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Über Gold gab es an der Literaturnacht auf Schloss Werdenberg viel zu erzählen

Die Kulturnacht auf Schloss Werdenberg war eine von bester Güte und die Wahl der ­Literaten, Erzählenden und ­Lesenden mit ihren vielfältigen und anspruchsvollen Beiträgen war goldrichtig.
Heidy Beyeler

Eingangs stellte Doris Büchel die sechs Autorinnen und Autoren, die in dieser Nacht die Gäste mit facettenreichen Geschichten verwöhnten, auf sympathische, humorvolle Weise vor. Damit machte sie die Anwesenden neugierig auf die Lesungen und einen vielversprechenden, spannenden Abend.

Die Literaturnacht mit hervorragenden Autorinnen und Autoren von hier und heute.Bild: Heidy Beyeler

Die Literaturnacht mit hervorragenden Autorinnen und Autoren von hier und heute.Bild: Heidy Beyeler

Die Lesungen der mitwirkenden Autorinnen und Autoren waren echte literarische Fundstücke, von denen man gerne mehr lesen oder eben hören möchte, besonders wenn sie von den Literaten persönlich vorgetragen werden. Das regte denn auch interessante Diskussionen während der kurzen und längeren Pausen nach jedem vorgetragenen Sprachwerk an.

Wer waren sie, die Autoren?

Bei diesem Anlass empfing die bekannte Lyrikerin Elsbeth Maag die Gäste in der Schlossapotheke und las, auf der Eckbank sitzend, jedem einzelnen Besucher aus ihrem Gedichtband vor und überreichte ihm eine kleine Banderole mit goldenem Band und niedergeschriebenen Gedanken.

Mathias Ospelt aus Vaduz zeigte sich an diesem Abend als ausgezeichneter Sagenschreiber mit Blick auf «sein» Ländle. Das Publikum lachte viel. Er las neugeschriebene Geschichten aus seiner Feder, die mit Gold und Geld in Verbindung standen. Andri Perl aus Chur ist Rapper und schreibt Romane, Erzählungen und Lyrik. Er las eine Geschichte vom Rauschgold, vom Goldrausch «ama See bima Baum ama Stei, vo nid lacht» im echtem «Khurerdütsch» – hervorragend. Angelika Overath aus Sent (GR) las aus ihrem Roman «Ein Winter in Istanbul», eine sinnlich geprägte Geschichte mit einer unerwarteten Liebe und den Vermittlungsversuchen am Goldenen Horn zwischen der römisch-katholischen Westkirche und der griechisch-orthodoxen Ostkirche.
Nach den Lesungen traten Anja Nora Schulthess, aus Grabs (lebt heute in Zürich), Lyrikerin/Performerin und Martina Berther, gebürtige Bündnerin, E-Bassistin, auf die Bühne. Mit einer Tex-Sound-­
Performance, wie man sie selten zu hören bekommt, boten die beiden Frauen dem Publikum ein besonderes Erlebnis. Die Gedichte von Anja Nora Schulthess zeugen von gesellschaftskritischer Natur, die Anstoss geben, über sein eigenes Tun und Leben nachzudenken. Sie sind geprägt von der gesprochenen Sprache, sodass sie gerne vorgelesen beziehungsweise gehört werden. Schulthess trägt ihre Lyrik gerne performiert vor.

So auch in der Literaturnacht auf dem Schloss Werdenberg, wo ihre Verse von der E-Bassistin Martina Berther mit experimentellen Klängen im Stegreifmodus umhüllt wurden.

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