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Trübbach: Politik, Wirtschaft und Forschung wollen Ungewöhnliches kreieren

Die FDP Wartau lud bei der Evatec AG zur Infoveranstaltung zum Thema Innovation.
Hanspeter Thurnherr
Die drei Referenten Heinz Mathis, Beat Tinner und Richard Quaderer (von links) beleuchteten das Thema Innovation von unterschiedlichen Gesichtspunkten. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Die drei Referenten Heinz Mathis, Beat Tinner und Richard Quaderer (von links) beleuchteten das Thema Innovation von unterschiedlichen Gesichtspunkten. (Bild: Hanspeter Thurnherr)

«Innovation ist, wenn der Markt Hurra schreit», begann Richard Quaderer, Geschäftsführer des Forschungs- und Innovationszentrums Rhysearch in Buchs, sein Referat. Kreieren des Ungewöhnlichen sei ein weiteres Kennzeichen. Aber alleine mache dies noch keine Innovation, denn die Umsetzung gehöre dazu. Die Region Alpenrheintal sei die führende Hightech-Region in Europa, dominiert von der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie. Rhysearch fokussiere auf die regionalen KMU und arbeite mit verschiedenen starken Partnern wie NTB, Uni Liechtenstein, Empa, AGV und IHK sowie diversen Firmen zusammen.

Schwerpunkte der Forschung- und Entwicklung sind die Optische Beschichtung und die Präzisionsfertigung. An Beispielen zeigte Quaderer, dass die Anforderungen bezüglich Präzision «am Limit des Machbaren» liegen. Konkret: im Bereich von Bruchteilen eines Haardurchmessers. Die wichtigste Ressource für die Innovationskraft unserer Wirtschaftsregion bleibe der Mensch, was auch lebenslanges Lernen voraussetze. Der Kampf um die Fachkräfte und Talente werde sich dabei verschärfen. Die Digitalisierung sei mehr Chance als Risiko.

5G für die schnelle Reaktionszeit

Professor Heinz Mathis, Leiter am Institut für Kommunikationssysteme an der Hochschule für Technik in Rapperswil, zeichnete die Entwicklung beim Mobilfunk nach, von der ersten Generation mit Natel bis zur heutigen vierten Generation. Nun entstehe mit 5G das erste Netz der Dinge mit Ansprüchen an schneller Reaktionszeit, hoher Verfügbarkeit und Sicherheit, langhaltenden Batterien und Energieeffizienz. Mit den neuen 5G-Antennen werde versucht, den Strahl nur so breit wie nötig zu senden. Mehrere User werden dabei unterschiedlich bedient. Die Anwendungsmöglichkeiten reichten von Industrie 4.0 und Infrastruktur über Mobilität bis zu Gesundheit oder Medien.

Der Blick ist auf 6G gerichtet

Die Risiken für 5G sieht Mathis in der Konkurrenz durch andere Netze (zum Beispiel Glasfaser oder WiFi), in der Akzeptanz durch die Bevölkerung und im Messverfahren, um 5G den Vorschriften unterwerfen zu können. Der Blick sei bereits auf 6G gerichtet. Anwendungsmöglichkeiten sind 360-Grad-Video-­Streaming oder Holoportation (Avatare). Das Erste ermögliche zum Beispiel fliegen lernen an Simulatoren, das Zweite nachhaltigere Sitzungen und dadurch Einsparung von Reisen.

ÖV-Nähe zu den Arbeitgebern

Der Wartauer Gemeindepräsident Beat Tinner nannte Rhy­search und die Fachhochschule Ostschweiz als zwei Beispiele, für die sich die Politik eingesetzt habe. Trübbach – mit seinen Betrieben wie etwa die Evatec AG – sei ein Forschungsstandort und ein «Versuchslabor». Die Gemeinde habe Einflussmöglichkeit mit der Richt- und Ortsplanung. Wichtig sei auch die ÖV-Nähe zu den Arbeitgebern, wie es mit der Haltestelle Fährhütte geplant sei. Mit dem ­Gemeindeentwicklungsprojekt habe man ein eigenes Verständnis zur Innovation entwickelt. Tinner nannte zwei Erkenntnisse daraus: ein schnelles Glasfasernetz sowie die Diskussion um 5G.

Weitere Stichworte aus dem Projekt seien die Versorgung mit Wasser, Strom und Energie, Coworkingbüros, Technopark oder Familienzentrum. Eine wichtige Einflussgrösse für die Forschung sei die Steuerbelastung. Hier habe der Kanton mit der Steuerreform 2017 einen Beitrag geleistet. Der Kanton sei auch offen für Neues, wie die Erweiterung der Uni St.Gallen, die Fachhochschule Ostschweiz, der Innopark Ost, die IT-Bildungsoffensive oder der Medical Master zeigten.

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