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Marc Sway brachte den Sommer mit ins Buchser Fabriggli

Der Schweizer Popstar Marc Sway gastierte im Fabriggli. Mit im Gepäck hatte der Strahlemann nicht nur unwiderstehliche Radiohits, sondern auch eine exzellent groovende Liveband und jede Menge gute Laune.
Christian Imhof
Marc Sway erwies sich auch im Fabriggli als ein Musiker und Entertainer der Extraklasse. (Bild: Christian Imhof)

Marc Sway erwies sich auch im Fabriggli als ein Musiker und Entertainer der Extraklasse. (Bild: Christian Imhof)

Am vergangenen Freitag zeigte sich der April wettertechnisch von seiner kreativsten Seite. Sturmartige Böen wechselten sich während des Tages ab mit intensiven Regenschauern. Wirklich sommerliche Temperaturen herrschten in Buchs auch am Abend noch nicht.

Und doch unternahmen viele Menschen spontan einen kleinen Spaziergang ins Fabriggli, da die Parkplatzsituation wenig Alternativen bot. Marc Sway trat nach dem kurzen Intro wilder Trommelgeräusche gemeinsam mit seiner Schwester Carmen auf die Bühne und zog das Publikum in seinen Bann.

Ein Fest, wie es in Brasilien gang und gäbe ist

Mit den Worten «ihr seid ja wirklich alle gekommen» begrüsste Marc Sway die Zuschauer. Er habe sich Gedanken gemacht vor dieser Tour und sei ein wenig weggekommen vom «normalen» Konzertspielen. Er habe einen grossen Wunsch, und zwar den, dass an diesem Abend in Buchs ein Fest stattfinde, wie es in Brasilien gang und gäbe sei. Um dieses Vorhaben zu realisieren, sei er auf das Mitsingen und Tanzen des ganzen Theaters angewiesen, sagte der Musiker.

Das grösstenteils weibliche Publikum konnte ihm diesen Wunsch nicht ausschlagen und verwandelte den bis auf den letzten Platz ausverkauften Saal in einen regelrechten Hexenkessel.

Vor seinem grossen Hit «Non, non, non» aus dem Jahr 2012 plauderte der Schweiz-Brasilianer ein wenig aus dem Nähkästchen. Er empfinde die französische Sprache als eine sehr schöne, die Emotionen und Gefühle sensationell ausdrücken könne, wenn man sie dann verstehe. Ihm fehle es an Vokabular, was Interviews auf der anderen Seite des Röstigrabens zu einer regelrechten Herausforderung werden lassen. Seine Kollegen hätten ihm erklärt, anstatt sich seit sieben Jahren über dieses Defizit zu ärgern, hätte er auch gleich einfach Französisch lernen können und würde es heute sicherlich beherrschen. Das Publikum, welches sich in seinen Erzählungen zu einem grossen Teil selber wieder fand, lachte und verzieh dem Sänger das Manko, welches er mit vielen anderen Talenten gut zu kaschieren vermochte.

Sway möchte mit seiner Musik alle umarmen

Erstaunlich viele Songs, welche sofort mitgesungen werden konnten, brachte Sway am Freitagabend auf die Bühne des Werdenberger Kleintheaters. Er, der erstmals vor 16 Jahren in der Schweizer Hitparade aufgetaucht ist, strahlte pure Lebensfreude und ehrliche Dankbarkeit aus. Auch wenn Hypes vorbei gehen und es nicht viele schaffen, sich derart lange im Musikbusiness zu halten, spürte das Publikum bei jedem Ton, dass dies für den Zürcher auch heute noch nicht selbstverständlich ist und dass er mit seiner Musik am liebsten alle umarmen möchte.

«Severina», «Losing» oder auch der Überhit «Us Mänsch» brachten den Sommer nach Buchs und zeigten, wie viel ansteckende Freude der Mann mit zwei Seelen in der Brust durch Melodien für die Massen vermitteln kann.

Volksfest im Kleintheater

Auch wenn Marc Sway durch seine enorme Sprachenvielfalt nicht leicht zu schubladisieren ist; durch sein positives Charisma und seine Freude an der Musik verwandelte er das Werdenberger Kleintheater Fabriggli in ein Volksfest. Fast so, als läge Buchs direkt an der Copa Cabana.

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