VAT: Kurzarbeit bis September möglich

Wegen der schwächelnden Nachfrage gilt für 400 Produktionsmitarbeitende der VAT Vakuumventile AG noch immer Kurzarbeit Spätestens 2020 soll die schwächelnde Nachfrage wieder anziehen. Die Zahlen des Unternehmens in Haag für das Jahr 2018 liegen auf Vorjahresniveau.

Thomas Schwizer
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Die VAT will ihre Marktführerschaft weiter ausbauen. (Bild: PD)

Die VAT will ihre Marktführerschaft weiter ausbauen. (Bild: PD)

Seit Oktober 2018 befinden sich 400 Mitarbeitende in der Produktion der VAT Vakuumventile AG in Kurzarbeit. Bereits vor Einführung der Kurzarbeit hat der Entwickler, Hersteller und Zulieferer von hochwertigen Vakuumventilen in Haag rund 200 Temporärarbeitsplätze abgebaut und steht aktuell bei 990 Vollzeitstellen. In Malaysia beschäftigt VAT 270 Mitarbeitende (+20 gegenüber dem Vorjahr), in Rumänien 240 (–60 gegenüber 2018).

Hoffen auf ein Ende der Nachfrageschwäche

Wie bereits für das erste Quartal 2019 wird die VAT beim Kanton wohl ein weiteres Gesuch einreichen, damit die Kurzarbeit bis Ende Juni weitergeführt werden kann. «Wir prüfen die Situation regelmässig», stellt Unternehmenssprecher Michel Gerber auf Anfrage fest. Maximal kann der Kanton bis Ende September eine Bewilligung aussprechen.

VAT-Geschäftsführer Mark Allison hofft, dass die Kurzarbeit im Sommer enden kann. Dies ist allerdings abhängig vom Geschäftsgang, der weiter geprägt ist von einer deutlichen Marktabschwächung, vor allem bei Produktionsanlagen für die Halbleiterindustrie.

Für 2020 rechnet Allison mit einer Verbesserung der Nachfrage. Im Jahr 2018 konnte die VAT trotz eines deutlich schwächeren letzten Quartals Ergebnisse in Vorjahreshöhe erzielen. Für 2019 dagegen sind die Aussichten weniger gut.

Investitionsvolumen bleibt hoch

Mit 30 bis 35 Millionen Franken plant die VAT auch im laufenden Jahr die Investitionen hoch zu halten. Denn sie will technologisch in der Spitzenposition bleiben und ihre Marktführerschaft weiter ausbauen, um beim spätestens für 2020 erwarteten Anstieg der Nachfrage bereit zu sein. Im Jahr 2018 konnte sie den Marktanteil von 46 auf 49 Prozent steigern.

VAT fährt Forschung und Entwicklung hoch

Die VAT hat am Donnerstag ihr Ergebnis für die ersten neun Monate 2018 bekannt gegeben. Die Nachfrage hat sich verlangsamt, vor allem auf Grund von Verzögerungen bei Halbleiterprojekten im Bereich Speicherchips. Weil die VAT für 2019 wieder steigende Investitionen auf dem Markt erwartet, hat sie die Investitionen in Forschung und Entwicklung verstärkt.
Thomas Schwizer