Skirennfahrer Josua Mettler überzeugte heuer mit konstant guten Leistungen

Der Alpin C-Kader-Fahrer Josua Mettler aus Unterwasser hat die gesteckten Ziele für die Saison 19/20 erreicht.

Christian Gauer
Hören
Drucken
Teilen
Im Europacup schaffte Josua Mettler in den Speed Disziplinen den Sprung in die Top 30.

Im Europacup schaffte Josua Mettler in den Speed Disziplinen den Sprung in die Top 30.

Bild: PD

Mit guten Vorzeichen beendete Josua Mettler die Saison 2018/2019. Er tastete sich in 17 Europacup-Ernstkämpfen an das Niveau auf dieser Stufe heran, und er konnte sich mit einer Top-Fünf-Rangierung, in der Abfahrt an der Junioren-Weltmeisterschaft vom letzten Jahr, die Zugehörigkeit im C-Kader von Swiss-Ski sichern. Das war eine solide Basis für den 21-Jährigen, um unbeschwert in die Vorbereitungen zur Saison 2019/2020 zu starten.

Mettler nahm die zweite Saison als Profi in Angriff und sagt dazu, es habe sich «sehr gut» angefühlt. Im dritten Rennen der Saison, einem Riesenslalom auf der Stufe FIS in Zinal, fuhr er auf Platz eins und konnte seine Swiss-Ski C-Kader-Zugehörigkeit bereits bestätigen. Die FIS-Rennen sind die dritthöchste Stufe, die ein Athlet bis zum Weltcup durchlaufen muss.

Eine um 32 Ränge bessere Platzierung

37 Ernstkämpfe sollten es schlussendlich in der Saison 2019/2020 für den Obertoggenburger Rennfahrer werden, 22 auf Stufe FIS, 15 im Europacup. Die Einsätze auf der zweithöchsten Stufe teilten sich in sechs Abfahrten, sieben Super G und zwei alpine Kombinationen, bestehend aus Abfahrt und Slalom. Josua Mettler errang im Europacup zwei 15. Plätze im Super G, einen 18. Platz in der Abfahrt und einen 17. Platz in der Kombination als jeweils bestes Disziplinenergebnis. Das bescherte ihm 106 Europacup-Punkte und eine Platzierung in der Speeddisziplin Super G, die sich um 32 Ränge verbesserte, von Rang 60 auf 28.

Aus dem Rennläufer, der letzte Saison noch mit Leistungsschwankungen kämpfte, ist somit ein konstanter Fahrer geworden. Aus dem Sportler, der das nationale Leistungszentrum in Davos absolviert hat, ein Athlet, der fokussiert seinen Weg geht. Dazu sagt Josua Mettler: «Wie ich es mir vorgestellt habe, ist es einen Schritt vorwärtsgegangen.»

Die Zugehörigkeit ist ein Status

Mettler hat sich im Europacup etabliert, wie er es benennt. Dass dem so ist, beweisen auch seine Resultate auf der Stufe FIS. Er konnte den Riesenslalom in Zinal und die FIS-Abfahrt in Davos für sich entscheiden. Weiterhin fuhr er im Super G von Val Gardena auf Rang drei und erkämpfte sich in der Kombination von Davos einen zweiten Rang. Die Siege auf Stufe FIS und die Top-30-Platzierungen im Europacup sichern Josua Mettler die Zugehörigkeit zum C-Kader. Er trainiere aber eigentlich eine Stufe höher, in der Europacup-Gruppe. Die C- Kader-Zugehörigkeit sei lediglich ein Status, wie er anfügt.

Abstecher nach Norwegen ist ein Höhepunkt

Der Weg an die Spitze hat für Mettler im Jahr 2014 mit einem FIS Super G in Davos begonnen. Damals belegte er den 90. Rang. Sechs Jahre später hat er erste Erfolge auf seinem Konto: FIS-Siege und konstant gute Leistungen im Europacup. Als Höhepunkt nennt er den Abstecher nach Kvitfjell in Norwegen, wo er drei Abfahrten bestritt und mit einem 18. Platz sein persönliches Bestergebnis erzielte. Die zwei Abfahrten zum Saisonende fielen dem Corona-Virus zum Opfer. Seine Ziele für die nächste Saison: vorne im Europacup mitzufahren und sich an den Weltcup heranzutasten.