Werdenberg/Obertoggenburg
Telefonstörung und Wasser: Feuerwehren im Werdenberg und Obertoggenburg im Einsatz

In Teilen der Schweiz haben die starken Regenfälle seit Mittwoch zu Hochwasser und Schäden geführt. Auch im W&O-Gebiet stiegen die Wasserpegel an, aber nicht so stark, dass es grössere Probleme gegeben hätte. Wie eine Umfrage des W&O bei den Feuerwehren zeigt, mussten sie nur vereinzelt ausrücken. Aufgrund der Störung der Notruf-Kommunikation hatten trotzdem nicht alle Feuerwehrangehörigen eine ruhige Nacht.

Corinne Hanselmann
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Der Rhein erreichte in der Nacht auf Freitag um etwa 3.30 Uhr den höchsten Stand. Im Verlauf des Freitags sank der Pegel wieder.

Der Rhein erreichte in der Nacht auf Freitag um etwa 3.30 Uhr den höchsten Stand. Im Verlauf des Freitags sank der Pegel wieder.

Bild: Corinne Hanselmann

In der Gemeinde Grabs beispielsweise aufgrund des überlasteten Meteorwassersystems im Gebiet Wetti. Von Donnerstagnachmittag bis Freitagmorgen musste dieses während rund zehn Stunden mit Pumpen entlastet werden, ist vom Grabser Feuerwehrkommandant Daniel Koller zu erfahren. Etwa sieben Angehörige der Feuerwehr standen im Einsatz.

Marcel Senn, Kommandant der Feuerwehr Werdenberg Süd, berichtet von einer Hand voll kleiner Einsätze in Buchs und Sevelen. Dabei musste Wasser aus Kellern gepumpt werden. Ansonsten sei die Situation nicht ausserordentlich gewesen. Es gehöre zum normalen Ablauf der Feuerwehr, dass bei anhaltenden Regenfällen die Bäche beobachtet werden, um einen Wissensvorsprung zu haben und nötigenfalls reagieren zu können, so Senn.

Bei den Feuerwehren in Wildhaus-Alt St.Johann, Gams und Sennwald gab es aufgrund der Regenfälle keine Einsätze.

Notrufnummern nicht erreichbar: Feuerwehrdepots wurden besetzt

Dennoch hatten nicht alle Feuerwehrangehörige eine ruhige Nacht. Denn kurz vor Mitternacht kam es zu einer Störung bei der Notruf-Kommunikation. Davon betroffen waren mehrere Kantone, darunter auch St.Gallen. Notfallnummern wie 112 oder 117 waren nicht erreichbar. Sämtliche Feuerwehren wurden alarmiert, damit diese ihre Depots besetzen und als Ansprechpartner für die Bevölkerung zur Verfügung stehen.

«Wir haben daraufhin die Strassenbeleuchtung einschalten lassen, damit Leute wenigstens etwas Licht hätten, falls sie zum Feuerwehrdepot kommen müssten», berichtet der Grabser Feuerwehrkommandant. Die Telefonstörung hielt bis Freitagmorgen an.

Wegen Hochwassergefahr wurden im Rheintal die Rheinvorländer gesperrt.

Wegen Hochwassergefahr wurden im Rheintal die Rheinvorländer gesperrt.

Bild: PD

Im Rheintal wurden als Reaktion auf die Hochwasser-Gefahrenmeldung des Bundesamtes für Umwelt vorsorglich die Fuss- und Radwege in den Rheinvorländern zwischen Widnau und St.Margrethen gesperrt, informierte die Organisation Internationale Wasserwehr am Alpenrhein. Die Bevölkerung wurde gebeten, sich nicht in der Nähe des Rheins aufzuhalten.

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