Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Genossenschaft soll beim Bau eigener Fotovoltaikanlagen unterstützen

Initiant Roger Rusterholtz bereitet die Gründung der Genossenschaft ESG-Ost vor. Sie dient der Förderung von Solarenergie mittels eigener Fotovoltaikanlage, die selbst gebaut werden kann.
Wer selbst eine Fotovoltaik-Anlage bauen will, bekommt fachkundige Unterstützung. (Bild: PD)

Wer selbst eine Fotovoltaik-Anlage bauen will, bekommt fachkundige Unterstützung. (Bild: PD)

Solarenergie ist notwendiger denn je. Das wurde an der 17. Nationalen Fotovoltaiktagung Swisssolar in Bern aufgezeigt. Die Tagung wurde mit einem Rekord von 630 Teilnehmenden besucht. Dort hiess es «Fotovoltaik für den Klimaschutz: Wir brauchen 25 Mal mehr Solarstrom.» Wie soll das gehen? Wer soll das bezahlen?

Es ist möglich. Für ein Einfamilienhaus schlägt eine selbst gebaute Solaranlage deutlich weniger zu Buche, als man dies von früheren Jahren her kennt. In der Schweiz wurden für den Selbstbau von Fotovoltaik (FV)-Anlagen in den vergangenen Jahren bereits sieben Genossenschaften gegründet, deren Mitglieder selber Strom produzieren und ihre FV-Anlage selber gebaut haben oder dies noch tun wollen.

Der Traum einer eigenen, erschwinglichen Solaranlage ist bereits Realität. Initiant Roger Rusterholtz beschäftigt sich derzeit mit der Gründung der Energie Selbstbau Genossenschaft Ost ESG. Interessierte aus den Kantonen St. Gallen, Thurgau und beider Appenzell, die sich als Genossenschafter bzw. als Mitglied bewerben, erhalten ausführliche Information unter der Website www.esg-ost.ch.

Roger Rusterholtz befasst sich beruflich schon seit langem mit Energietechnik. Während 13 Jahren war er Professor für Energietechnik und Mechatronik an der Interstaatliche Hochschule Buchs NTB. Als Gemeinderat engagierte er sich für die am 1. März 2012 gegründete Grabs Solar AG. Und heute ist er als unabhängiger Berater bei Adlatus Ostschweiz aktiv und Initiant der Genossenschaft ESG-Ost.

Es braucht mehr Fotovoltaik

Wie an der Swisssolar verlautete, muss der Leistungszubau an FV-Anlagen verfünffacht werden. Nur so sei das Ziel eines Ausbaus von heute 2 auf insgesamt 50 Gigawatt FV-Leistung bis 2050 zu erreichen. Dazu können auch kleinere, private Anlagen beitragen – nach dem Motto «Kleinvieh macht auch Mist». Davon ist Roger Rusterholtz überzeugt. Deshalb setzt er auf die Selbstbau-Genossenschaft.

Die Kosten zum Selbstbau einer Fotovoltaikanlage werden deutlich niedriger ausfallen. Das Material wird über die Genossenschaft günstig eingekauft und beim Bau der Anlage helfen neben Fachleuten (Fachplaner, Gerüstbauer und konzessionierte Elektriker) Genossenschafter, die bereits eine Anlage gebaut haben. «Die Erfahrung zeigt, dass sich viele nicht nur wegen der günstigeren Entstehungskosten für den Selbstbau entscheiden. Sie lernen während des Baus ihre Fotovoltaikanlage und die Komponenten kennen, was für den späteren Betrieb der Anlage von Vorteil ist.» Genossenschafter können damit einen Beitrag leisten, das hehre Ziel der Umsetzung der Verpflichtungen aus dem Pariser Klimaprotokoll zu erreichen. Das heisst: Bis ins Jahr 2050 müsste die Leistung von rund 50 Gigawatt generiert werden – auch als AKW-Ersatz.

Noch bevor die Genossenschaft der ESG-Ost definitiv gegründet ist, wird in der Region ein Informationsanlass organisiert. Eingeladen sind mögliche Bauherren, die einen FV-Anlage im Selbstbau realisieren wollen. Lieferanten, Handwerker (Gerüstbauer, Elektriker, Dachdecker, Spengler) und Institutionen, die an einer weiteren Verbreitung von FV-Anlagen interessiert sind. Selbstverständlich stellt die Genossenschaft auch Fachberater, die für die Planung und die Bauleitung zur Verfügung stehen.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.