsatzstärksten Segment Ventile liegt der Auftragseingang 44 Prozent tiefer als vor einem Jahr. Weiterhin würden grössere Kundeninvestitionen in Fertigungsanlagen fehlen, heisst es dazu.

Mehr Kundenanfragen nach neuen Produkten

Dank der Technologieführerschaft habe die VAT jedoch im ersten Quartal 2019 mehr Kundenanfragen nach neuen Produkten verzeichnet. Die Firma sieht sich dank Neuentwicklungen dafür gut gerüstet.

Die VAT beurteilte die Marktabschwächung im Herbst 2018 als vorübergehend. Deshalb beantragte sie Kurzarbeit für 400 Produktionsmitarbeitende der VAT Vakuumventile AG, um bei einer Erholung der Nachfrage gut aufgestellt zu sein. Temporäre Arbeitsplätze wurden abgebaut. Der Kanton bewilligte das Gesuch, die Kurzarbeit läuft seit Oktober 2018.

Ersatzanstellung auch während Kurzarbeit möglich

Die Arbeitslosenkasse deckt 80 Prozent der Lohneinbussen der Mitarbeiter. Die Kurzarbeitsentschädigung ist auf zwölf Monate begrenzt, der Entschädigungsanspruch wird Ende September 2019 erschöpft sein. In der Kurzarbeit sind Überstunden-Guthaben abzubauen.

Eine Ersatzanstellung für spezialisierte Aufgaben ist möglich, wenn sie nicht durch andere Mitarbeiter übernommen werden können. Das teilt das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) auf Anfrage des W&O mit.

Kurzarbeit ist nicht vom Gewinn abhängig

Grundsätzlich hat jedes Unternehmen Anrecht darauf, einen Antrag auf Kurzarbeit zu stellen. Das gilt auch für die VAT, die 2018 einen Gewinn von 135,7 Millionen Franken erzielt hat. Entscheidend ist alleine, dass ein wirtschaftlich bedingter Arbeitsausfall aussergewöhnlich und mutmasslich vorübergehend ist, schreibt das AWA.

VAT-CEO Mike Allison hat in einem SRF-Interview am 25. Oktober 2018 festgestellt:

«Wir versuchen, es allen recht zu machen: Unseren Aktionären und der Region mit den hier geschaffenen Stellen.»

Die VAT wolle wettbewerbsfähig bleiben und dafür sorgen, dass dies so bleibt.

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