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Startschuss für das neue Schulhaus Feld

Im Beisein von Kindern, Lehrpersonen, Eltern und weiteren Gästen wurde am Dienstag das nächste Kapitel in der Modernisierung der Wartauer Schullandschaft aufgeschlagen.
Jessica Nigg
Die Schüler des Schulhauses Feld liessen Luftballons mit Zeichnungen, Wünschen und Gedanken zum neuen Schulhaus Feld in die Luft steigen. (Bild: Jessica Nigg)

Die Schüler des Schulhauses Feld liessen Luftballons mit Zeichnungen, Wünschen und Gedanken zum neuen Schulhaus Feld in die Luft steigen. (Bild: Jessica Nigg)

Die Gemeinde Wartau geht das nächste Projekt schulischer Infrastrukturerneuerung an. Nach der Sanierung des Schulhauses Oberschan, folgte die Sanierung und Erweiterung im Schulhaus Dorf, danach jene des Oberstufenzentrums Seidenbaum. Kürzlich wurde schliesslich die frisch sanierte Turnhalle Seidenbaum samt Bühnenanbau dem Betrieb übergeben. Der nächste Schritt ist nun die Zusammenlegung der Schulhäuser Prapafier und Feld inklusive Kindergarten Feld. In diesem Zusammenhang erfolgte am Dienstagabend der feierliche Spatenstich für ein neues Schulhaus für 200 Schulkinder samt Turnhalle.

Schulhaus Feld war lange ein Sorgenkind

Beat Tinner, Wartauer Gemeindepräsident, erzählt von der Geschichte des Schulhauses Feld und freut sich auf das 16,8 Millionen Franken-Projekt in Azmoos. (Bild: Jessica Nigg)

Beat Tinner, Wartauer Gemeindepräsident, erzählt von der Geschichte des Schulhauses Feld und freut sich auf das 16,8 Millionen Franken-Projekt in Azmoos. (Bild: Jessica Nigg)

In seiner Ansprache erklärte Gemeindepräsident Beat Tinner, dass das Schulhaus Feld ein Sorgenkind gewesen sei. Bereits 1998 sei an einer gemeinsamen Sitzung von Schulrat und Gemeinderat festgestellt worden, dass die Turnhalle zu sanieren wäre. «Es dauerte seit damals 20 Jahre, bis es zum heutigen Spatenstich gereichte. Verschiedene Diskussionen, Projekte – auch solche, welche die Bürgerschaft an der Urne ablehnte – gingen dem nun vorliegenden Neubauprojekt voraus», resümierte Tinner und zeigte sich vom neuen Projekt begeistert. Das aus einem Projektwettbewerb auserkorene Siegerprojekt des Architektenteams Olfs, Köchling und Felgendreher überzeuge mit seiner kompakten Bauweise sowie der Architektur. Er betonte die regionale Verankerung dieses Neubau-Projektes: «Wir freuen uns, einen Holzbau realisieren zu können, bei dem auch einheimisches Weisstannenholz verbaut wird. Für die Innenausbauten versuchen wir, ebenfalls Holz aus dem Raum Ostschweiz einzusetzen.» Der Wartauer Gemeindepräsident dankte dem Architektenteam und den Fachplanern, der Neubaukommission und den Nutzern für die konstruktiv-kritische Zusammenarbeit. «Das Zusammenspiel von Nutzerwünschen, Kostenoptimierungsüberlegungen und einer zweckmässigen Architektur ist eine grosse Herausforderung und zugleich Garant für einen Bau, der sich gut in das Ortsbild einfügt und in dem Schulkinder Freude haben, zu lernen und Lehrpersonen ein zeitgemässes Arbeitsumfeld vorfinden.»

So soll das neue Schulhaus Feld in zwei Jahren aussehen. Das Siegerprojekt stammt vom deutschen Architektenteam Olfs, Köchling und Felgendreher. (Bild: PD)

So soll das neue Schulhaus Feld in zwei Jahren aussehen. Das Siegerprojekt stammt vom deutschen Architektenteam Olfs, Köchling und Felgendreher. (Bild: PD)

Raum für gestalterische Elemente

Das Schulhaus solle auch ein Begegnungsort sein, führte Beat Tinner anlässlich des öffentlichen Spatenstichs weiter aus. «Deshalb will die Neubaukommission auch gestalterischen Elementen am Gebäude wie im Aussenbereich ein Augenmerk schenken.» Schülerinnen und Schüler sollen demnach Platz haben für das Anbringen von Zeichnungen, Collagen oder anderen Erzeugnissen wie auch Kunst am Bau, welche bei allen Neubauten der Gemeinde Wartau zum Zug kommt. «In einem Wettbewerb lassen wir Nutzungsüberlegungen für den Aussenbereich erarbeiten», erklärte Tinner. Vor allem seien die alte Eiche oder bereits heute bewährte Elemente wie Wasser sicherlich auch weiterhin Bestandteil eines kindergerechten Aussenraums, versicherte Tinner.

Nun kann es losgehen, der Spatenstich ist erfolgt. (Bild: Jessica Nigg)

Nun kann es losgehen, der Spatenstich ist erfolgt. (Bild: Jessica Nigg)

Nachdem am Dienstag der öffentliche Spatenstich für das neue Schulhaus Feld in Azmoos stattgefunden hat, werden bereits am 13. August die Abrissarbeiten des alten Schulhauses Feld beginnen. Schulgebäude und Turnhalle – alles wird abgerissen, wie Schulratspräsident Bruno Seifert erklärt: «Die Turnstunden für die betroffenen Klassen wurden auf die anderen Turnhallen verteilt.» Sobald die alten Schulgebäude dem Erdboden gleichgemacht worden sind, geht es dann an die üblichen Bauarbeiten wie Aushub und Fundament.

Schulküche und Feuerwehr-Theorieraum

Schulratspräsident Bruno Seifert bei seiner Ansprache anlässlich des Spatenstichs am Dienstag in Azmoos. (Bild: Jessica Nigg)

Schulratspräsident Bruno Seifert bei seiner Ansprache anlässlich des Spatenstichs am Dienstag in Azmoos. (Bild: Jessica Nigg)

Bis das neue Schulhaus nach den Sommerferien in zwei Jahren den Schülern übergeben werden kann, brauchen sie und ihre Lehrer Ersatzräumlichkeiten für den Unterricht. «Die 66 Kinder und ihre Lehrpersonen und Schulleiter haben mit Hilfe des Hauswartteams und dem Werkhof bereits ihre neuen Schulzimmer bezogen», erklärt Seifert und ergänzt: «Die kommenden 1.- und 2.-Klässler gehen ins Schulhaus Prapafier, die 3.-Klässler haben ihr Schulzimmer im Kindergarten Feld.» Um Platz im Schulhaus Prapafier zu schaffen, sei zu Gunsten einer Klasse die Schulküche aufgehoben worden. Die künftigen 6.-Klässler haben Platz im Theorieraum des Feuerwehrdepots in Trübbach gefunden. Einen neuen Trainingsplatz mussten sich auch die Mitglieder des SC Wartau suchen: «Die Schwinger trainierten allerdings schon jetzt regelmässig in Mels und Montlingen», so Seifert. Nach den Schulsommerferien 2020 soll das neue Schulhaus Feld bereit sein für die neuen Schülerinnen und Schüler. Vom Kindergarten mit separatem Spielplatz bis zur 6. Klasse werden rund 140 Kinder im neuen Schulhaus Feld zur Schule und in den Kindergarten gehen. Die beiden Schulstandorte Feld und Prapafier werden dabei zusammengelegt, wie Seifert ausführt. Das neue Schulhaus wird Platz für maximal rund 200 Kinder bieten.

Gelegenheit, sich ein Andenken zu sichern

Den «Sähmann» kann man sich nicht als Andenken sichern. Je nach Aussenkonzept könnte er im neuen Schulhaus Feld wiederum einen festen Platz einnehmen. (Bild: Jessica Nigg)

Den «Sähmann» kann man sich nicht als Andenken sichern. Je nach Aussenkonzept könnte er im neuen Schulhaus Feld wiederum einen festen Platz einnehmen. (Bild: Jessica Nigg)

Bevor das Schulhaus abgerissen wird, bekommt die Bevölkerung noch die Gelegenheit, sich ein Andenken zu sichern – vielleicht sogar an die eigene Schulzeit im Feld. Am 10. August zwischen 9 und 12 Uhr können sich Interessierte vor Ort einfinden und sich bei der Bauleitung melden. «Die Sachen müssen aber gleich mitgenommen werden, da am 13. August der Abriss beginnt», informierte die Gemeinde kürzlich. Wer sich allerdings den steinernen Sähmann sichern möchte, hat aber wohl Pech: «Den Sähmann, einen steinernen Bauer der säht, werden wir vorsichtig abmontieren. Je nach Aussenraumgestaltungskonzept, dass noch nicht vorliegt, findet er wieder einen Platz auf der Schulanlage», so Bruno Seifert.

Regionales Baumaterial für Neubau

Die budgetierten Kosten für die geplanten neun Schulzimmer, drei Werkräume, den Kindergarten und die Turnhalle belaufen sich auf insgesamt 16,8 Millionen Franken. Für den vorwiegend aus Holz bestehenden Bau wird möglichst viel Material aus der Region verbaut, wie Schulratspräsident Seifert weiter erklärt: «Das Holz für die Fassade schlägt die Ortsgemeinde im Wartauer Wald. Das Schulhaus wird dem Wärmeverbund der Ortsgemeinde – einer Holzschnitzelheizung – angeschlossen.» Von dort beziehen bereits auch das Betagtenheim, die Alterswohnungen und das Rathaus ihre Wärme. «Das ganze Gebäude wird zeitgemäss im Minergie Standard Eco erstellt», so Seifert abschliessend.

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