Titelfavorit Squashclub Grabs setzt ein erstes Zeichen und gewinnt zum Saisonauftakt in der Final-Reprise

Der Squashclub Grabs beginnt die neue Saison, wie er die alte beendet hat: Mit einem Sieg über Uster.

Robert Kucera
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Der Österreicher Aqeel Rehman geht in dieser Saison wieder für Grabs auf Punktejagd.

Der Österreicher Aqeel Rehman geht in dieser Saison wieder für Grabs auf Punktejagd.

Bild: Robert Kucera

Die beiden letzten Interclub-Meisterschaften gewann jeweils die erste Mannschaft des Squashclubs Grabs. Doch damit hat der zweifache Schweizer Meister nicht genug. Diese Saison wird Titel Nummer drei angestrebt. Kann dies gelingen? «Ich denke schon. Wir haben dieses Jahr wiederum ein gutes Team und unser Ziel ist es, in jedem Spiel zu siegen», sagt Yannick Wilhelmi.

In der Favoritenrolle fühlen sich die Grabser sehr wohl und haben am Donnerstagabend ihr erstes Saisonspiel, ausgerechnet gegen den Finalgegner der letzten Saison, mit 3:1 gewonnen. Doch die Partie war hart umkämpft und hätte leicht auf die andere Seite kippen können. Gut möglich, dass Grabs gegen Uster auch im Frühjahr 2021 ein unterhaltsames letztes Meisterschaftsspiel, sprich Playoff-
Finalspiel, sein wird.

Aqeel Rehman kehrt nach Grabs zurück

Das Meisterteam ist zusammen geblieben und hat sich sogar noch verstärkt. Der Österreicher Aqeel Rehman kehrt nach Grabs zurück. «Als mich Captain Elisabeth Lamprecht gefragt hat, ob ich wieder zurückkommen wolle, habe ich sofort zugesagt», äussert sich Rehman. «Es ist ein schönes Gefühl hier zu sein, weil ich alle Leute kenne und auch meine Mitspieler. Schön, wieder Teil dieser Mannschaft zu sein, ich bin sehr glücklich.» Und er teilt den Grabser Ehrgeiz: «Ich traue dem Team die Titelverteidigung zu. Wir zählen zu den grossen Favoriten – und ich kann mit diesem Druck umgehen.»

Worte, die Elisabeth Lamprecht natürlich gerne hört. Dass das Team in der Breite sehr gut aufgestellt ist, ist natürlich auch der aktuellen Coronasituation geschuldet. Spieler könnten erkranken oder dürfen nicht in die Schweiz einreisen. «Also haben wir versucht, uns möglichst breit aufzustellen. Lieber ein Spieler zu viel, als zwei Spieler zu wenig», hält der Captain fest. Doch die latente Unsicherheit, ob die Meisterschaft im normalen Rahmen durchgeführt werden kann, bedrückt auch sie. «Wir hoffen, dass unsere Spieler gesund bleiben, in die Schweiz kommen dürfen und dass der Spielbetrieb läuft. Das ist fast wichtiger als
alles andere.»

Neo-Zürcher bleiben dem Werdenberg treu

Weiterhin kann Lamprecht auf die Dienste von Yannick und Luca Wilhelmi zählen – obwohl beide nun in einer WG in Zürich wohnen und dort trainieren. «Nur Luca ist in Zürich beheimatet, weil er da studiert», sagt Yannick Wilhelmi. Er selbst bereitet sich intensiv darauf vor, Squashprofi zu werden. «Also brauche ich stärkere Gegner und andere Einflüsse.» Die Nummer fünf der Schweiz spielt häufig mit Robin Gadola (CH3) und hat auch schon mit Dimitri Steinmann (CH2) trainiert.

Doch Zürich ist für die Wilhelmis keine Option, um hier Interclub zu spielen. «Der Club hat so viel für Luca und mich gemacht, ich finde es supertoll, für den Squashclub Grabs zu spielen», hält Yannick Wilhelmi fest.

Grabs - Uster 3:1
Nach Sätzen: 10:7. – Nach Punkten: 163:137.
Die Partien: Valentin Rapp vs. Robin Gadola 2:3 (11:9, 4:11, 11:9, 9:11, 8:11). – Rudi Rohrmüller vs. Miguel Mathis 3:2 (7:11, 11:6, 11:4, 5:11, 11:9). – Aqeel Rehman vs. Joel Siewerdt 3:2 (6:11, 11:4, 4:11, 11:3, 11:5). – Yannick Wilhelmi vs. David Bernet 3:0 (11:1, 11:5, 11:4).