In Autowaschanlagen in Grabs und Buchs mit Hochdruck ran an den Dreck: Unterschiedliche Handhabung in der Region wird hinterfragt

Autowaschanlagen durften in der Region Werdenberg am Montag wieder geöffnet werden. Die Nachfrage war schon am Morgen gross, denn Blütenstaub und Tropfen von Blättern stören Saubermänner.

Thomas Schwizer
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Hans Senn aus Buchs in der Waschanlage bei der Landi Buchs im morgendlichen Putzeinsatz.

Hans Senn aus Buchs in der Waschanlage bei der Landi Buchs im morgendlichen Putzeinsatz.

Schon vor 9 Uhr morgens waren die Autowaschanlage von Uniwash an der Werdenstrasse in Grabs und jene bei der Landi in Buchs gut genutzt. Wer hier den Blütenstaub und klebrige Tropfen von Bäumen mit Hochdruck abwusch oder die Staubsaugeranlagen benutzte, war froh, dass er sein Auto aussen und innen wieder auf Vordermann bringen konnte. Das zeigten die Aussagen, welche die Nutzer dieser beiden Anlagen am Montagmorgen gegenüber dem W&O machten.

Ernst Bänziger: «Ich habe es gerne sauber»

«Ich habe es gerne sauber», sagt Ernst Bänziger aus Buchs. Er wolle auch verhindern, dass die Tropfen von Baumblättern und Blütenstaub sich mit der Zeit auf dem Auto «einfressen».

Ernst Bänziger rückt dem Blütenstaub an seinem Auto bei der Uniwash-Anlage in Grabs mit Hochdruck zu Leibe.

Ernst Bänziger rückt dem Blütenstaub an seinem Auto bei der Uniwash-Anlage in Grabs mit Hochdruck zu Leibe.

Grundsätzlich zeigten die Nutzer der beiden Autowaschanlagen Verständnis für die durch Coronamassnahmen bedingte Schliessung. Ein morgendlicher Autowäscher erinnert sich an den Tag, als die Polizei die Waschanlage in Grabs mit Bändern absperrte.

Verständnis für Massnahmen, aber nicht für Unterschiede

Eine Gruppe mit zahlreichen Personen sei auf dem Areal beieinandergestanden, was nicht erlaubt war. Weniger Verständnis erntet, dass Autowaschanlagen im Fürstentum Liechtenstein geöffnet blieben, während sie diesseits des Rheins nicht genutzt werden durften. In der Region mit offenen Grenzen sei dies nicht einleuchtend, war man sich einig.

Während mehrerer Wochen mussten die Autowaschanlagen im Werdenberg wegen der Corona-Massnahmen geschlossen bleiben, hier jene von Uniwash in Grabs.

Während mehrerer Wochen mussten die Autowaschanlagen im Werdenberg wegen der Corona-Massnahmen geschlossen bleiben, hier jene von Uniwash in Grabs.

Uniwash hat vor der Wiederöffnung die Funktionsfähigkeit der Anlagen in Grabs überprüft. Auch Christian Sassmann von Uniwash setzte auf Anfrage des W&O ein Fragezeichen hinter die ungleiche Handhabung bezüglich der Autowaschanlagen in den Kantonen, Liechtenstein und Österreich in den vergangenen Wochen. Die Coronamassnahmen und deren Umsetzung entscheide jedes Land separat, stellt er fest.

Über die Sinnhaftigkeit der vergangenen Schliessung der Autowaschanlagen könnte man diskutieren. Tatsächlich sind viele Schweizer Kunden nach Liechtenstein ausgewichen, um ihr Auto sauber zu halten, stellte Christian Sassmann von Uniwash fest.