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Umweltgruppe Wartau empfand auf der Buchser Exkursion die Wasserläufe als Wohltat

Bei herrlichstem Sommerwetter besammelte sich kürzlich am renaturierten Binnenkanal in Buchs eine stattliche Anzahl Besucher zum Jubiläumsanlass 20 Jahre Umweltgruppe Wartau. Interessante Beiträge wurden vermittelt und wohltuende Natur erlebt.
Waren von den interessanten Ausführungen und vom renaturierten Buchser Abschnitt sehr beeindruckt: Mitglieder der Umweltgruppe Wartau auf ihrer Exkursion am Werdenberger Binnenkanal. Bild: PD

Waren von den interessanten Ausführungen und vom renaturierten Buchser Abschnitt sehr beeindruckt: Mitglieder der Umweltgruppe Wartau auf ihrer Exkursion am Werdenberger Binnenkanal. Bild: PD

Begrüsst wurden sie nicht nur durch den Präsidenten Otto Ackermann, sondern nach wenigen Metern Spaziergang durch eine Ringelnatter, die noch verschlafen am Sonntagmorgen auf einem warmen Baumstrunk döste, dann aber vor den herannahenden Besuchern gemächlich im Dickicht verschwand.

12000 Pflanzen und Sträucher

Daniel Gut, vor 20 Jahren Gründungsmitglied und Hausherr in Buchs, hiess die Wartauer willkommen. Die organisatorischen Voraussetzungen und Träger des Projekts erläuterte Beat Tinner als Präsident des Unternehmens Werdenberger Binnenkanal, der vom Glücksfall einer erfolgreichen Kooperation der Gemeinden berichten konnte.

Mit der Renaturierung eines ersten Abschnitts von gut drei Kilometern von der Ara Buchs bis zum Ochensand wurde aus dem historischen Entwässerungskanal, errichtet von Jost Wey vor 130 Jahren, ein kleines Paradies mit Auenwald und Schilfbereichen auf rund 650000 Quadratmetern und einem Gerinne mit Flachwasserzonen bis zu 60 Metern. Zwei Jahre nach der Eröffnung lassen die über 12000 gepflanzten Sträucher und Bäume die Eingriffe der Bauzeit verschwinden. So ist ein Vorzeigeprojekt mit grosser Ausstrahlungskraft entstanden.

Gegen 500 Fische umgesiedelt

Ihre persönliche Verbundenheit mit der Bauphase und der raschen Entwicklung von Pflanzen- und Tierwelt zeigten in ihren interessanten Informationen die Ornithologen Edith und Ludwig Altenburger, etwa in ihrer Beteiligung am Abfischen des bestehenden Gewässers im Januar 2017 bei eisigen minus 12 Grad, als gegen 500 Fische umgesiedelt wurden. Sie wiesen die Teilnehmer der Veranstaltung auf die grosse Artenvielfalt und die Besonderheiten hin. Mittlerweile sind auch Biber hier wieder heimisch.

Weitere Abschnitte sind in Planung

Zusammen mit Ortsgemeinderat Ochsensand und dem wundervollen Baumbestandwald im Norden und mit dem Cereswald ist eine beeindruckende Fläche dem Wirken der Natur zurückgegeben. Nicht nur Pflanzen und Tiere: Das Spiel der begleitenden Kinder, die Jogger, aber auch meditierende oder zeichnende Personen zeigten, wie dankbar die Menschen für diesen lebendigen und wohltuend ruhigen Flusslauf sind.

Vor dreissig Jahren hat Hans Jakob Reich im Werdenberger Jahrbuch 1990 seine Schilderung der ehemals politisch hart umkämpften Realisierung des Binnenkanals geschlossen, mit dem Wunsch, «dass in fernerer (!) Zukunft selbst heutige Utopien zu Realitätswert gelangen: der Einbezug des Werdenberger Binnenkanals oder sogar des Rheins in Massnahmen ökologisch motivierter Umgestaltung.»

Freude, Genugtuung und Dankbarkeit

Dank der entschlossenen und weitsichtigen Planung ist und wird dies nun Realität, weil nach der Renaturierung der Gewässer im Höwisa-Wald weitere Abschnitte in Sevelen und Sennwald unterwegs sind. Das nahmen die Teilnehmer an der Jubiläumswanderung mit Freude, Genugtuung und Dankbarkeit zu Kenntnis. (pd)

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