Ultratriathlon
Unsichere Zeiten und enorme Aufwände: Der Swissultra wird erneut verschoben

Die Hoffnung auf eine Durchführung war gross. Nun steht fest: Das 5-Jahr-Jubiläum des einzigen Ultratriathlons der Schweiz muss warten.

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Kein Ultratriathlon-Anlass in Buchs und folglich auch keine Weltmeisterschaft: Verschiedene Faktoren führten zum Entscheid des OK’s den Swissultra auf das nächste Jahr zu verschieben.

Kein Ultratriathlon-Anlass in Buchs und folglich auch keine Weltmeisterschaft: Verschiedene Faktoren führten zum Entscheid des OK’s den Swissultra auf das nächste Jahr zu verschieben.

Bild: Robert Kucera (Buchs, 27. August 2019)

(pd) «Es ist schlicht und einfach noch zu unsicher, welche Regeln im August für Sportanlässe gültig sein werden und weiter abwarten ist aus organisatorischer Sicht unmöglich», begründet OK-Präsident Jeff Lüscher den Entscheid, den Swissultra 2021 auf 2022 zu verschieben. Zwar machten die Ende Mai präsentierten Öffnungsschritte des Bundesrates Hoffnung auf eine Durchführung.

Ob und wie diese für den Swissultra realisierbar wären, blieb jedoch weiterhin fraglich. Dies besonders im Hinblick auf die Personenbeschränkung oder eine mögliche Testpflicht. «Wenn sich alle Athleten und Helfer regelmässig hätten testen lassen müssen, wären wir vor einem grossen logistischen und finanziellen Aufwand gestanden.» Ausserdem bestand damit das Risiko, nicht genügend Helfer zu finden.

Grosse Unterstützung der Athleten

Besonders hoffnungsvoll auf eine Durchführung waren auch viele der über 50 angemeldeten Athleten. Sie wurden mittels Athletenumfrage in den Entscheid miteinbezogen. Entweder konnten sie sich, trotz Ablauf der ursprünglichen Frist, vom Swissultra abmelden und die Teilnahmekosten zurückerhalten. Oder sie wünschten die Durchführung des Swissultra mit dem Risiko einer kurzfristigen Absage. Das Ergebnis war überwältigend: Zwei Drittel der Athleten wollten an ihrer Teilnahme festhalten. Umso mehr schmerzt OK-Präsident Jeff Lüscher die Verschiebung.

Neben der grossen Unterstützung der Athleten bestätigte sich jedoch eine Befürchtung des OK’s: «Einige Athleten berichteten, dass die Trainingsmöglichkeiten in ihrer Heimat in den letzten Monaten stark eingeschränkt waren. Ausserdem wird es einigen Athleten aufgrund der Reiserestriktionen nicht möglich sein, im August in die Schweiz zu reisen.» Damit war eine faire Durchführung der Weltmeisterschaft unmöglich und die Verschiebung des Swissultras unausweichlich.