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Kantonaler Richtplan: Steinbruch Starkenbach kann erweitert werden, bei Campiun herrscht Status quo

Die Regierung des Kantons St. Gallen erlässt die Anpassungen für den kantonalen Richtplan. Der Steinbruch Starkenbach in Wildhaus-Alt St. Johann soll erweitert werden.
Katharina Rutz
Die Erweiterung des Steinbruchs Starkenbach in Wildhaus-Alt St. Johann wurde vom Kanton in den Richtplan 18 aufgenommen. (Bild: Sabine Camedda)

Die Erweiterung des Steinbruchs Starkenbach in Wildhaus-Alt St. Johann wurde vom Kanton in den Richtplan 18 aufgenommen. (Bild: Sabine Camedda)

Das nationale Interesse am Abbau von Hartgestein wird gegenüber dem Schutzgebiet Speer-Churfirsten-Alvier höher gewichtet, dies schreibt die Staatskanzlei St. Gallen in ihrer Medienmitteilung zum Richtplan 18. Damit wird die mögliche Erweiterung des Steinbruchs in Starkenbach im kantonalen Richtplan festgesetzt. «Dies ist allerdings noch keine Abbaubewilligung», sagt Martin Schmid, Leiter Kantonale Planung im Amt für Raumentwicklung und Geoinformation, «sondern die Grundlage für die nachgeordnete Planung.»

Die Region Speer-Churfirsten-Alvier zählt zu den Landschaften von nationaler Bedeutung (BLN). Die Abbaustandorte ausserhalb der BLN-Schutzgebiete würden allerdings in der Schweiz nicht reichen, um den Bedarf an Hartgestein zu decken, heisst es in der Interessenabwägung des Kantons. Einen Bedarf angemeldet haben namentlich unter anderen die Schweizerischen Bundesbahnen, die Südostbahn, die Appenzeller Bahnen, die Weber AG in Wattwil sowie Herrmann Transporte AG in Gams. Kein anderer Steinbruch könne im Kanton St. Gallen die geforderte Qualität an Bahnschotter liefern.

«Nur» ein kleiner Teil des Schutzgebietes

Demgegenüber steht das Schutzinteresse. Im Fall Starkenbach sei allerdings nur ein sehr kleiner Teil des Schutzgebietes am Rand betroffen, sagt Martin Schmid. Da es sich um eine Erweiterung eines bereits bestehenden Steinbruchs handelt, ist bereits eine Vorbelastung da. Im Bereich Steinbruch Starkenbach gibt es zudem keine Rauhfusshühnervorkommen. Mittels ökologischer Ausgleichs- und Ersatzmassnahmen sollen wichtige Landschaftselemente wiederhergestellt werden.

Campiun unverändert als Vororientierung

Unverändert zeigt sich der Richtplan 18 im Fall Steinbruch Campiun. Er wurde im Richtplan 11 als Vororientierung aufgenommen mit der Auflage, dass ein neues Projekt substanziell überarbeitet werde. Insbesondere der Nachweis für die nationale Bedeutung, als auch die Auswirkungen des Abbaus auf Natur, Landschaft, Erholungswert und Lebensqualität der Bevölkerung müssten dabei konkretisiert werden.

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