Sturm weht an der A13 bei Weite Vliesplanen von Feldern auf Bäume

Die Autofahrer auf der A13 zwischen Trübbach und Sevelen wurden am Donnerstagmorgen von wild an Bäumen flatternden Vliesfetzen abgelenkt. Föhnsturm Cornelius hatte diese von einem angrenzenden Feld gefegt.

Jessica Nigg
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In den Bäumen statt auf dem Feld: Föhnsturm Cornelius hat ganze Arbeit geleistet. (Bild: PD)

In den Bäumen statt auf dem Feld: Föhnsturm Cornelius hat ganze Arbeit geleistet. (Bild: PD)

Föhnsturm Cornelius hat in der Nacht auf Donnerstag in den Bergen und Tälern der Schweiz für Winde mit Orkanstärke gesorgt. Auf dem Gütsch bei Andermatt wurden Böen von 183 Kilometern pro Stunde gemessen. Im Urner Reusstal blies es mit bis zu Tempo 129.

Auch das Werdenberg hat seinen Teil an Wind abbekommen: Hierzulande hätte der Sturm auch statt Cornelius auch Christo heissen können: Wie der grosse Verhüllungskünstler hat der Sturm ganze Arbeit geleistet und Bäume beidseits der A13 bei Weite mit Vliesplanen umwickelt. Sein «Arbeitsmaterial» holte sich der Sturm von einem Feld beim Schiessstand.

Keine Unfälle aber mehrere Einsätze

Vom Sturm verweht: Das Feld im Vordergrund ist etwa zur Hälfte abgedeckt. Die Vliesbahnen haben sich in den Bäumen verheddert. (Bild: Jessica Nigg)
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Das Vlies zu entfernen, wird nicht ganz einfach werden. (Bild: Jessica Nigg)
Eine potenzielle Gefahr: Die Vliesbahnen wurden über die Fahrbahnen der A13 geweht. (Bild: Jessica Nigg)
Das Werk des Windes: Sieht aus wie von Hand eingewickelt. (Bild: Jessica Nigg)
Neben den grossen Vliesbahnen ist der Wald in der Nähe des Feldes, das damit bedeckt war, verschmutzt mit Kleinteilen. (Bild: Jessica Nigg)
Hier ist das Problem nicht Mikroplastik in der Natur - sondern Makrokunststoff. (Bild: Jessica Nigg)
Verwirrend für Autofahrer: Die wehenden Vliesfetzen irritieren Fahrer. (Bild: PD)
Die Entsorgung der Vliesbahnen dürfte sich schwierig gestalten. (Bild: Jessica Nigg)

Vom Sturm verweht: Das Feld im Vordergrund ist etwa zur Hälfte abgedeckt. Die Vliesbahnen haben sich in den Bäumen verheddert. (Bild: Jessica Nigg)

Obwohl die flatternden Vliesbahnen wohl so manchen Autofahrer abgelenkt haben, gab es glücklicherweise an dieser Stelle keine Unfälle. Die Polizei musste während des Sturm auf Kantonsgebiet aber mehrfach Vlies, Plastik und andere Gegenstände von der Fahrbahn räumen.

Gemäss Bertrand Hug, Mediensprecher der Kantonspolizei, werden solche Schäden beziehungsweise Verunreinigungen normalerweise vom Verursacher beseitigt – es sei denn, dieser ist nicht nachzuweisen. Dann schreitet der Besitzer oder die zuständige Stelle zur Tat. In diesem Fall muss nicht ermittelt werden: «Ein Teil der verwehten Vliesbahnen gehört der Müller Azmoos AG», wie man dort dem W&O auf Anfrage mitteilte. «Wir werden versuchen, das Vlies bis am Freitag von den Bäumen und aus dem Wald zu entfernen», versprach die Gemüsehandelsfirma.

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Jessica Nigg