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Unfälle mit Wildtieren: Kanton erlässt weitere Verkehrsmassnahmen

Nun wird auch auf der Staatsstrasse in Sennwald und Wartau die Geschwindigkeit reduziert. Damit sollen Unfälle mit Tier- und Personenschaden verhindert werden.
Vielerorts kommt es derzeit zu starkem Wildwechsel. (Bild: PD)

Vielerorts kommt es derzeit zu starkem Wildwechsel. (Bild: PD)

(wo) Die Abteilung Verkehrstechnik der Kantonspolizei St.Gallen hat nach Absprache mit dem Amt für Natur, Jagd und Fischerei des Kantons St.Gallen per gestern (28. Januar) die Herabsetzung der Geschwindigkeit auf der Staatsstrasse in Sennwald und Wartau verfügt. Die neu gültige Höchstgeschwindigkeit beträgt 60 km/h. Diese Geschwindigkeitsbegrenzung gilt in den Nachtstunden zwischen 18 Uhr und 8 Uhr. Zudem wird mit den Signalen "Wildwechsel" auf die Gefahr aufmerksam gemacht. Das Aufstellen erfolgt durch das zuständige Strassenkreisinspektorat und die Jagdaufsicht.

Zur Zeit gelten im Kanton St.Gallen folgende geänderten Signalisationen wegen Wildwechsel:

Sennwald, Staatsstrasse (Kantonsstrasse Nr. 1): Abschnitt zwischen Sennwald – Liez, Höhe Gass. Höchstgeschwindigkeit 60 km/h zwischen 18 Uhr und 8 Uhr.

Wartau, Staatsstrasse (Kantonsstrasse Nr. 1): Abschnitt Weite bis Gemeindegrenze Sevelen. Höchstgeschwindigkeit 60 km/h zwischen 18 Uhr und 8 Uhr.

Bad Ragaz / Vilters-Wangs, Staatsstrasse (Kantonsstrasse Nr. 1): Abschnitt Saarkanal – Baschär – Freihofkreisel – Neugrüt, Höchstgeschwindigkeit 60 km/h. Hier wird die Einhaltung der Geschwindigkeit mit einer semistationären Messanlage überprüft.

Bad Ragaz, Staatsstrasse (Kantonsstrasse Nr. 1): Abschnitt Gemarkungen Bidems-Süd – Malveer – Teil – Jerelliweg, Höchstgeschwindigkeit 60 km/h.

Die Massnahmen bleiben bis zur Besserung der Situation und vorerst maximal 60 Tage ab Verfügungsdatum in Kraft.

Die Überprüfung der Höchstgeschwindigkeit in Bad Ragaz während den ersten zweieinhalb Tagen hat ergeben, dass von etwas mehr als 6'000 gemessenen Fahrzeugen knapp 300 zu schnell unterwegs waren. Der negative Spitzenreiter wurde mit 93 km/h gemessen. Leider musste festgestellt werden, dass sowohl zu Tages- als auch zu Nachtzeiten die Geschwindigkeiten überschritten werden. Ein rechtzeitiges Reagieren auf Wildwechsel ist so nicht möglich. Dies kann zu schweren Unfällen führen, wie die Kantonspolizei weiter mitteilt.

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