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Obertoggenburger SVP-Lob für die Task Force Klanghaus – doch: «Im Trockenen ist noch nichts»

SVP-Kantonsräte aus dem Obertoggenburg hatten das erste Klanghaus-Projekt im März 2016 abgelehnt. Dem Kompromiss-Vorschlag stimmen sie nun zu. Insbesondere schafft bei ihnen Goodwill, dass der Kanton keinen Beitrag an das Betriebsdefizit mehr leisten muss.
Thomas Schwizer
Auch SVP-Kantonsräte aus der Region Obertoggenburg unterstützen die aus ihrer Sicht massgeblich verbesserte neue Vorlage für den Bau und Betrieb des Klanghaus Toggenburg. (Bild: Martin Knoepfel)

Auch SVP-Kantonsräte aus der Region Obertoggenburg unterstützen die aus ihrer Sicht massgeblich verbesserte neue Vorlage für den Bau und Betrieb des Klanghaus Toggenburg. (Bild: Martin Knoepfel)

Der St.Galler Kantonsrat hat am Montag den Beschluss über den Bau des Klanghauses Toggenburg beraten. Die nachgebesserte Vorlage sieht gegenüber dem ersten Anlauf, den der Rat im März 2016 «versenkt» hatte, Mehrleistungen aus der Region vor.

Vier Kantonsräte aus dem Obertoggenburg sagen, ob sie der aktuellen Vorlage über den Klanghaus-Bau zustimmen werden. Was ist aus ihrer Sicht gegenüber der ersten Vorlage verbessert oder allenfalls verschlechtert worden?

Mirco Gerig: Kein öffentliches Geld für das Betriebsdefizit

SVP-Kantonsrat Mirco Gerig aus Alt St.Johann stimmt dem aktuellen Kompromiss-Vorschlag zu: «Die neue Klanghaus-Vorlage ist ausgewogener als jene im Jahr 2016. Bereits anfangs 2017 hat die SVP Toggenburg den Verantwortlichen einen Katalog mit konkreten Verbesserungsvorschlägen übermittelt.

Angesprochen haben wir beispielsweise Betriebskosten, Baufinanzierung, Standortwahl und Zugänglichkeit. Ebenfalls sollen dort, wo Aufträge in der Region vergeben werden können, diese bevorzugt werden. Die Standortauswahl wurde nicht mehr verändert. Hingegen wird etwa das erwartete Betriebsdefizit von der Klangwelt Toggenburg getragen, die aus einem geschaffenen Fonds finanziert wird.

Künftig muss darauf geachtet werden, dass dafür keine öffentlichen Gelder nötig sind. Kulturprojekte sollen wenn immer möglich privat finanziert werden und nicht primär Aufgabe des Staates sein. Folgedessen habe ich dem Kompromiss-Vorschlag in der überarbeiteten Form zugestimmt. Abschliessend soll nun das Stimmvolk über den Netto-Baukredit von 22,3 Millionen Franken über die Kulturinstitution Klanghaus Toggenburg abstimmen.»

Martin Sailer: Im Trockenen ist noch nichts

SP-Kantonsrat Martin Sailer aus Unterwasser freut sich, bleibt aber vorsichtig: «Ich sage aus vollstem und ehrlichsten Herzen Ja zum Klanghaus. Leider bin ich zusammen mit Stiftungspräsident Mathias Müller im Ausstand (Teilzeitpensum bei der Klangwelt Toggenburg) und kann die Debatte nur auf der Tribüne verfolgen. Nur zu gerne hätte ich mein Wissen zum Klanghaus im Saal weitergegeben.

Die neue Vorlage hat sehr viele Verbesserungen: Die Klangwelt finanziert das jährlich erwartete Defizit selber aus einem eigens geäufneten Fonds. Somit sind keine Jahresbeiträge des Kantons mehr nötig. Die Region Schwendi wird voll integriert, viele Anbieter gehen Kooperationen mit dem Klanghaus ein. Das Klanghaus wird für die Öffentlichkeit besser zugänglich und zum Beispiel für Firmen und Schulen zu mieten sein. Die Standortgemeinde verdoppelt ihren Jahresbeitrag, die Region leistet zudem eine sechsjährige Anschubfinanzierung. Über 10'000 Personen haben eine Petition unterschrieben.

Die Liste liesse sich beliebig weiterführen. Das Volk soll entscheiden dürfen am 30. Juni 2019. Danke ans Parlament für das klare Eintreten. Wir freuen uns, im Trockenen ist aber noch nichts.»

Ivan Louis: Vorschläge für Optimierung aufgenommen

SVP-Kantonsrat Ivan Louis aus Nesslau freut sich, dass konkrete Verbesserungsvorschläge der SVP Toggenburg weitgehend aufgenommen wurden: «In der Schlussabstimmung 2016 habe ich gegen das Klanghaus Toggenburg gestimmt. Das hat in meinem Wahlkreis Toggenburg doch für einige Aufregung und auch Unverständnis gesorgt. Ich konnte das unausgegorene Projekt jedoch nicht unterstützen.

Die Regierung ist damals in keiner Weise auf Kritikpunkte eingegangen. Es wurde versucht, die Vorlage durchzudrücken. Das hätte eigentlich klappen müssen, aber zu viele Befürworter hatten den Ratssaal bereits frühzeitig verlassen. Die SVP Toggenburg hat sich anfangs 2017 dann mit konkreten Verbesserungsvorschlägen bezüglich Zugänglichkeit, Betriebskosten, Erschliessung, Eigentumsstruktur und Wertschöpfung zu Wort gemeldet. Wir wollten bewirken, dass das Projekt beim zweiten Anlauf in verbesserter Form in den Kantonsrat kommt.

Es freut mich, dass die Taskforce Klanghaus Toggenburg unsere Optimierungsvorschläge weitgehend aufgenommen hat. Ich werde für die Bauvorlage stimmen, damit das Projekt im Juni 2019 dem St.Galler Stimmvolk vorgelegt werden kann.»

Kilian Looser: Ein gutes neues Projekt

FDP-Kantonsrat Kilian Looser aus Stein betont die vielen Verbesserungen im überarbeiteten Projekt: «Ich werde der Vorlage zustimmen. Die Betriebskosten konnten weiter reduziert werden. Die erweiterte Nutzung bringt Mehreinnahmen.

Das Klanghaus ist neu in die Klangschwendi integriert. Der Betrieb wird neu der Klangwelt Toggenburg übertragen, die seit mehr als 15 Jahren erfolgreich operiert. Die Klangwelt Toggenburg wird die Betriebskosten selber tragen. Für den Betrieb steht ein eigens geschaffener Betriebsfonds in der Grössenordnung von 5,3 Millionen zur Verfügung. Ein beachtlicher Teil davon stammt aus dem Toggenburg. Mit der Investition erfolgt eine Steigerung der Wertschöpfung auf über 5 Millionen pro Jahr.

Beim guten neuen Projekt soll das Volk das letzte Wort haben.»

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