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Die Stadt Buchs hat den grossen Wahlsonntag sorgfältig geplant

Das um zwölf Hilfskräfte aufgestockte Buchser Stimmbüro beginnt seine Arbeit bereits am Samstag.
Heini Schwendener
Die Urne für das Wahllokal und die Kartonschachteln, in denen die Stimmzettel abgelegt werden, sind bereit. (Bild: Heini Schwendener)

Die Urne für das Wahllokal und die Kartonschachteln, in denen die Stimmzettel abgelegt werden, sind bereit. (Bild: Heini Schwendener)

Andrea Bertsch macht am Freitagmorgen einen ruhigen Eindruck. Der Stimmregisterführerin der Stadt Buchs obliegt die Organisation des Stimmbüros für den morgigen Wahlsonntag. «Nervös bin ich noch nicht», sagt sie gegenüber dem W&O, «das kommt sicher noch. Aber ich kann ja auf ein Team von guten Helferinnen und Helfern zählen.»

Das Team ist offenbar nicht nur gut, sondern auch besonders gross. Braucht es bei einer «normalen» Abstimmung pro Vorlage etwa zwei Leute im Stimmbüro, so stehen an diesem Wochenende für die National- und Ständeratswahlen tatsächlich 33 Personen im Einsatz. Das sind 12 mehr als die Stadt gegenwärtig Stimmenzählerinnen und Stimmenzähler hat (vgl. Titelseite). Der grosse Aufwand ist vor allem der Nationalratswahl geschuldet. Dabei handelt es sich um eine Proporzwahl. Diesmal kämpfen 255 Kandidierende auf 25 Listen um die zwölf Sitze des Kantons St.Gallen in Bern – so viele wie noch nie.

Mehr als die Hälfte der Wahlzettel wird verändert

Die Stadt Buchs hat 6399 Stimmberechtigte. Bei einer erwarteten Wahlbeteiligung von rund 40 Prozent muss das Stimmbüro wohl etwa 2600 Wahlcouverts öffnen und die Stimmzettel im System erfassen. Zählen tut sie letztlich das Wahlprogramm. Die Ständeratswahl ist kein Problem. Es gibt nur zwei Sitze zu vergeben. Die Beiden mit den meisten Stimmen, vorausgesetzt sie erreichen auch das absolute Mehr, sind gewählt. Bei den Nationalratswahlen kann hingegen panaschiert und kumuliert werden. So wurden in Buchs vor vier Jahren von 2766 Wahlzetteln nur 1263 unverändert eingereicht, 1320 Stimmberechtigte legten eine handschriftlich veränderte Liste mit Parteibezeichnung ein, 183 eine veränderte Liste ohne Parteibezeichnung.

Stimmenzähler können nicht schummeln

Dieser Umstand verlangt dem Stimmbüro viel und vor allem auch hoch konzentrierte Arbeit ab. Andrea Bertsch hat darum das ganze Wahlwochenende akribisch genau geplant und schon im Vorfeld grosse Arbeit geleistet. So wurden die Teams gebildet und das Stimmbüro im Rathaussaal eingerichtet. Heute Samstag wird ausserdem das Personal des Stimmbüros für den Einsatz geschult.

Kann jetzt noch etwas schief gehen? Eines ist klar, schummeln können die Stimmenzähler nicht, denn es gilt bei allem das Vier-Augen-Prinzip. Der Worst Case wäre, wenn die Applikation einen Widerspruch melden würde, also beispielsweise ein Resultat, das nicht logisch wäre. Dann müsste noch einmal erfasst werden.

Und was passiert, wenn ein technisches Problem auftaucht? Auch dafür ist vorgesorgt, IT-Fachleute wären innerhalb von 15 Minuten vor Ort.

Das Stimmbüro kann schon heute beginnen

Um diese grosse Arbeit in vernünftiger Zeit erledigen zu können, stehen 21 Leute des Stimmbüros bereits am heutigen Samstag im Einsatz. Gemäss Artikel 78 des Gesetzes über Wahlen und Abstimmungen ist dies bei Proporzwahlen seit diesem Jahr möglich. Die brieflich eingegangenen Wahlcouverts werden geöffnet und die Stimmzettel der Nationalratswahlen können bereits sortiert werden. Im System erfasst werden sie aber erst am Sonntag.

Wenn am Sonntagnachmittag das Stimmbüro mit seiner Arbeit fertig ist, der Eingang der Daten vom Kanton bestätigt und die Plausibilitätsprüfung erfolgt ist, dann ist Feierabend. Das Stimmbüro, das für seine Arbeit im Stundenlohn entschädigt wird, geniesst dann gemeinsam ein verspätetes Mittagessen.

Es gibt noch zwei Urnen

PS: Sie haben noch nicht gewählt? Im Rathaus und im Schulhaus Räfis sind die Urnen am Sonntag von 9 bis 11 Uhr geöffnet. Erfahrungsgemäss werden aber nur noch einige Dutzend Bürger sie aufsuchen.

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