Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Stadt Buchs soll sich in Zukunft nach innen entwickeln

Anlässlich des 24. Buchser Wirtschafts-Znüni informierte Stadtpräsident Daniel Gut über das weitere Vorgehen bei Ortsplanung und Baureglement sowie weitere Punkte des aktuellen Wirtschaftsgeschehens.
Jessica Nigg

Nachdem Rolf Pfeiffer, der Präsident von Wirtschaft Buchs die zahlreichen Mitglieder zum 2. Wirtschafts-Znüni dieses Jahres begrüsste, ergriff Stadtpräsident Daniel Gut das Wort, um über das aktuelle Wirtschaftsgeschehen in Buchs zu informieren. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Gesamtrevisionen des Baureglements sowie der Zonenplanung, welche im Rahmen des neuen kantonalen Planungs- und Baugesetzes PBG, welches seit elf Monaten in Kraft ist, angepasst werden müssen. Die Gemeinden haben dafür noch neun Jahre Zeit. Wie Gut erklärte, bleiben Zonenplan und Baureglement der Stadt Buchs vorerst unverändert in Kraft. Baugesuche seien integral auf der Grundlage des heutigen Baureglements einzureichen und zu beurteilen, und zwar einschliesslich Ausnützungsziffer und grossem Grenzabstand, wie der Stadtpräsident weiter präzisierte. Umstritten im aktuellen Ablaufprozess sei einzig das seit 1. Oktober 2017 geltende Moratorium für neue Teilzonenpläne mit Ausnahme der neu im Gesetz verankerten «Schwerpunktzone», welche in Buchs zum Beispiel das «Chez Fritz»-Areal betrifft. Die Anpassungen an das PBG beinhalten ein neues Baureglement; die Gesamtrevision der Zonenplanung, welche einiges an Konfliktpotenzial birgt; die Überprüfung des Richtplans; die Festlegung der Gewässerräume im ganzen Gemeindegebiet sowie die anschliessende Revision der Schutzverordnung. Daniel Gut zeigte sich zuversichtlich, dass die Gesamtrevision von Nutzungsplanung, Zonenplan und Baureglement bis ins Jahr 2021 öffentlich aufgelegt, und im besten Fall mit einem definitiven Erlass abgeschlossen werden kann.

Verdichtung als oberstes Gebot

Grundsätzlich geht es darum, die Siedlungsentwicklung nach innen zu richten. Das Schlagwort dafür heisst «Verdichtung». Auf bestehender Siedlungsfläche soll deutlich mehr Raum für diverse Nutzungen entstehen.

Wie es im Strategiepapier des kantonalen Amtes für Raumentwicklung «Siedlungsentwicklung nach innen» heisst, haben die Gemeinden zusammen mit dem Kanton den sorgsamen Umgang mit dem Boden und die massvolle Festlegung der Bauzonen sicherzustellen. Ausserdem sollen sie unter Berücksichtigung einer angemessenen Wohnqualität kompakte Siedlungen schaffen. Dörfer und Städte sollen nach innen weiterentwickelt werden. Dabei sei die Siedlungsentwicklung nach innen nicht nur Pflicht, sondern auch eine Chance: «Eine hochwertige Siedlungsentwicklung nach innen ist eine zentrale Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinden», heisst es in dem Papier. Sie ermögliche ein qualitatives und quantitatives Wachstum. Wertvolle Ressourcen wie Natur- und Erholungsräume sowie Landwirtschaftsflächen würden geschont und, wie es weiter heisst, spare eine Siedlungsentwicklung nach innen Infrastrukturkosten. Auch würden bestehende Quartiere sowie Stadt-, Dorfkerne oder Brachflächen zum Nutzen der Bevölkerung aufgewertet. Das dürften wohl nicht alle Beteiligten so sehen. Wie Daniel Gut am Wirtschafts-Znüni ausführte, gehen die Geister beim Thema Verdichtung auseinander. Frage er in einem Einfamilienhaus-Quartier nach der Meinung zu einer Umzonung, äussere sich die eine Hälfte zustimmend, während die andere nichts von dieser Entwicklung wissen will. Wenn es darum geht, dass die Gärten in denen die eigenen Kinder noch gespielt haben, nicht mehr benutzt werden können sollen, wird es emotional.

Schon heute könnte höher gebaut werden

Ähnlich verhält es sich, wenn aufgrund einer Zonenänderung auf einmal die Sicht auf das Bergpanorama von einer Hauswand jäh unterbrochen wird. Dieses Problem bestehe in Buchs bereits heute, wie Gut erklärt. Er weist auf die traditionell gewachsenen Einfamilienhaus-Quartiere hin, die sich aber schon nach heutigem Baurecht in einer Wohnzone 3 befinden, in der dreistöckig gebaut werden darf. Wenn nun jemand eine Parzelle übernimmt und ein dreistöckiges Gebäude erstellen möchte, kann er das. Dieser Fakt wirft schwierige Fragen auf und dürfte in Zukunft noch verschärft werden.»

Daniel Gut verwies aber auch auf positive Aspekte der Entwicklung nach innen und nannte gelungene Beispiele aus Buchs: Die Kongresshotel-Zone beim Bahnhof und weiter nordwärts, wo die SBB derzeit das Projekt «Rhein-City» plant, nannte der Stadtpräsident als besonders gutes Beispiel: «Das war früher Gewerbe- und Industriezone 3. Diese wurde in eine Kernzone 5 umgezont – sprich von drei Etagen auf fünf.» Als weiteres Beispiel einer starken Verdichtung nannte Gut das Areal «Schläppli»: Dort habe man erfolgreich von W2 auf W3 umgezont.

Doppelturnhalle in Betrieb genommen

Weitere Themen des Wirtschafts-Znüni waren die Pläne zur Erweiterung der Parkplätze im ehemaligen Bushof «Buchs Süd» (siehe unten) und die Inbetriebnahme der Doppelturnhalle in Räfis. Wie Daniel Gut ausführte, sei die Turnhalle sehr schön geworden, im Innern sei es während der Sommerhitze dieses Jahres allerdings sehr warm geworden. Derzeit werde überprüft, wie dieser Punkt optimiert werden könne. Der Testbetrieb der Schule habe bereits einen Monat vor den Sommerferien stattgefunden. Seit dem 14. August ist die Doppelturnhalle Räfis offiziell in Betrieb. Die Inbetriebnahme der Erweiterung des Primarschulhauses ist dann ab dem Schuljahr 2019/2020 geplant.

Gut informierte die Anwesenden ausserdem darüber, dass der bisherige Bauverwalter Jürg Ragettli aus gesundheitlichen Gründen kürzer tritt. Neuer Bauverwalter ab dem 1. Oktober 2018 wird Beat Wildhaber. Der 36-jährige Bauingenieur wohnt in Maienfeld und ist aktuell als Leiter Immobilien-Management bei den Verkehrsbetrieben Zürich (VBZ) tätig.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.