Treffen englischer Moto-Veteranen in der Heuwiese am nächsten Wochenende: Wie viele dass kommen, ist wegen Corona ungewiss

Zum zweiten Mal findet am 7. und 8. August das Internationale British Biker Meeting des Motorradclubs Black Shadow in der Heuwiese statt.

Hanspeter Thurnherr
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Kassier Ralph Wüst fährt mit seiner Norton 16H, Jahrgang 1937, den Clubpräsidenten Roger Sieber im Seitenwagen aus.

Kassier Ralph Wüst fährt mit seiner Norton 16H, Jahrgang 1937, den Clubpräsidenten Roger Sieber im Seitenwagen aus.

Bild: Hanspeter Thurnherr

Am Freitag und Samstag, 7. und 8. August treffen sich Besitzer Englischer Veteranen aus ganz Europa auf dem Areal der Heuwiese in Weite zum 48. Internationalen British Biker Meeting – notabene bei jedem Wetter. Zu sehen sind dabei Raritäten, die sonst nur noch in Museen zu bewundern sind. Von Norton und Triumph über Royal Enfield, Matchless, bis AJS und BSA, aber auch Exoten wie Panther, Velocette, Vincent und Douglas können dabei bestaunt werden. Die meisten wurden in den frühen 20er-Jahren bis etwa 1980 gebaut. In den vergangenen Jahren konnten bis zu 300, in Ausnahmejahren, bis 450 Motorräder bestaunt werden.

Zum zweiten Mal im Wartau

30 Jahre lang hat das Treffen im Appenzellischen Büriswilen stattgefunden. «Aus gesundheitlichen Gründen konnten die Vorderländer Gastgeber das Treffen nicht mehr im gewohnten Rahmen weiterführen», erzählt der Oberrieter Roger Sieber, Präsident des organisierenden Motorradclubs (MC) Black Shadow. So findet das Treffen nach 2019 nun zum zweiten Mal im Wartau statt.

«Bevor wir uns letztes Jahr für die Heuwiese entschieden, haben wir über 40 Austragungsorte in Augenschein genommen. Für den Vorstand war klar, dass das Treffen weiterhin im St.Galler Rheintal oder dessen Nähe stattfinden muss. Durch Zufall hat mir ein Arbeitskollege den Treffpunkt Heuwiese als bestens geeigneten Ort für unser Treffen beschrieben», ergänzt Sieber. Mit den Gastgebern Christa und Reto konnte sich der Club schnell einigen. Und die Ortsgemeinde Wartau hat den Lagerplatz als Übernachtungsmöglichkeit für Campierer an den Club vermietet.

Motorrad-Liebhaber kommen auch von weiter her

In den vergangenen Jahren nahmen bis zu 300, in Ausnahmejahren bis 450 Motorrad-Liebhaber aus England, Belgien, Holland, Luxemburg, aus allen Nachbarländern und natürlich aus der Schweiz am Treffen teil. Zu vielen von ihnen pflegen die rund 150 Clubmitglieder des MC Black Shadow, die meisten aus der Region Ostschweiz und den angrenzenden Ländern, einen persönlichen Kontakt und besuchen auch zahlreiche Treffen in deren Ländern. Gegründet wurde der Club 1972, als die englische Motorrad-Industrie weitgehend verschwunden war. Roger Sieber nennt zwei der wichtigsten Beweggründe:

«Gleichgesinnte kommen gemeinsam eher zu den Ersatzteilen für ihre Maschinen und können sich bei technischen Fragen austauschen».

Wegen Corona ist unklar, wie viele Motorräder nach Weite kommen

«Wie viele Motorräder in diesem ungewöhnlichen Coronajahr den Weg nach Weite finden, ist ungewiss. Wir sind aber zuversichtlich, dass das Treffen mit den nötigen Abstandsregeln und den Vorgaben des Kantons stattfinden kann», zeigt er sich für den bevorstehenden Anlass optimistisch.

Öffentlichkeit herzlich eingeladen

Die Öffentlichkeit ist herzlich zum Anlass eingeladen. Das Treffen beginnt am Freitag um etwa um 17 Uhr. Da der Freitag Anreisetag ist, stehen anfänglich erfahrungsgemäss weniger Motorräder auf dem Platz. Am Samstag treffen die ersten weiteren Motorradfahrer im Verlaufe des Morgens ein. «Einige auswärtige Fahrer nutzen unsere wunderschöne Gegend, um eine Ausfahrt zu machen», weiss Roger Sieber. Am Abend spielt ab etwa 20.30 Uhr die Band The Slight Delay ihre mit Vintage Blues Rock umschriebene Musik. An beiden Tagen ist der Eintritt kostenlos. Für das leibliche Wohl ist gesorgt, die Mitglieder des MC Black Shadow unterstützen dabei am Grillstand das Team der Heuwiese.