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SP-Podium in Buchs: Hoffen auf den Gegenvorschlag zur «Volksinitiative für eine starke Pflege»

Referate und ein Podium bei der SP Werdenberg beschäftigten sich am Dienstagabend mit der Pflege und vor allem mit dem Mangel an Pflegefachkräften. Kernelemente für eine Erfolg versprechende Rekrutierung sind die Förderung der Ausbildung und mehr Kompetenzen für die Grundpflege.
Hanspeter Thurnherr
(Bild: Sascha Erni)

(Bild: Sascha Erni)

«Wie begegnen wir dem Fachpflegemangel? Wir müssen mit dem Wandel gehen.» So brachte es Katrin Schulthess, Vizepräsidentin der SP Werdenberg, am Dienstagabend im Buchserhof in ihrer Begrüssung auf den Punkt.

Was das konkret heissen kann, erläuterten zwei Referentinnen sowie zwei weitere Fachpersonen beim Podiumsgespräch.

«Rund ums Gesundheitswesen lobbyieren viele Akteure aus der Politik, der Industrie, von Versicherern, von Leistungserbringern. Da gehen die Patientinnen und Patienten fast unter»

sagte SP-Nationalrätin Barbara Gysi. Gerade Pflege- und andere Gesundheitsberufe seien schwach vertreten.

Gegenvorschlag ohne bessere Arbeitsbedingungen

Mit der 2017 eingereichten «Volksinitiative für eine starke Pflege» wolle deshalb der Berufsverband für Pflegefachpersonal unter anderem erreichen, dass genügend Personal ausgebildet, Massnahmen für eine grössere Verweildauer im Beruf ergriffen, und die direkte Abrechnung von Pflegeleistungen möglich werde. Nach der Ablehnung durch den Bundesrat habe die zuständige Nationalratskommission einen indirekten Gegenvorschlag aufgegleist.

Kernelement sind die Förderung der Ausbildung – auch mit Finanzhilfen, mehr Kompetenzen für die Grundpflege auch ohne Anordnung eines Arztes. «Heute geben Ärzte oft Blankounterschriften, weil sie die Situation ja gar nicht richtig einschätzen können», sagte Gysi. Nicht im Gegenvorschlag seien Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und zur Verbesserung der Patientensicherheit, bedauert sie. Der Gegenvorschlag soll in der Wintersession behandelt werden.

Gemeinsames Gesundheitsstudium als Wunsch

Die Buchser Pflegewissenschafterin Katja Hornung gab einen Einblick in die «Pflege gestern, heute und morgen.» Mit Hildegard von Bingen, Florence Nightingale und Hildegard Peplau erwähnte sie drei die Pflege stark beeinflussende Frauen aus der Vergangenheit. Heute umfasse die Pflege gemäss Definition die «riesige» Bandbreite an Massnahmen bei Krankheit, Gesundheit in Krisen sowie Sterbesituationen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfehle heute fünf Kategorien von Pflegeberufen: von der Hilfsperson bis zur akademisch ausgebildeten «Advanced Nurse». Für die Zukunft wünscht sich Hornung ein gemeinsames Gesundheitsstudium für Medizin, Pflege und weitere Gesundheitsberufe. Sie kann sich auch selbstständige Pflegepraxen mit verschiedenen Schwerpunkten vorstellen.

Wichtig sei, die Bevölkerung selber zu besserer Gesundheitsförderung zu befähigen. Gesundheitsbildung ab Kindergarten, Selbstdiagnose via App, E-Health, Gesundheit als Erfolgsfaktor seien weitere Aspekte im Gesundheitswesen der Zukunft.

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