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Spital Grabs müsste grösser gebaut werden

Werden die stationären Abteilungen der Spitäler Walenstadt und Altstätten aufgehoben, wie vom Verwaltungsrat der Spitalverbunde in einem am Donnerstag präsentierten Grobkonzept vorgeschlagen, müsste das neue Spital Grabs ausgebaut werden.
Thomas Schwizer
Das Spital Grabs würde bei einer Umsetzung der Pläne gestärkt. (Bild: Heini Schwendener)

Das Spital Grabs würde bei einer Umsetzung der Pläne gestärkt. (Bild: Heini Schwendener)

Keine stationären Abteilungen mehr in den Spitälern Walenstadt und Altstätten, sondern nur noch im Spital Grabs: So sieht es das Grobkonzept «Leistungs- und Strukturentwicklung» des Verwaltungsrates der St. Galler Spitalverbunde vor. Diese Leistungskonzentration ist in allen St. Galler Spitalregionen vorgesehen.

Auch in der Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland (RWS) sei sie aus unternehmerischer Sicht, aber auch zur Bewahrung der hohen Qualität der stationären medizinischen Versorgung das Ziel. Das macht Felix Sennhauser, Präsident des Verwaltungsrates der Spitalverbunde des Kantons St. Gallen, deutlich. Die Fortschritte der Medizin würden eine Verschiebung zu ambulanten Behandlungen bringen und damit seien künftig weniger Spitalbetten nötig, so Sennhauser.

Erweiterung noch mit dem Neubau möglich

Trotzdem würde eine Schliessung der stationären Abteilungen in Walenstadt und Altstätten in Grabs rund 60 zusätzliche Betten bedingen. Das sagt Stefan Lichtensteiger, CEO und Vorsitzender Geschäftsleitung Spitalregion Rheintal Werdenberg Sarganserland. Das zeige eine Prognose der Patientenströme auf Basis des Grobkonzeptes. Sollte die vertiefte Erarbeitung des Konzeptes dies bestätigen, wäre dieser Ausbau in Grabs möglich. Für die laufende erste Neubauphase hätte dies keine Verzögerung zur Folge.

Lichtensteiger unterstützt das Grobkonzept. Er teilt auch die Überzeugung von Felix Sennhauser, dass auf die – durch Einsprachen noch verhinderte – Sanierung und Erweiterung des Spitals Altstätten vorerst verzichtet werden soll. Zuerst soll das vertiefte Konzept vorliegen. Das Volk hat Ende 2014 dafür 85 Millionen Franken bewilligt. Der von der Regierung eingesetzte Lenkungsausschuss mit Vertretern der St. Galler Regierungsrates und des Verwaltungsrates der Spitalverbunde werde sich damit befassen, was politisch nötig wäre, wenn auf den Bau in Altstätten wirklich verzichtet werden soll, sagt Regierungsrätin Heidi Hanselmann dazu.

Jetzt über die Option Integration des Landesspitals sprechen

Das Liechtensteinische Landesspital hat Sanierungsbedarf und eine ungenügende Auslastung und beschäftigt deshalb das Land Liechtenstein stetig. Auch die private Medicnova-Klinik in Bendern ist in finanziellen Nöten. Nun will der Verwaltungsrat der St. Galler Spitalverbunde die stationäre Spitalversorgung in der Region in Grabs konzentrieren, wofür hier zusätzliche Betten nötig sind. Für Spitalverbund-Verwaltungsratspräsident Felix Sennhauser und Spitalregion-CEO Stefan Lichtensteiger würde es bei dieser Ausgangslage aus unternehmerischer Sicht «sicher Sinn machen», jetzt auch über die Option Integration der stationären Abteilung aus Vaduz in Grabs nachzudenken bzw. zu sprechen. Die St. Galler Regierungsrätin und Gesundheitsdirektorin Heidi Hanselmann verweist darauf, dass sich der Lenkungsausschuss mit Vertretern der Regierung und des Spitalverbund-Verwaltungsrates mit dieser Thematik befassen wird. (ts)

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