Toreschiessen schwer gemacht: Die D2-Junioren des FC Buchs offenbarten am Heimturnier offensive Mängel

Die Mannschaft Junioren D2 des FC Buchs hatte am Heimturnier einen schweren Stand und wenig zu jubeln.

Robert Kucera
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Ausgerechnet an ihrem Heimturnier klebte den D2-Junioren des FC Buchs das Pech an den Sohlen. Trotz grosser Bemühungen und nimmermüder Motivation gelang kein einziger Sieg.

Ausgerechnet an ihrem Heimturnier klebte den D2-Junioren des FC Buchs das Pech an den Sohlen. Trotz grosser Bemühungen und nimmermüder Motivation gelang kein einziger Sieg.

Bild: Robert Kucera

Das Raiffeisen Juniorenhallenturnier, das letztes und nächstes Wochenende im BZB Buchs zum 29. Mal stattfindet, ist für die Spieler des gastgebenden Vereins kein Turnier wie jedes andere. «Es ist immer was spezielles», sagt Nicolas Wicki-Torres. «Viele Verwandte sind da und schauen zu», ergänzt Yoshua Tapia Lopez. Sie beide sind im D-Junioren-Alter und nahmen für Buchs c am ersten von zwei Junioren-D2-Turniern teil. Vor Heimpublikum ihren Club zu repräsentieren ist für das Duo eine coole Sache.

Die Schlussrangierung ist an heimischer Wirkungsstätte von höherer Bedeutung als anderswo. «Am Heimturnier will man natürlich gewinnen», erklärt Wicki-Torres und lässt in der Folge mit einem Schulterzucken erahnen, dass es nicht nach Plan lief. «Es ist dumm gelaufen», zeigt sich Lopez enttäuscht. Die Buchser wurden mit einem Punkt aus sechs Spielen Letzte.

Im Vordergrund: Spass und Club würdig repräsentieren

Am frühen Sonntagmorgen war die Gemütslage der Mannschaft erheblich besser. Die Vorfreude aufs Heimturnier war bei der Besammlung in der Garderobe gross. Trainer Patrick Kästli erklärte zügig den Ablauf und die Regeln des Turniers, ehe er das Ziel formulierte und auf was er Wert lege. «Wir wollen so weit wie möglich kommen. Aber hauptsächlich wollen wir viel Spass haben und unseren Verein gut repräsentieren.» Auf dem Feld soll gelaufen, gekämpft sowie mittels Zwei-Kontakt-Spiel gut gespielt werden.

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Nachdem Kästli das Spielsystem erläutert hat, ging es motiviert in die Halle. Während die Trainer die Turnierleitung begrüssten, präsentierten sich die Buchser D-Junioren von ihrer selbstständigen Seite und liefen schon mal ein. Kästli übernahm danach das Zepter, als es ans Einspielen ging.

Zum Turnierstart versagte bei den Spielern der Kopf

Vor der ersten Partie gab dann der Trainer die Aufstellungen des ersten und des zweiten Blocks bekannt. Statt einzelne Spieler während der Partie auszuwechseln, werden gleich sämtliche Feldspieler getauscht. Nach dem obligaten Schlachtruf «Auf geht’s, FC Buchs» war dann alles bereit für die erste Begegnung – ausser die Spieler selbst. Nach 30 Sekunden fiel das 0:1, eine Minute später hiess es bereits 0:2. Ein veritabler Fehlstart ins Turnier. Am Ende hiess es 1:3 gegen Balzers. Zurück in der Garderobe erfolgte die Analyse. Patrick Kästli hielt dabei fest: «Der Gegner war nicht besser. Doch er war im Kopf parat – wir nicht.» Ihm fiel ebenfalls auf, dass seinen Schützlingen in jeder Aktion die Entschlossenheit fehlte.

Die Wiedergutmachung in der zweiten Partie gelang dem Buchser Team – ausser auf der Resultattafel: 0:1 gegen Republika Sprska durch einen späten Gegentreffer. Von der ersten Sekunde an war die Truppe präsent. Sie kämpfte um jeden Ball, pflegte wann immer möglich das Zusammenspiel und agierte in der Defensive stilsicherer. Vom Steigerungslauf ausgeschlossen blieb die Offensivleistung. Gute Torchancen waren Mangelware.

Bis zum bitteren Ende in der Negativspirale gefangen

Der Niederlage zum Trotz war die Stimmung in der Garderobe gut. Hoffnungsvoll blickte man auf den weiteren Turnierverlauf. Wie gewohnt entliess Kästli die Junioren in die Pause und gab Ort und Zeit der Besammlung vor dem nächsten Spiel bekannt. Nur ein kleiner Teil der Kinder geht in der Pause zu Eltern oder Verwandten. In Gruppen aber auch alleine wird das Erlebte des letzten Spiels verarbeitet und man schaut den anderen Teams zu. Manch einer tut dies sehr aufmerksam und studiert den nächsten Gegner. Oder man beobachtet die Spielweise der anderen Junioren und schnappt so auf, was man selber besser machen könnte.

Doch das Buchser Spiel erfuhr keine Verbesserung. Auch die motivierenden Worte des Trainer-Duos fruchteten nicht. Patrick Kästli und Christoph Wicki nahmen zwar erneut Änderungen vor – doch der Erfolg wollte sich nicht einstellen. Die Mannschaft raffte sich zwar in jeder Pause auf und hielt in jeder Partien gut mit, zuweilen wurde der Gegner sogar dominiert. Doch die offensiven Mängel wurde Buchs bis zum letzten Abpfiff nicht mehr los. 0:2 gegen Sevelen, 0:1 gegen Eschen/Mauren, 0:2 gegen Glarus und ein 0:0 gegen Grabs b – so die ernüchternde Bilanz.

«Ich bin zufrieden mit der Leistung. Wir haben ein gutes Turnier gespielt. Nur die Resultate haben nicht gepasst», sagt Torhüter Yoshua Tapia Lopez stellvertretend für sein Team. Als «frustrierend» beschreibt Stürmer Nicolas Wicki-Torres die Geschehnisse vor dem gegnerischen Tor. Doch er ist überzeugt, dass die gemachten Erfahrungen ihm und der Mannschaft künftig zu Gute kommen. Was auch das Ziel eines Turniers sein soll: Junioren fordern und fördern.