Stimmbürger sollen diskutieren dürfen: Kein Urnen-Entscheid über die Sanierung
der Grabser Glockenanlage

Am 24. Mai können die Stimmbürger der Evangelischen Kirche Grabs-Gams ihren Präsidenten, ein Mitglied der Vorsteherschaft und einen Abgeordneten in die Synode wählen. Auch wird über die Rechnung 2019 und das Budget 2020 entschieden. Die vorgesehene Abstimmung über den Investitionskredit für die Sanierung der Glockenanlage wird hingegen verschoben.

Alexandra Gächter
Drucken
Teilen
Über die Sanierung der Grabser Glockenanlage kann im Mai noch nicht entschieden werden. Die Abstimmung wird wenn möglich auf diesen Herbst verschoben.

Über die Sanierung der Grabser Glockenanlage kann im Mai noch nicht entschieden werden. Die Abstimmung wird wenn möglich auf diesen Herbst verschoben.

Bild: Hansruedi Rohrer

Die ordentliche Kirchgemeindeversammlung der Evangelischen Kirchgemeinde Grabs-Gams vom 27. März musste aufgrund der Coronapandemie abgesagt werden. Über die Jahresrechnung 2019 und das Budget 2020 kann an der Urnenabstimmung vom 24. Mai befunden werden. Die Wahlen finden ebenfalls an der Urne statt.

Die Kirchbürger sollen diskutieren können

Hingegen wird die Abstimmung über den Investitionskredit für die Sanierung der Glockenanlage auf die nächste Kirchbürgerversammlung verschoben. «Für die Sanierung der Glockenanlage wünschen wir uns eine offene Abstimmung. Wir möchten die Situation persönlich erklären können. Es wird sehr wahrscheinlich Fragen und eine Diskussion geben. Diese Möglichkeit möchten wir den Kirchbürgerinnen und Kirchbürgern einräumen. Deshalb kann an der kommenden Urnenabstimmung noch nicht über diesen Kredit entschieden werden», sagt Daniel Saluz, Co-Präsident der Kirchenvorsteherschaft. Da die Sanierung nicht so dringend ist, könne damit noch zugewartet werden.

«Wenn die Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus es zulassen, könnte die Versammlung diesen Herbst stattfinden.»

Daniel Saluz sagt weiter: «Ob dies Sinn macht, hängt unter anderem davon ab, ob es im Herbst zu einer Terminflut aufgrund anderer Verschiebungen kommt. Ideal wäre, wenn eine ausserordentliche Versammlung ungefähr Ende Oktober stattfinden könnte, an der wir über die Sanierung des Geläuts und über den Projektierungskredit für die Kirchensanierung entscheiden könnten.» 

Grabser Kirche will «zurück in geordnete Bahnen»

An der Urnenabstimmung vom 24. Mai darf die Stimmbürgerschaft der Evangelischen Kirchgemeinde Grabs-Gams einen Präsidenten, ein neues Mitglied der Kirchenvorsteherschaft sowie einen Abgeordneten in die Synode wählen. Die Kirchenvorsteherschaft schlägt den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern vor, Fabian Lippuner als neues Mitglied in die Kirchenvorsteherschaft zu wählen. Lippuner wirkt in der Abteilungsleitung der Cevi Jungschar mit und ist 20 Jahre jung.
Für die Wahl in die Synode schlägt die Kirchenvorsteherschaft Sascha Scherrer vor. Der 21-Jährige ist ebenfalls in der Abteilungsleitung der Cevi Jungschar tätig.

Thomas Gantenbein kandidiert fürs Präsidium.

Thomas Gantenbein kandidiert fürs Präsidium.

Bild: PD

Als Präsident wird Thomas Gantenbein vorgeschlagen. Gantenbein führte in den letzten knapp zwei Jahren zusammen mit Daniel Saluz das Co-Präsidium. Da bei Behörden ein Co-Präsidium rechtlich nicht vorgesehen ist, möchte die Evangelische Kirchgemeinde Grabs-Gams wieder zurück in «geordnete Bahnen».

Steuerbedarf von 1925000 Franken

Die Vermögensrechnung der Evangelischen Kirchgemeinde Grabs-Gams weist per 31. Dezember 2019 ein Eigenkapital von total 126337.83 Franken auf (31. Dezember 2018: 136684.95 Franken). Der Steuereingang im Jahr 2019 betrug 1991867.93 Franken (2018: 1970118.59 Franken). Die Steuererträge für das Jahr 2020 wurden eher vorsichtig budgetiert, schreibt die Kirchenvorsteherschaft. Auch weil der Kanton St. Gallen aufgrund der letzten Steuerrevision mit tieferen Erträgen rechnet. Die Verwaltungsrechnung 2020 erwartet einen Steuerbedarf von 1925000 Franken.