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Spitalkooperation Grabs-Vaduz: Kanton St. Gallen bleibt offen

Gerade in der aktuellen Spital-Diskussion sei der Kanton St. Gallen offen für eine Kooperations-Diskussion mit Liechtenstein, betont Regierungsrätin Heidi Hanselmann.
Thomas Schwizer
Gerade in der aktuellen Spitaldiskussion im Kanton St.Gallen zeigt sich die Kantonsregierung gegenüber einer partnerschaftlichen Kooperation weiterhin offen - auch über die Grenzen hinaus. Also beispielsweise zwischen dem Spital Grabs (Bild) und dem liechtensteinischen Landesspital. (Bild: Mareycke Frehner)

Gerade in der aktuellen Spitaldiskussion im Kanton St.Gallen zeigt sich die Kantonsregierung gegenüber einer partnerschaftlichen Kooperation weiterhin offen - auch über die Grenzen hinaus. Also beispielsweise zwischen dem Spital Grabs (Bild) und dem liechtensteinischen Landesspital. (Bild: Mareycke Frehner)

Ein Lenkungsausschuss mit drei Mitgliedern der St. Galler Regierung und zwei Verwaltungsräten der St. Galler Spitalverbunde ist aktuell an der Weiterentwicklung der Spitalstrategie im Kanton St. Gallen. Dabei werde im Projekt auch geprüft, inwiefern Kooperationsvarianten über die Landes- und Kantonsgrenzen möglich sind.

Überregionale Kooperationen sind möglich

In der Novembersession hat die Regierung ihre Offenheit für überregionale Kooperationen einmal mehr in einer Interpellationsantwort festgehalten. Das sagt die st. gallische Gesundheitsministerin, Regierungsrätin Heidi Hanselmann, auf Anfrage des W&O.

Der Kanton St. Gallen ist also nach wie vor offen für eine Diskussion über eine künftige Zusammenarbeit zwischen dem Liechtensteinischen Landesspital (LLS) in Vaduz und der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland, speziell dem Spital Grabs.

«Strategiediskussion ist ein geeigneter Moment»

Eine Partnerschaft kann man aber nicht erzwingen», fügt Hanselmann an, als sie vom W&O mit einer Aussage von LLS-Stiftungsratsratspräsident Michael Ritter in einem Interview vom 4.Dezember im Liechtensteiner Vaterland konfrontiert wird. Ritter hat dort bezüglich einer Kooperation mit der Spitalregion RWS festgestellt: «Es ist eher unwahrscheinlich, dass in dieser Situation eine auch für die liechtensteinische Seite vorteilhafte Kooperation möglich wäre.»

«Diese Situation» sind für Ritter die schwierigen spitalpolitischen Fragen im Kanton St. Gallen wie die Umstrukturierung von Spitälern. Hanselmann betont dagegen, dass gerade die jetzige Strategiediskussion ein geeigneter Moment sein könnte, um Kooperationen erneut zu prüfen.

Gemeinsamer Neubau kam nicht zustande

Ritter verweist im Interview auch darauf, der Kanton St. Gallen habe vor wenigen Jahren einen Vorschlag der liechtensteinischen Regierung in Absprache mit dem Landesspital abgelehnt. Dieser habe zum Inhalt gehabt, anstelle der Spitäler Vaduz und Grabs zusammen ein Spital zu bauen und gemeinsam zu betreiben.

«Wir haben das gemeinsam diskutiert», sagt Hanselmann dazu. Beide Seiten seien aber zum Schluss gekommen, dass dies- oder jenseits des Rheins in der Standortfrage und bei der rechtlichen Ausgestaltung keine Einigung möglich sei. Der Vorschlag Grabs, wo nun der Neubau in vollem Gange ist, habe damals in Liechtenstein keine Zustimmung gefunden.

Für partnerschaftliche Kooperation weiterhin offen

Das Angebot des Kantons St. Gallen, das Landesspital Vaduz in die Spitalregion RWS aufzunehmen, verbunden mit einem oder gar zwei Sitzen im Spitalverwaltungsrat, sei von der Regierung des Fürstentums abgelehnt worden, sagt die St.Galler Gesundheitsministerin.

Für eine solche partnerschaftliche Kooperation im Rahmen eines gemeinsamen Spitalverbundes sei St. Gallen nach wie vor offen. Das habe man kürzlich an einer Aussprache mit Liechtensteins Regierung erneut thematisiert, hält Hanselmann fest. «An unserer Bereitschaft zu einer engen Zusammenarbeit hat sich nichts geändert.»

Die Regierung in Vaduz habe dabei ihre Position wiederholt, sie halte aus Gründen eines zu grossen Verlustes der heutigen Autonomie und Selbständigkeit am eigenen Spital fest. Diese Haltung hat sie auch gegenüber dem Landtag, dem liechtensteinischen Parlament, betont.

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