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Tier angefahren – was tun?

Unfälle mit Tieren im Strassenverkehr können leider nicht komplett verhindert werden. Dies ist nicht strafbar – solange der Unfallverursacher den Unfall meldet.
Jessica Nigg
Je nach Jahreszeit kreuzen mehr oder weniger Tiere die Strassen. (Bild: Archiv)

Je nach Jahreszeit kreuzen mehr oder weniger Tiere die Strassen. (Bild: Archiv)

Zusammenstösse zwischen Fahrzeugen und Tieren lassen sich nicht gänzlich verhindern. Die Tiere kreuzen die Fahrbahn meist unverhofft, so dass Autofahrern keine Zeit für eine Reaktion bleibt. Wer sich allerdings bewusst ist, dass dies jederzeit geschehen könnte, ist vielleicht etwas aufmerksamer und hat die Fahrbahn stets über ihren Rand hinaus im Auge.

Einige Unfälle können vermieden werden

Einige Unfälle lassen sich wohl auch vermeiden, wenn man sich mit dem Verhalten der Tiere auseinandersetzt. So sind sie am Morgen, am Abend und in der Nacht besonders aktiv. In der vermeintlich schützenden Dunkelheit sind viele von ihnen unterwegs. Allerdings können sie herannahende Fahrzeuge nicht einschätzen und rennen deshalb nicht weg vor entgegenkommenden Autos, sondern starren in die grellen Scheinwerfer.

Neben der Tages- und Nachtzeit beeinflussen auch die Jahreszeiten das Verhalten der Tiere. So sind im Frühjahr viele Tiere auf Partnersuche. Ebenfalls im Frühjahr machen viele unerfahrene Jungtiere ihre ersten (und leider manchmal gleichzeitig ihre letzten) Ausflüge in die grosse, weite Welt. Im Sommer sind es dann die Rehe, die ihre gesamte Aufmerksamkeit der Paarung widmen. Im Herbst werden Gemeinschaftsjagden durchgeführt – was auch im Strassenverkehr zu mehr Unfällen führt. Im Winter schliesslich ist es das Salz, welches die Tiere auf die Fahrbahn lockt.

Die Kantonspolizei St. Gallen rät, das Tempo bei Warntafeln für Tiere sowie in Wohngebieten zu reduzieren. «Seien Sie wachsam und lassen Sie sich nicht ablenken», ist ein weiterer Tipp der Kantonspolizei an die Verkehrsteilnehmer. Ausserdem sollten Fahrer die Strassenränder gut im Auge behalten, besonders beim Passieren von Waldstücken, Hecken oder Getreidefeldern. Falls es die Situation zulässt, sollte man nahe an der Strassenmitte fahren. Auch Unfälle mit Pferden oder Kutschen können vermieden werden, wenn Verkehrsteilnehmer diese langsam und mit genügend seitlichem Abstand überholen. Wer ein Tier in Strassennähe sieht, sollte unbedingt das Tempo drosseln, das Licht auf Abblendlicht reduzieren, rät die Kantonspolizei weiter. Sollte das Tier bereits auf der Strasse sein, sollten Verkehrsteilnehmer das Tempo reduzieren und – ausser bei Viehherden und Pferden – hupen. Ebenfalls wichtig ist es, das Abblendlicht und die Warnblinker einzuschalten und wenn möglich ganz anzuhalten, bis die Gefahr eines Unfalls nicht mehr besteht.

Unfälle unbedingt bei der Polizei melden

Auch den Behörden ist klar: Ein unfehlbares Konzept zur Vermeidung von Tierunfällen gibt es nicht, denn jedes Tier reagiert anders auf Strassen und Fahrzeuge. Deshalb kann dies auch der aufmerksamsten Fahrerin oder dem aufmerksamsten Fahrer passieren. «Dies ist soweit auch nicht strafbar – solange der Unfallverursacher den Unfall meldet», heisst es in einer Infobroschüre der Polizei zum Thema. Das Gesetz schreibt vor, dass bei Unfällen mit Tieren die Polizei informiert werden muss. Sie weiss auch, welche weiterführenden Massnahmen nötig sind. Bei einem Unfall mit Haustieren sollten, wenn immer möglich, die Besitzer informiert werden. Ist dies nicht möglich, sollte der Unfall ebenfalls bei der Polizei gemeldet werden. «Grundsätzlich hat ein korrekt handelnder Tierunfallverursacher keine strafrechtlichen Konsequenzen zu erwarten», heisst es weiter. Ausserdem übernimmt meist die Teil- oder Vollkasko-Versicherung einen Grossteil der Reparaturkosten – allerdings nur, wenn der Schaden gemeldet worden ist. Man hilft damit also nicht nur dem Tier, das sich nach dem Unfall vielleicht mit Schmerzen versteckt hat und gefunden und verarztet oder gar erlöst werden muss, sondern auch sich selbst.

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