Hochwertiges Trinkwasser aus Buchserberger Quellen

Am Samstag wurde die Anlage Tobel des Trinkwasserkraftwerkes Vorderberg am Buchserberg offiziell eingeweiht.

Werner Vetsch
Merken
Drucken
Teilen
Kompetente Erläuterungen zur neuen Turbine durch Jürg Göldi.Bilder: Werner Vetsch
2 Bilder
Kompetente Erläuterungen zur neuen Turbine durch Jürg Göldi.Bilder: Werner Vetsch

Kompetente Erläuterungen zur neuen Turbine durch Jürg Göldi.Bilder: Werner Vetsch

EW-Direktor Markus Schommer, der Leiter Infrastruktur des EW Buchs, Jürg Göldi, sowie Projektleiter Matthias Ensinger orientierten bei herrlichem Wetter über den Verlauf der rund eineinhalb Jahre dauernden Erneuerungsarbeiten mit Investitionskosten von rund vier Millionen Franken, mit der die teilweise über 100 Jahre alte Infrastruktur ersetzt wird.

Aus dem Quellgebiet Malschüel und Tobel sprudeln aus insgesamt 18 Quellen jährlich zirka vier Millionen Kubikmeter kristallklares Bergwasser. Mit dieser Menge könnte man das Becken des Freibads Rheinau täglich mehr als fünfmal füllen. Das Quellwasser kann ohne aufwendige Aufbereitungssysteme als hochwertiges Trinkwasser verwendet werden. Um den sehr strengen Vorgaben der Lebensmittelgesetzgebung zu genügen, erfolgt sicherheitshalber eine Bestrahlung des Wassers mit ultraviolettem Licht, wodurch es vorbeugend entkeimt wird.

Neben gutem Wasser gibt es auch Strom

Das neue, drittgrösste Trinkwasserkraftwerk der Schweiz dient jedoch nicht nur zur Versorgungssicherheit der Stadt Buchs mit Trink-, Brauch- und Löschwasser, sondern produziert auch rund 355000 Kilowattstunden Naturstrom. Dank der neuen Anlage konnte die Energieproduktion verdoppelt werden.

Im Rahmen der Erneuerungsarbeiten wurde die Brunnenstube Schlipf im Tobel erweitert, eine neue, 2,5 Kilometer lange Druckleitung erstellt und im Maschinenhaus Vorderberg die hydraulische und elektromechanische Einrichtung wie Turbine und Generator ersetzt.

Enthüllung der neuen Turbine

Auf eindrucksvolle Weise konnten Stadtpräsident Daniel Gut und EW-Direktor Markus Schommer die festlich verhüllte Turbine mit dem sonderbaren Namen «Inggernool Urschla» enthüllen. Einer gleichnamigen Sage zufolge lebte Älplerin Urschla auf der Alp Arin, wo sie nach ihrem Ableben eine Nacht mit einem Sennen verbrachte und ihn nach dem Verrat des Geheimnisses mit dem Tode bestrafte.

Der Stadtpräsident bedankte sich bei allen am Bau Beteiligten Personen sowie bei der Buchser Bevölkerung für die Zustimmung zum erforderlichen Kredit für diese zukunftsgerichtete Investition. Daniel Gut wies in seiner Rede darauf hin, dass mit der Erneuerung des Trinkwasserkraftwerkes die sehr strengen Auflagen der Energiestrategie des Bundes erfreulicherweise beinahe erreicht werden können.

In Anbetracht der derzeitigen Klimadiskussionen stellt das neue, überaus effiziente Kraftwerk für die Stadt Buchs hinsichtlich der Energiepolitik einen Imagegewinn dar und leistet zweifellos einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz.