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Tausende Fische verenden im Balzner Giessen

Tiefes Grundwasser und Biberdämme haben in Balzers zu einem massiven Fischsterben geführt. Der Fischereiverein schlug Alarm – die Biberdämme wurden entfernt.
An den meisten Stellen ist der Giessen komplett ausgetrocknet.
Hunderte Bachforellen und über tausend Groppen sind im Giessen in Balzers verendet. (Bild: Bilder: Rainer Kühnis)
Bachforellen suchen nach tieferem Wasser und schnappen nach Luft.
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Tausende Fische verenden im Balzner Giessen

(dv) Die lang anhaltende Trockenheit treibt dem Fischereiverein seit vielen Wochen die Sorgenfalten auf die Stirn. Nicht genug, dass das Grundwasser nach wie vor beunruhigend tief ist, jetzt macht zusätzlich der Biber einmal mehr zu schaffen.

Anfang Woche hat ein besorgter Mitbürger den ausgetrockneten Giessen und tote Fische in Balzers entdeckt und unverzüglich den Fischereiverein kontaktiert. Dieser wiederum schlug sofort beim Amt für Umwelt Alarm, als er entdeckte, dass der Oberaubach/Kappelebach auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern infolge niedriger Wasserzufuhr und zusätzlicher Biberdämme nahezu ausgetrocknet war. «Dabei starben hunderte Bachforellen und schätzungsweise über tausend Groppen», bedauert Rainer Kühnis, Präsident des Fischereivereins. Nur durch ein sofortiges Entfernen von mehreren Biberdämmen könne ein noch grösserer Schaden abgewendet werden.

Besondere Problematik in Balzers

Schuld am Fischsterben: der niedrige Wasserstand in Kombination mit den Biberdämmen. «Im Normalfall würden diese Dämme wohl nur kleinere Probleme verursachen. Zurzeit kommt aber nur sehr wenig Wasser vom Bewässerungsstollen», erklärt Rainer Kühnis. Dazu müsse gesagt werden, dass das Balzner Giessensystem über dem Grundwasser liegt und deshalb künstlich bewässert werden muss. «Es handelt sich um fischereiliches Schongebiet, das bereits in den Jahren 1986 bis 1988 für viel Geld wiederbewässert wurde.» Wenn dann ohnehin wenig Wasser fliesse und die Biber dieses noch zusätzlich stauen würden, versickere es einfach im Boden und der Bach trockne aus.

«Einsatz auch für Flora und Fauna»

Bereits vor rund zwei Jahren habe der Fischereiverein genau auf dieses Problem hingewiesen. «Nun ist eingetreten, was wir befürchtet haben. Ein Gewässerarm ist bereits fischlos, weitere werden folgen, sollten die Aktivitäten des Bibers nicht besser kontrolliert werden.» Der Fischereiverein forderte deshalb ein Bibermanagement, das sich auch für Fauna und Flora einsetzt. Denn das starke Aufkommen der Biber führe vor allem in den kleineren Gewässern wie eben in Balzers zu Problemen. Die Bauten der Biber würden sich dabei massiv auf den Gewässerkörper auswirken. Jahrelange Bemühungen des Fischereivereins und anderer Umweltvereine, die Giessen von stauendem Unrat zu befreien, damit das Wasser im Flussbett bleibe, würden so zunichtegemacht.

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