Überwachung der Sammelstelle in Buchs wirkt präventiv

Buchs plant eine Videokamera bei der Sammelstelle Unterstüdtlistrasse. Derzeit sind fünf Standorte überwacht.

Heini Schwendener
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Bei der Sammelstelle im Unterstüdtli in Buchs wird immer wieder Abfall illegal entsorgt.

Bei der Sammelstelle im Unterstüdtli in Buchs wird immer wieder Abfall illegal entsorgt.

Heini Schwendener

Buchs Bei der Sammelstelle Unterstüdtlistrasse gibt es immer wieder Fälle von illegaler Abfallentsorgung. Nun handelt die Stadt Buchs. Sie führt, gestützt auf ihr Polizeireglement, bei der Sammelstelle neben der Stüdtlimühle eine Videoüberwachung mit der Möglichkeit der Personenidentifikation ein. Gegen die entsprechende Verfügung kann innert 14 Tagen Rekurs an das kantonale Sicherheits- und Justizdepartement erhoben werden.

Die Sammelstelle wird nicht der erste videoüberwachte Standort in der Stadt Buchs. Kameras überwachen bereits den Bushof, das Oberstufenzentrum Flös, das Oberstufenschulhaus Grof, den Spielplatz Kappeli und die SBB-Unterführung beim Buchser Bahnhof.

Dank Überwachung konnten mehrere Täter ermittelt werden

Welche Erfahrungen hat die Stadt mit der Videoüberwachung öffentlicher Plätze bisher gemacht? Stadtschreiber Markus Kaufmann sagt: «Dort, wo ­Videoüberwachungen bestehen, sinken die Fälle von Sachbeschädigungen markant.» Auf diese präventive Wirkung von Überwachungskameras setze man auch bei der Sammelstelle im Unterstüdtli, «wir erhoffen uns dadurch, die illegale Entsorgung in den Griff zu bekommen.»

Neben dieser präventiven Wirkungen brachte die Videoüberwachung in Buchs auch schon ganz konkrete Erfolge. Gemäss Markus Kaufmann konnten dank der aufgezeichneten Bilder schon Täter ermittelt werden, die unterschiedliche Straftaten begangen hatten, so etwa Körperverletzung, Sachbeschädigung, Diebstahl oder Verkauf von Betäubungsmitteln.

Warum wird nur die Sammelstelle an der Unterstüdtlistrasse überwacht? Der Stadtschreiber sagt dazu: «Bei den anderen Sammelstellen stellen wir aktuell nicht die gleichen Probleme fest, weshalb dort vorderhand auf Überwachungen verzichtet wird.»

Im Jahr 2009 wurde in Buchs mit dem neuen Polizeireglement die Grundlage für die Videoüberwachung mit der Möglichkeit der Personenidentifikation geschaffen. Der «Verein für Freiräume Buchs» hatte sich damals vehement dagegen gewehrt und in der Urnenabstimmung einen respektablen Nein-Stimmen-Anteil von 37,5 Prozent erreicht. Seither waren jeweils keine kritischen Stimmen mehr zu hören, als Buchs an bisher fünf Standorten die Videoüberwachung eingeführt hatte. Kaufmann sagt: «Das hat wohl auch mit dem zurückhaltenden Einsatz der Videoüberwachungen in Buchs zu tun.»