Training in Kleingruppen und virtuelle Wettkämpfe: Wie der Lauf-Treff Buchs bewegende Momente bewahrt

Die Absagen von Laufevents und Rennen treffen einen lauf- und wettkampffreudigen Verein wie den Lauf-Treff Buchs hart. Doch eingemottet wurden die Turnschuhe deswegen nicht.

Robert Kucera
Drucken
Teilen
In kleinen Gruppen wird beim Lauf-Treff Buchs trainiert – virtuelle Wettkämpfe bestreitet jeder für sich.

In kleinen Gruppen wird beim Lauf-Treff Buchs trainiert – virtuelle Wettkämpfe bestreitet jeder für sich.

Bild: Robert Kucera (Buchs, 27.05.2020)

Die Mitglieder des Lauf-Treffs haben sich mit individuellen Trainingseinheiten fit gehalten, später durften sie wieder in Fünfer-Gruppen mit Abstand dem Laufsport nachgehen. Zudem nahm man an virtuellen Rennen teil.

Dadurch inspiriert hat der Verein die Lauf-Treff Corona-Challenge für seine Mitglieder ins Leben gerufen. In diesem virtuellen Rennen kann man noch bis zum 31. Mai den abgesagten Gamperney-Berglauf auf den letzten 7,2 Kilometern der Originalstrecke absolvieren.

Was fehlt, sind die motivierenden Zuschauer

«Grundsätzlich ist es sicher nicht dasselbe wie ein normaler Wettkampf», äussert sich der Präsident des Lauf-Treffs Buchs, Roland Müller, zu den nun stattfindenden virtuellen Rennen. «Es ist kein genauer Vergleich möglich, da man nicht dieselben Strecken läuft.» Damit meint er jene angebotenen Challenges, die vor der eigenen Haustür beginnen oder einer frei gewählten Strecke.

Doch in dieser speziellen Zeit sind die virtuellen Rennen eine gute Motivation, weiterhin fleissig zu laufen. So könne man auf etwas hin trainieren. Neben der körperlichen Ertüchtigung sieht Müller einen weiteren Vorteil: «So kann man den inneren Schweinehund überwinden.» Die Motivation eines Partners fehlt, wenn man alleine gegen sich selbst kämpft. Doch genau so könne man an der eigenen Einstellung arbeiten.

Was ihm am virtuellen Wettkampf fehlt, sind die Zuschauer, der direkte Vergleich mit der Konkurrenz auf der Strecke und die Verpflegung hat der Läufer selbst mitzunehmen.

Die Lauf-Treff-Familie ist gefordert

Am nächsten Wochenende steht den Läufern bereits die nächste sportliche Herausforderung bevor. Viele der Lauf-Treff-Mitglieder nehmen am schweizweit stattfindenden virtuellen Wettkampf One Million Run teil. In den 48 Stunden vom 30. und 31. Mai, so das Ziel der Initiatoren, sollen die Schweizer laufend, wandern, walkend oder im Rollstuhl eine Million Kilometer zurücklegen.

«Unser Ziel sind weit über 1000 Kilometer», so Alexander Heim, Hauptleiter Run. «Aber das schaffen wir nur, wenn viele Mitglieder vom Lauf-Treff mitmachen.» Er und Präsident Müller rechnen damit, dass auf der Sonntagsrunde, Startpunkt ist bei der Scuola Vivante, noch einige Kurzentschlossene dazu kommen und für reichlich Kilometer sorgen werden. Roland Müller betont, dass dieser Event zweifach eine gute Sache sei: Läuferisch aktiv zu sein und Geld zu sammeln. Und für die Ehrgeizigen des Vereins wird es an Pfingsten darum gehen, am meisten Kilometer der Lauf-Treff-Familie zu sammeln.

Freiwillige Spenden gehen an Schweizer Nachwuchssportler

Der One Million Run steht allen offen. Man muss kein Mitglied eines Vereins sein. Wer sich selbst und die Schweiz bewegen möchte, meldet sich auf der Website des Organisators an und läuft im Freien unter Einhaltung der geltenden BAG-Regeln so viele Kilometer, wie sie oder er kann, respektive will. Die gelaufenen Kilometer werden entweder mit der offiziellen Tracking-App von Datasport, dem eigenen Datentracker oder durch manuelle Eingabe erfasst.

Die Teilnahme am Event, ein Startsignal für die Sportnation Schweiz, «schrittweise» aus dem Stillstand zu laufen, ist kostenlos. Wer will, kann einen Spendenbeitrag leisten. Das so eingenommene Geld kommt den einheimischen Nachwuchshoffnungen zugute, die gerade jetzt dringend auf Solidarität angewiesen sind.

Mehr Infos und Anmeldungen auf www.onemillionrun.ch.