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Vage oder verbindliche Angaben zur psychiatrischen Tagesklinik?

Betreffend der räumlichen Ausbaumöglichkeiten der psychiatrischen Tagesklinik am heutigen Standort in Trübbach gehen die Meinungen der Vermieterin und der Mieterin auseinander.
Thomas Schwizer
Die Investitionskosten für das Psychiatriezentrum halten sich bei den Varianten Tiefriet Sargans und Ausbau in Trübbach in etwa die Waage, sagt der CEO der St. Gallischen Psychiatrie-Dienste Süd. (Bild: Robert Kucera)

Die Investitionskosten für das Psychiatriezentrum halten sich bei den Varianten Tiefriet Sargans und Ausbau in Trübbach in etwa die Waage, sagt der CEO der St. Gallischen Psychiatrie-Dienste Süd. (Bild: Robert Kucera)

Mitte 2021 wird das Psychiatriezentrum von Trübbach in einen Neubau im Tiefriet in Sargans umziehen. Das haben die St. Gallischen Psychiatrieverbunde beschlossen und am 6. November kommuniziert. Ein eingehender Variantenvergleich habe den Ausschlag für Sargans gegeben.

Sargans habe vor allem betreffend Erreichbarkeit, Vernetzung mit vor- und nachgelagerten Leistungspartnern und Flächennutzung besser abgeschnitten.

Mieterin: «Grobe und vage Angaben im Angebot»

Beim Kaufareal in Trübbach würden grobe und vage Angaben im Angebot der Vermieter in Quadratmetern und Franken auf Unsicherheiten hinweisen, was an Flächenzusage letztlich tatsächlich möglich wäre. Das stellt der CEO der Psychiatriedienste Süd (PDS), Christoph Eicher, auf Anfrage des W&O fest. Die aufgerechneten, von der Vermieterin vorgeschlagenen Flächen seien fest an Dritte vermietet. Zudem würden die Angaben ein Nachbargebäude einschliessen, das grundlegend umgebaut oder gar neu erstellt werden müsste. Das hätte für die PDS «absehbar Kosten über das grob veranschlagte Investitionsvolumen hinaus bedeutet, Auswirkungen auf den Mietzins inklusive», so Eicher.

Sein Fazit für das Ausbau- angebot in Trübbach lautet: «Flächenpotenzial in der Theorie ja». Hinsichtlich Raumnutzung, Flächeneffizienz und minimierter Unterhaltskosten «als Kernanforderungen für eine dienliche Raum- und Infrastruktursituation» gebe es hier aber Einschränkungen, hält der CEO der PDS fest.

Vermieterin: «Durchaus verbindliche Zusagen»

Anders sieht es Felix Kauf aus Sicht der Vermieterin in Trübbach. Die Aussagen im Ausbau-Konzept für die PDS am heutigen Standort des Psychiatriezentrums seien nicht vage, sondern «durchaus verbindlich». Kauf bekräftigt, «dass wir sowohl den prognostizierten Mehrbedarf an Räumen garantieren wie auch die benötigten baulichen Massnahmen umsetzen können». Im Konzept der Vermieterin werde zudem deutlich, dass sie seit Mietbeginn im Jahr 2008 in diversen Etappen grosse Investitionen getätigt habe, die den steigenden Raumbedürfnissen der Psychiatrie Rechnung getragen hätten.

Die Zusage der Vermieterin betraf in Trübbach ab Mitte 2020 einen ersten Teil der 1000 m2 Ausbaufläche, ab Mitte 2021 einen zweiten. Auch jene Fläche, die vertraglich erst Mitte 2021 verfügbar wäre, könnte bei Bedarf früher zur Verfügung gestellt werden, fügt Felix Kauf bei.

PDS: «Unsere Investitionen halten sich die Waage»

Die Vermieterin sei bereit, für einen Umbau der zusätzlich gewünschten Fläche von 1000 m2 in Trübbach 1,5 bis 2 Millionen Franken zu investieren. Derzeit meldet die PDS einen Bedarf von zusätzlich 700 m2 an. Bei weiterem Bedarf könnten in einem Nebengebäude weitere 500 bis 600 m2 zur Verfügung gestellt werden – «zu marktkonformen Mietzinsen, die sicher nicht über dem Niveau des Projektes in Sargans liegen», betont Kauf.

Wie sieht ein Kostenvergleich für die Varianten Ausbau in Trübbach und Tiefriet Sargans aus? Für den Neubau in Sargans hat die PDS auf Basis einer groben Schätzung knapp 1 Million Franken an Investitionen kalkuliert. Jene bei der angebotenen Erweiterung in Trübbach sind mit 650000 Franken veranschlagt. Nicht berücksichtigt sind dabei gemäss Christoph Eicher Folgekosten und Ertragsausfälle aufgrund von Umbauten bei laufendem Behandlungsbetrieb. «Wir gehen davon aus, dass sich die Aufwendungen bei erheblichen Unsicherheiten in beiden Varianten etwa die Waage halten.»

In Grundinfrastruktur investiert

Seit 2008 hat die PDS in Trübbach 0,7 bis 0,9 Millionen Franken in die Grundinfrastruktur investiert, um den Behandlungsbetrieb zu optimieren, die Aufnahmekapazität zu erhöhen und der Leistungsnachfrage zeitnah besser gerecht zu werden, führt Eicher aus. Diese Summe sei abgeschrieben.

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