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Wartauer Filmbeitrag begeistert Jury durch authentische Umsetzung des Themas

Der Kurzfilm von acht Wartauern Primarschülern erhielt an den Schweizer Jugendfilmtagen eine besondere Auszeichnung.
Hanspeter Thurnherr
Die acht Schülerinnen und Schüler mit Lehrerin Nuria Gysin (links) und Filmemacherin Gaby Balsinger. (Bild: pd)

Die acht Schülerinnen und Schüler mit Lehrerin Nuria Gysin (links) und Filmemacherin Gaby Balsinger. (Bild: pd)

Schon dass der Kurzfilm der Wartauer Schüler aus 25 Filmen der Kategorie B von einer Jury ausgewählt wurde, mit acht anderen Filmen an den Jugendfilmtagen gezeigt zu werden, war ein grosser Erfolg. Aber damit nicht genug. Zwar reichte es nicht zu einem der drei ersten Plätze, die mit einem Geldpreis belohnt wurden. Aber der Wartauer Film erhielt eine spezielle Auszeichnung, weil er gemäss der Jury «ein erfrischender Film» sei, der das Thema originell, kreativ und authentisch umgesetzt habe.

Das Thema wird in der Kategorie B jeweils von den Schweizer Jugendfilmtagen vorgegeben. Bei der 43. Austragung lautete das Thema «Power – was stärkt mich?». Die acht Schüler im Alter zwischen 9 und 13 Jahren arbeiteten an diesem Film. «Diese Schülerinnen und Schüler arbeiten einen Tag pro Woche im Rahmen der Begabtenförderung an eigenen Projekten oder – wie in diesem Fall – an einem gemeinsamen Projekt», erklärt Nuria Gysin, die als Lehrerin für die Begabtenförderung in der Primarschule Wartau verantwortlich ist. Fachliche Unterstützung erhielten die jugendlichen Filmemacher in Form eines Workshops mit der Filmschaffenden Gaby Baldinger. In zweieinhalb Tagen lernten sie, wie man eine Idee entwickelt, Szenen aufzeichnet, Kameraeinstellungen findet und den Film schneidet und vertont.

Eigenwillige Geschichten über Kraft erzählt

Jeder Schüler wählte einen Gegenstand und erzählte dazu, warum ihn dieser Gegenstand stärkt und ihm Kraft gibt. Daraus entstanden schliesslich fünf kleine Geschichten, die szenisch umgesetzt wurden. Beispielsweise inspirierte die Ruine Wartau einen fussballbegeisterten Schüler, sich auszumalen, ob und wie allenfalls im Mittelalter Fussball gespielt wurde – und welche Rolle Unterhosen dabei spielen. Geister, Eulen, Stift und Schreibblock sowie ein Spielzeugauto sind die weiteren Auslöser für Geschichten – und für die überraschende Umsetzung durch die Schüler. Dabei waren sie nicht nur selber für Kameraführung und Ausstattung zuständig, sondern standen auch als Darsteller und Erzähler ihrer Geschichten vor der Kamera.

Zuerst vor der Kamera, dann auf der Bühne

«Die Schüler haben während der Dreharbeiten im vergangenen November und Dezember gemerkt, dass es viel Ausdauer braucht. Aber sie hatten dabei viel Spass und waren trotz Kälte motiviert – und selber gespannt auf das Ergebnis. Denn sie konnten sich ja nicht vorstellen, wie der Film aussieht, wenn er fertig geschnitten ist», erzählt Nuria Gysin. Der Film erlebte seine «Vorpremiere», als er den Eltern gezeigt wurde. Die eigentliche Premiere war die erste von zwei Vorführungen am Jugendfilmfestival im Zürcher Theater der Künste. Für die Schülerinnen und Schüler Benni Bauckhage, Chayenne Tischhauser, Elbin Kuljici, Fabio Gabathuler, Gabriel Berger, Gabrielle Gourinchas, Nathan Aumann und Patrick Weidmann war es auch deshalb ein besonderes Erlebnis, weil sie auf der Bühne zur Entstehung des Filmes und den Dreharbeiten Rede und Antwort stehen durften.

Filmfestival für Jugendliche

Die Schweizer Jugendfilmtage sind das grösste nationale Fes­tival für Filme von Jugendlichen und finden jeweils im Frühling statt. Jeweils im Herbst organi­sieren die Schweizer Jugendfilmtage thematische Filmworkshops für Kinder und Jugendliche. Über 3000 Jugendliche sind jährlich als Filmemacher oder Besucher an den Jugendfilmtagen beteiligt.

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