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Talk-Show rund um Rheinbrücke

Nicht nur die 150 Jahre alte Rheinbrücke verbindet Schaan mit Buchs. Dass die zwei Gemeinden eine besondere Beziehung zueinander haben, zeigte Sebastian Frommelt am Freitag auf.
Manuela Schädler
Richard Wanger und Christina Schlegel stellen sich den Fragen des Moderators Sebastian Frommelt. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Richard Wanger und Christina Schlegel stellen sich den Fragen des Moderators Sebastian Frommelt. (Bild: Tatjana Schnalzger)

Filmemacher und Initiant der Scana-Panorama-Reihe Sebastian Frommelt wollte schon immer Buchs und Schaan in einem Projekt zusammenbringen. Das 150-Jahre-Jubiläum der Rheinbrücke zwischen den beiden Ortschaften hat nun eine gute Gelegenheit dafür geboten. «Ich habe Menschen porträtiert, welche die Brücke in ihrem Alltag immer wieder überqueren», sagte Sebastian Frommelt in seiner Begrüssung. Der Abend war gespickt mit Film, Comedy und Musik. So war Gitarrist Roger Szedalik wie auch das Kabarettduo Zwietracht mit von der Partie.

Hansruedi Rohrer war Star des Abends

Im Mittelpunkt standen jedoch die Video-Einspielungen, in welchen die verschiedenen Persönlichkeiten vorgestellt wurden. Das Highlight war jeweils der Talk mit den Menschen von hüben und drüben des Rheins. Mit einem Augenzwinkern wurden besondere Geschichten und Erlebnisse in Zusammenhang mit der verbindenden Brücke erzählt.

Da sind Richard Wanger, der als Schaaner Brot in Buchs verkauft und Christina Schlegel, die als Buchserin Gemüse in Schaan verkauft. Beide fühlen sich in der jeweils anderen Gemeinde wohl. Familiär und solidarisch sei die Zusammenarbeit.

Die Schaaner Synchronschwimmerin Lara Mechnig überquert die Brücke fünfmal in der Woche, damit sie im Schwimmbad Flös trainieren kann. Zu ihrer Trainerin aus Buchs ist eine enge Beziehung entstanden.

Der Star des Abends war jedoch der Buchser Stadtchronist Hansruedi Rohrer. Mit seinem speziellen Humor erzählte er, wie er früher Fürstin Gina im Jelmoli an der Bahnhofstrasse einkaufen sah. Die Bahnhofstrasse feiert übrigens auch ihr 150. Jubiläum. Wie auch die Harmoniemusik Schaan, die gestern ihren eigens komponierten Marsch präsentieren konnte. «Im Jahr 1868 ist einiges passiert», stellte Sebastian Frommelt fest. Hansruedi Rohrer unterstützt die Archivarin Hanna Rauber in ihrem Vorhaben, eine Internetseite über die Entwicklung der Bahnhofstrasse Buchs zu gestalten. Dabei hat jedes Gebäude seine eigene Geschichte zu erzählen.

Jeder Film wird in einem Buch festgehalten

Hansruedi Rohrer wurde gleich zweimal auf die Bühne gebeten. Denn er fährt auch oft über die Rheinbrücke – und zwar ins TAKino nach Schaan. Er sei als Jugendlicher immer Zuhause gesessen, seine Mutter habe ihn dann zu einem Kinobesuch ermutigt. Das sei 1967 gewesen. «Seitdem ist das Kino mein Erholungsort», erzählte er. Und wie es für einen Chronisten gehört, wird in einem Buch jeder Film festgehalten, den er gesehen hat. «Zum einen will ich meine Kinobesuche dokumentieren, aber es soll mir auch helfen, die Filme nicht zweimal anzuschauen», schmunzelte er. Markus Wille, Leiter des TA-Kinos, schätzt den Stammgast aus Buchs. Er gehöre bereits zum Inventar, betonte er. In der Video-Einspielung führte Wille Hansruedi Rohner durch den Rohbau des neuen Kinos.

Das Publikum konnte aber nicht nur die verschiedenen Menschen der zwei Gemeinden näher kennenlernen. Eva Pepic-Hilbe, Leitern des Schaaner Archivs, erzählte über die Leinwand, wie die Menschen vor der Brücke lebten, weshalb es schliesslich zum Brückenbau kam und weshalb ein Buchser Feuerwehreinsatz beim Grossbrand im Jahr 1874 in Schaan einen Beitrag zur Zollunion mit der Schweiz leistete.

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