Neue Leuchten sind sparsam, dauerhaft, gezielt steuerbar

Der Verein für Abfallverwertung (VfA) profitiert von der neuen Beleuchtungsanlage in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) mehrfach.

Hanspeter Thurnherr
Merken
Drucken
Teilen
Begutachten die neuen LED-Leuchten in der Kehrichtverwertungsanlage: Urs Brunner, Geschäftsführer KVA; Stéphanie und Peter Schibli, Geschäftsleitung Heizplan sowie Kevin Galluccio, Lichtplaner bei Heizplan (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Begutachten die neuen LED-Leuchten in der Kehrichtverwertungsanlage: Urs Brunner, Geschäftsführer KVA; Stéphanie und Peter Schibli, Geschäftsleitung Heizplan sowie Kevin Galluccio, Lichtplaner bei Heizplan (von links). (Bild: Hanspeter Thurnherr)

Rund 800 neue, «intelligente» LED-Leuchten werden zurzeit in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) installiert. Dass diese noch mehr Vorteile bringen, als Strom zu sparen und untereinander zu kommunizieren (siehe Titelseite), erläutert Kevin Galluccio, Lichtplaner bei der Firma Heizplan: «Dank ‹SmartScan›, einer besonderen Steuerung und Datenauswertung, kann jede Lampe individuell eingestellt werden, beispielsweise auf 80 Prozent maximale Beleuchtungsstärke. Wenn etwa die Sonne scheint, kann der Stromverbrauch der Lampe reduziert werden, ohne dass man bei der Helligkeit etwas merkt.»

Aufgrund der Daten weiss man auch, welche einzelne Leuchte allenfalls welchen Fehler aufweist und wo genau sich die defekte Leuchte befindet. Man weiss auch, ob sich jemand in einem bestimmten Raum aufhält. Dies kommt der Sicherheit der Mitarbeitenden zugute. Die Daten, welche jeweils um Mitternacht auf den Server hochgeladen werden, können von den Berechtigten per Handy oder im Internet abgerufen werden.

Leuchten halten deutlich länger

Galluccio hat aufgrund erster Auswertungen errechnet, dass sich bereits jetzt sowohl Stromverbrauch wie auch CO2-Ausstoss deutlich reduziert haben und im Zuge des schrittweisen Ausbaus weiter reduzieren werden.

Reduktion von CO2 darum, weil ein Teil des Strommixes in Europa noch immer mit fossilen Energieträgern wie etwa Kohle produziert wird und die KVA mit der Stromersparnis mithilft, die Produktion aus diesen Energieträgern zu senken. Die KVA darf im Endausbau mit einer Stromeinsparung von 75 Prozent im Vergleich mit den alten Lampen rechnen. Das entspricht dem durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa 150 bis 170 Einfamilienhäusern.

Die neuen Leuchten haben noch weitere Vorteile. Ihre Lebensdauer ist rund 100000 Betriebsstunden gegenüber weniger als 20000 bei den Leuchtstoffrohren und weniger als 10000 bei den Halogenmetalldampflampen. Und das «Innenleben» einer Lampe lässt sich austauschen, sollte es defekt sein. Alles zusammen bringt für die VfA jährlich eine deutliche Kostensenkung, wie Galluccio von anderen Beispielen weiss.

Auch in Notfällen tappt man nicht im Dunkeln

Die neuen Leuchten stammen von einer englischen Firma, «einer renommierten und erfahrenen Produzentin, welche die Leuchten komplett selber herstellt», wie Peter Schibli, Geschäftsleitungsmitglied bei Heizplan, ergänzt. Der Hersteller gibt deshalb auch eine Garantie über fünf Jahre. KVA-Geschäftsführer Urs Brunner verweist auf einen anderen Vorteil der neuen Beleuchtung. Die Lampen sind in bestimmten Bereichen bei «Nichtgebrauch» nicht auf null, sondern auf eine Grundbeleuchtung von 30 Prozent eingestellt. Urs Brunner: «So tappt man zum Beispiel in Treppenhäusern und in bestimmten Räumen auch bei Notfällen nicht in komplette Dunkelheit.» Die verschiedenen Parameter können via Fernbedienung beliebig angepasst und eingestellt werden. Das ganze System funktioniert über eine Funkkommunikation, dadurch ist keine Verkabelung untereinander notwendig.

Die Heizplan AG in Gams ist spezialisiert auf erneuerbare Energien sowie Lichtplanungen in Bezug auf Energieeinsparungskonzepte bei Gewerbe- und Privatkunden. «Die Energieeinsparung ist für die Zukunft bedeutend. Durch eine Lichtplanung kann aufgezeigt werden, wie ein Gebäude enorme Energiekosten einsparen kann, ohne den Komfort einzuschränken – im Gegenteil, die Lichtverhältnisse verbessern sich und das Wohlbefinden der Mitarbeiter steigert sich», ergänzt Kevin Galluccio abschliessend.