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St.Galler Kantonspolizei rügt Mängel an Fahrzeugen – doch viele Bauern sind uneinsichtig

Im September hat die Kantonspolizei vermehrt Kontrollen an landwirtschaftlichen Fahrzeugen durchgeführt. Die Liste der Mängel war lang, trotzdem zeigten sich viele Bauern uneinsichtig.
Miriam Cadosch
Die Kantonspolizei St. Gallen verbuchte mehrere Verstösse bei Fahrzeugen mit Anhänger. (Bild: Donato Caspari)

Die Kantonspolizei St. Gallen verbuchte mehrere Verstösse bei Fahrzeugen mit Anhänger. (Bild: Donato Caspari)

Landwirtschaftliche Fahrzeuge auf öffentlichen Strassen weisen oft Mängel auf, die die Verkehrssicherheit beeinträchtigen. Aus diesem Grund hat die Kantonspolizei St. Gallen im September ein spezielles Augenmerk auf Landwirtschaftsfahrzeuge gelegt. Die Ergebnisse sind besorgniserregend: Von 42 kontrollierten Fahrzeugen im ganzen Kanton mussten 17 beanstandet werden. Rund die Hälfte der Kontrollen wurden in der Region Werdenberg-Sarganserland durchgeführt.

Die meisten Verstösse betrafen Fahrzeuge mit Anhängern und mangelnde Betriebssicherheit. So waren ungelöste Anhänger mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs, Ladungen ungenügend oder gar nicht gesichert und Markierungstafeln teilweise nicht an den Fahrzeugen angebracht.

Landwirte zeigen wenig Verständnis

Bei den Kontrollen stiess die Polizei mehrheitlich auf Unverständnis. Ein Phänomen, dass sie bei landwirtschaftlichen Kontrollen oft erleben. «Das bringt uns aber nicht davon ab, solche Kontrollen durchzuführen», so Florian Schneider von der Kantonspolizei St. Gallen. «Es geht hier um die Verkehrssicherheit. Wir versuchen trotz des Gegenwindes anständig und sachlich zu argumentieren und hoffen natürlich auf Einsicht». Gerade bei mangelnder oder komplett fehlender Ladungssicherung stiess die Kantonspolizei bei ihren Kontrollen auf Unverständnis. Oft hörten sie von den Landwirten das Argument, dass die landwirtschaftlichen Fahrzeuge langsam unterwegs seien und es daher nicht so gefährlich sei.

Ein Argument, dem Florian Schneider klar widerspricht: «Trotz langsamer Fahrt kann sich die Ladung verschieben und vom Fahrzeug fallen. Es muss nicht die Schuld des Landwirtes sein, wenn er in einen Unfall verwickelt ist. Fällt dann aber noch die Ladung runter, kann dies die Situation zusätzlich verschlimmern. »

Über all die Jahre dasselbe Bild

In diesem Jahr ist die Zahl der Unfälle in der Landwirtschaft auch abseits der Strasse besonders hoch. Häufig sind die Ursachen ebendiese Mängel, die die Kantonspolizei bei ihren Kontrollen festgestellt hat. «Es gibt Landwirte, die sehr vorbildlich unterwegs sind, andere hingegen nehmen es nicht so genau. Hier liegt auch die eigentliche Problematik. Es wird oft mit mangelnder Zeit oder Stress argumentiert, wenn wir etwas beanstanden», erklärt Florian Schneider. Die bei den Kontrollen festgestellten Verstösse zeigen über all die Jahre ein ähnliches Bild. Mängel, die wegen fehlender Zeit oder Stress nicht behoben werden, können jedoch verheerende Folgen haben.

In der Schweiz ereignen sich pro Jahr rund 400 Strassenverkehrsunfälle mit Landwirtschaftsfahrzeugen, zehn davon enden tödlich. «Die Einhaltung der Vorschriften für landwirtschaftliche Fahrzeuge ist zwingend. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, inklusive einem selber, hat höchste Priorität», so Florian Schneider. Die Kantonspolizei St. Gallen wird auch in folgenden Kontrollen ein grosses Augenmerk auf Landwirtschaftsfahrzeuge legen.

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