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Überzeugender EM-Auftritt von Ringer Andreas Vetsch

Der Grabser kam am Wochenende im europäischen Vergleich in Bukarest zum Einsatz. Dabei zeigte er viel Biss und belegte in der Endabrechnung Platz sieben in der Kategorie bis 67 kg im griechisch-römischen Stil.
Andreas Vetsch (oben) gewann zwei seiner vier EM-Kämpfe. (Bild: PD)

Andreas Vetsch (oben) gewann zwei seiner vier EM-Kämpfe. (Bild: PD)

Andreas Vetsch vom RC Oberriet-Grabs kann auf zwei intensive Wettkampftage zurückblicken. Gleich vier Mal stand der 23-Jährige auf der Matte und kämpfte an seiner zweiten Aktiveuropameisterschaftsteilnahme um die Medaillen der Gewichtsklasse bis 67 kg Greco.

In der ersten Begegnung stand mit Daniel Soini aus Schweden kein Unbekannter gegenüber. Bereits vor einem Monat trafen die beiden am Thor Masters in Dänemark aufeinander, wobei der Schweizer Vertreter noch mit 0:3 unterlag. Auch dieses Mal nahm die Begegnung ähnliche Züge an. Vetsch konnte zwar Soini passiv stellen und somit einen Punkt und die Bodenlage erzwingen, doch Soini gelang es, einen Ausheber zu kontern und dadurch mit 2:1 in Führung zu gehen. Auch in der zweiten Kampfhälfte musste der Schwede noch einmal in die Bodenlage und auch diesmal konnte der Grabser keinen Vorteil daraus schlagen. So stand es bis fünf Sekunden vor Schluss noch immer 2:2 zu Gunsten des Schweden aufgrund seiner höheren Wertung. Vetsch gab allerdings nicht auf und startete einen letzten Angriff. 1,3 Sekunden vor Schluss gelang im tatsächlich noch die Wende und qualifizierte sich mit einem 4:2-Sieg für den Achtelfinal.

Lehrstunde gegen den Weltmeister aus Russland

In dieser Begegnung gelang es dem Türken Atakan Yuksel, seinen Gegner passiv zu stellen, und so musste der Grabser in die Bodenlage. Yuksel konnte zweimal mit einem Durchdreher punkten und so musste Vetsch einen 0:5-Rückstand aufholen. Dieses Mal gelang dem Schreiner die Wende nicht, der Kampf ging mit 3:5 verloren. Da sein Gegner den Final erreichte, durfte Andreas Vetsch am zweiten Wettkampftag erneut antreten. Um sich für den Kampf um den dritten Platz zu qualifizieren, musste er zwei Kämpfe gewinnen.

Gegen seinen ersten Gegner, Pedro Caldas aus Portugal, gab sich Vetsch keine Blösse und gewann deutlich mit 11:2 Punkten. Nun stand als nächstes niemand geringerer als Artem Surkov, der aktuelle Europa- und Weltmeister aus Russland, gegenüber. Surkov zeigte Vetsch dann auch auf, dass es an die oberste Weltspitze nach wie vor ein langer Weg sein wird. Der vierte Kampf verkam für den Grabser zu einer Art Lehrstunde, mit 0:10 ging er von der Matte. «Mit meiner eigenen Leistung bin ich sehr zufrieden. Ich habe meine Chance genutzt und wahrscheinlich auch das Maximum herausgeholt. Es war zudem auch eine neue und gute Erfahrung mit dem neuen Wettkampfsystem», sagt Vetsch. Dank zweier Siege konnte sich der Werdenberger auf dem siebten Rang platzieren und sich dadurch für die European Games in zwei Monaten empfehlen, welche in Weissrusslands Hauptstadt Minsk stattfinden werden. (mz)

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