Mit Roger-Federer-Dress, Fussballtickets und weiteren Gaben 59 000 Franken für Hospiz Werdenberg gesammelt

Der Benefizanlass für das Hospiz Werdenberg mit Schlagerstar Stefan Roos in Grabs war ein Publikumserfolg.

Hanspeter Thurnherr
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Erzielten mit der Versteigerung ein unerwartet hohes Ergebnis: Schlagersänger Stefan Roos, Mathias Engler, Gesamtleiter Pflege und Hospiz im Werdenberg, und der Grabser Gemeindepräsident Niklaus Lippuner (von links). Bild: Hanspeter Thurnherr

Erzielten mit der Versteigerung ein unerwartet hohes Ergebnis: Schlagersänger Stefan Roos, Mathias Engler, Gesamtleiter Pflege und Hospiz im Werdenberg, und der Grabser Gemeindepräsident Niklaus Lippuner (von links). Bild: Hanspeter Thurnherr

Zwar spielten Geldbeträge am Sonntagnachmittag im Garten des Pflegeheims Werdenberg eine grosse Rolle. Wie Mathias Engler, Gesamtleiter Pflege und Hospiz im Werdenberg, bei der Begrüssung sagte, sei es aber nicht egal, unter welchen Umständen wir das Licht der Welt erblicken. Ebenso sei es nicht egal, unter welchen Umständen wir die Welt verlassen. Mit diesem Anlass solle deshalb die Bevölkerung auch sensibilisiert werden, unsere Endlichkeit bewusst zu leben und gleichzeitig den Nachmittag mit Lebensfreude zu verbringen. Dieser Lebensfreude hatte bereits zuvor das Echo vom Spielberg, ein Schwyzerörgeli-Trio aus Oberegg, mit ihren Klängen zum Ausdruck gebracht. Stefan Roos, der Schlagersänger aus Bad Ragaz, steigerte diese Freude mit seinem mitreissenden Gesang. Denn schon bald klatschte, schunkelte und sang das Publikum mit.

Mit träfen Sprüchen zu Höchstgeboten

Zwischen den Auftritten von Stefan Roos gab es vier Versteigerungsrunden. Den Organisatoren, angeführt von Niklaus Lippuner als Verwaltungsratspräsident des Pflegeheims Werdenberg, Mathias Engler und Roos selber, war es gelungen, 17 attraktive Gaben von Spendern zu erhalten.

Diese reichten von Originaldressen bekannter Sportgrössen, darunter auch Roger Federer, Eintritten zu Fussballspielen und den Schlossfestspielen Werdenberg, Hotelübernachtungen oder Champagnerfrühstück, bis zu Kunstobjekten oder einem speziellen «Erlebnis Bau».

Stefan Roos und Niklaus Lippuner verstanden es mit viel Humor, träfen Sprüchen, Geschichten und Anekdoten, die Bieter zu Höchstgeboten zu treiben. Und das Publikum machte grossartig mit. Unter tausend Franken war kaum ein Objekt zu ergattern. Nach oben war die Skala offen.

Pflegeheim Werdenberg erhält Wiga-Standfläche geschenkt

Dabei gab es eine besondere Geschichte. Die Wiga-Verantwortlichen hatten 20 Quadratmeter Ausstellungsfläche für die Wiga 2021 zur Verfügung gestellt. Die Firmeninhaber von «Kohler bewegt» und «Seclis Weinwelt» trieben sich in der Versteigerung gegenseitig auf 12000 Franken hoch – und gaben dann bekannt, sich die Summe zu teilen und die Fläche dem Pflegeheim Werdenberg für einen Messeauftritt zu schenken.

Von der grossen Solidarität überwältigt

Insgesamt kamen durch die Versteigerungen 37400 Franken zusammen. Im Vorfeld hatten die Organisatoren von Stiftungen und Privatpersonen bereits Spenden von über 20000 Franken erhalten, so dass der Benefizanlass letztlich über 59000 Franken einbrachte. Dies ist gut ein Viertel des jährlichen Defizits, welches Hospiz Werdenberg jährlich aus Spenden decken muss. Für Mathias Engler war es schlicht «ein genialer Nachmittag». Die grosse Solidarität habe ihn so beeindruckt, dass er die eine oder andere Träne verdrücken musste.