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«Stets mit Menschlichkeit geführt» - Chefarzt Thomas Meier tritt in den Ruhestand

Ende August tritt Thomas Meier, langjähriger Chefarzt der St.Galler Psychiatrie-Dienste Süd, in den Ruhestand. In einer von tiefer Verbundenheit geprägten Feier wurde sein weitreichendes Engagement gewürdigt.
Reinhold Meier
Geschätzter Gesprächspartner: Beim Abschied von Chefarzt Thomas Meier stand die Begegnung im Zentrum. (Bild: Reinhold Meier)

Geschätzter Gesprächspartner: Beim Abschied von Chefarzt Thomas Meier stand die Begegnung im Zentrum. (Bild: Reinhold Meier)

Festredner aus Politik und Gesundheitswesen betonten in Pfäfers, dass Meier stets den Menschen in den Mittelpunkt gestellt habe. Damit habe er dauerhaft zur Entstigmatisierung psychischer Krankheiten beigetragen. Durch seine Art habe er aber auch im Umgang mit den Mitarbeitenden und bis hinein in Arbeitsgruppen auf nationaler Ebene immer eine wertschätzende Atmosphäre geschaffen.

Fritz Forrer, Verwaltungsratspräsident der St.Galler Psychiatrie-Dienste Süd (PDS), hob hervor:

«Statt bloss zu kommandieren, zu kontrollieren und zu korrigieren, arbeitete er kompetent, klar und kooperativ.»

«Er ist ein Beziehungs-Mediziner», betonte Regierungspräsidentin Heidi Hanselmann den sozialen Fokus. Empathie, Ganzheitlichkeit und Bescheidenheit seien seine Markenzeichen.

Namensvetter und Amtskollege Thomas Meier, Chefarzt der Psychiatrie St.Gallen Nord, erklärte, der scheidende Patron vom Pirminsberg habe Medizin nicht einfach «angewendet», sondern die Begegnung mit dem Patienten geschätzt und dabei auch soziale wie politische Aspekte gesehen. «Das macht Hoffnung in Zeiten, da der Jargon der Betriebswirtschaft immer stärker in die Behandlung einsickert.»

Manche hätten Angst, so Meier weiter, dass die Medizin dabei sei, ihre Seele zu verkaufen. «Doch wie sollen wir dann die Seele der Patienten heilen?»

«Diese Haltung setzen wir fort»

Regula Meinherz und Michael Kammer-Spohn, Leitende Ärzte der Klinik St.Pirminsberg, sowie Pflegedienstleiter Carmine di Nardo brachten ihren Dank als Trio auf die Bühne im ergreifend schönen Klosterinnenhof, dem atmosphärischen Zentrum des historischen Bauensembles.

Motivierend, vertrauend, sorgfältig und dabei stets auf Augenhöhe, so habe Meier als Chefarzt gewirkt. «Diese Haltung wollen wir fortsetzen.» Auch Christoph Eicher, CEO der PDS, lobte das achtsame Miteinander. Dieses gründe in menschlicher Stärke, Verlässlichkeit und Gelassenheit.

Bogen zur Heilungstradition geschlagen

Eicher überreichte Meier die Nachbildung einer historischen Löwenskulptur, die einst im früheren Kloster als Schrein grösster Kostbarkeiten gedient hat, und schlug damit den Bogen zur uralten Heilungstradition, hier an der Porta Romana.

Meier selbst bedankte sich mit wenigen, schlichten und umso wirkungsvolleren Worten.

«Je näher mein Abschied kommt, umso stärker empfinde ich, dass wir Freunde werden und nicht nur Kollegen sind.»

Meier war 1989 als Oberarzt in die spätere PDS eingetreten und hat 1996 die Funktion des Chefarztes übernommen. Dabei prägte er nicht nur die Kultur der Klinik, sondern auch die in den Psychiatrie-Zentren Heerbrugg, Trübbach und Uznach. Besonders engagiert war er zudem im Aufbau der Psychologischen Ersten Hilfe sowie bei der Dargebotenen Hand.

Nachfolgerin Angela Brucher steht bereit

Seine Nachfolgerin wird Angela Brucher, die bereits seit vier Jahren als Leitende Ärztin bei den PDS tätig ist. Die 40-Jährige gilt mit einem überzeugenden medizinischen Leistungsausweis als bestens aufgestellt und ist auch mit den Abläufen schon gut vertraut.

Das Duo Arparco, Trio Helgrün und Poetry-Slammer Jachen Wehrli setzen die musischen Akzente beim festlichen Anlass.

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