Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Umzonen für die Erweiterung des Forstwerkhofs in Frümsen

Die Forstgemeinschaft Sennwald ist schneller gewachsen als ihr Werkhof. Nun will die Ortsgemeinde Frümsen diesen erweitern. Doch dafür muss die Gewerbe- und Industriezone zuerst in Wald umgezont werden.
Corinne Hanselmann
Rechts vom bestehenden Gebäude soll der Unterstand entstehen. Das Treibstofflager im Vordergrund wird abgerissen. (Bild: Corinne Hanselmann)

Rechts vom bestehenden Gebäude soll der Unterstand entstehen. Das Treibstofflager im Vordergrund wird abgerissen. (Bild: Corinne Hanselmann)

Der 30-jährige Werkhof der Forstgemeinschaft Sennwald im Obergrüt, Frümsen, platzt aus allen Nähten. Durch die Mechanisierung in der Forstbranche und mehr Personal sind in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr Maschinen, Geräte und Fahrzeuge dazugekommen. Diese und auch Lagermaterial müssen teilweise aus Platzgründen draussen stehen gelassen werden. Das verkürzt die Lebensdauer der Maschinen.

Deshalb möchte die Besitzerin, die Ortsgemeinde Frümsen, den Forstwerkhof nun ausbauen. Sie plant einen zusätzlichen, ungeheizten Maschinenunterstand sowie die Sanierung des bestehenden Gebäudes. Das alte Treibstofflager soll zudem abgebrochen und ins Gebäude integriert werden.

Aufwendiges Umzonungsverfahren

Dieses Projekt beschäftigt den Ortsverwaltungsrat schon seit rund drei Jahren. «Weil wir aufgrund der Bausituation den nötigen Abstand zur Waldgrenze nicht einhalten können, muss das Grundstück zuerst von der Gewerbe- und Industriezone in Wald umgezont werden», erklärt der Frümsner Ortsverwaltungsratspräsident Thomas Tinner.

Ohne den nötigen Abstand von zehn Metern zum Wald fällt das Projekt unter Bauen ausserhalb der Bauzone, was nicht zulässig ist. In der Waldzone hingegen sollte es möglich sein, ein Gebäude für die Schutzwaldbewirtschaftung zu bauen. Das Umzonungsverfahren mit den gesetzlich vorgegebenen Auflagefristen ist aufwendig, «aber wir sind jetzt auf gutem Weg und werden von der politischen Gemeinde gut unterstützt», so Thomas Tinner.

Ortsbürger sollen im Frühling 2020 abstimmen

Wenn die Umzonung abgeschlossen ist, wird die Ortsgemeinde das Baugesuch einreichen, welches wiederum vom Kanton bearbeitet werden muss. Tinners Ziel ist es, die Frümsner Ortsbürger an der Bürgerversammlung im Frühling 2020 über das Projekt und den Baukredit in der Höhe von rund 700000 Franken für Sanierung und Erweiterung abstimmen zu lassen. Saniert werden sollen unter anderem die Räumlichkeiten für das Personal (Garderobe mit Dusche), die Heizung und Arbeitsräume für administrative Forstarbeiten.

Sonst wird ein zweiter Standort nötig

Die Forstgemeinschaft Sennwald ist der gemeinsame Forstbetrieb der Politischen Gemeinde Sennwald sowie der Ortsgemeinden Frümsen, Sax und Sennwald. Der Werkhof im Obergrüt wurde im Jahr 1989 im Zusammenhang mit dem Beginn der Gleitschneeverbauung Staubern gebaut.

Thomas Wohlwend, Präsident der Forstgemeinschaft Sennwald, stellt fest:

«Wenn dieses Projekt beim bestehenden Werkhof nicht realisiert werden kann, müssen wir einen zweiten Standort suchen. Dann wird es logistisch extrem schwierig.»

Ihm sei es wichtig, dass man Arbeitsplätze so herrichten könne, dass Arbeiten effizient und an einem sicheren Ort ausgeführt werden können.

Regelmässig werden beim Forstmagazin beispielsweise Sockel für die Gleitschneeverbauung vorbetoniert und sonstiges Material vorbereitet, das anschliessend von dort auf den Berg geflogen wird. «Solche Arbeiten müssen heute aus Platzgründen teilweise draussen gemacht werden und das Material ist ungeschützt der Witterung ausgesetzt.» Auch Diebstahl und Haltbarkeit von sonstigen Produkten sei ein Thema.

«Ziel ist es auch, dass wir mehr Lagermöglichkeit haben und dadurch das Angebot ausbauen können», so Wohlwend. Heute müsse etwa Brennholz, das Kunden in Schachteln bestellen, nach und nach verpackt werden, weil keine Lagermöglichkeit vorhanden ist.

Die Referendumsfrist für den Teilzonenplan «Forstwerkhof Frümsen» läuft noch bis zum 29. Juli. Wenn alles nach Plan läuft, möchte die Ortsgemeinde Frümsen das Bauprojekt bis Ende 2020 realisieren.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.